eta-Glossar – Fachbegriffe aus unserer Beratertätigkeit

An dieser Stelle haben wir für Sie wichtige Begriffe aus unserer Beratertätigkeit zusammengestellt und detailliert erläutert.

Gerne diskutieren wir fachliche Dinge auch persönlich mit Ihnen.

Biokohle

Die Verkohlungs- und Vergasungstechnik war bis Mitte des letzten Jahrhunderts ein Hoffnungsträger der Energiebranche; insbesondere für die damalige Kraftstoffversorgung von Transportmitteln. Sie wurde jedoch im Zuge der anschließenden „Öl-Jahrzehnte“ nicht wesentlich weiterentwickelt. Heute gibt es eine Vielzahl von Weiter- und Neuentwicklungen, da Holzgas und Biokohle für die energetische und auch stoffliche Anwendung wieder zunehmend interessanter werden.

Biokohle kann in sehr unterschiedlichen Bereichen, sowohl als Energieträger als auch für viele stoffliche Anwendungen eingesetzt werden. Lukrative Nebenprodukte können die bei der Verkohlung entweichenden, flüchtigen Bestandteile aus der Biomasse sein, die ebenfalls eine Fülle von Nutzungsmöglichkeiten bieten. Erst eine gesamtheitliche Untersuchung, vom Rohstoff bis zum Endprodukt, bildet mit Darlegung der optimalen Nutzbarkeit aller Produkte (Pyrolysegase) die Voraussetzung für ein technisch sowie wirtschaftlich erfolgversprechendes Projekt.

Biomasse-Heizkraftwerke

Holz, Pflanzenöle, und andere biogene Energieträger sind natürliche und nachwachsende Rohstoffe. Die Bereitstellung von Wärme, Kälte und Strom aus biogenen Brennstoffen trägt damit zu einer CO2-Entlastung der Atmosphäre bei und leistet direkten Klimaschutz.

Nicht die technische Realisierbarkeit solcher Anlagen, sondern richtige Dimensionierung und die Bereitstellung der entsprechenden Brennstoffsortimente sind die entscheidenden Schlüsselfaktoren für einen wirtschaftlichen Erfolg.

Die eta Energieberatung besitzt langjährige Erfahrung bei der Konzeption von Anlagen zur Nutzung von Biomasse und anderen regenerativen Energieträgern. Ingenieur-Knowhow, fachübergreifende Planung und das Nutzen von Synergieeffekten schafft schon bei der Planung die entsprechenden Voraussetzungen für einen späteren wirtschaftlichen Betrieb.

Unsere Tätigkeiten in diesem Geschäftsbereich umfassen u. a.:

  • Konzepterstellung, Machbarkeitsstudien für Pelletieranlagen, Brikettieranlagen, Trocknungsanlagen, Hackschnitzelerzeugung, Torrefezierung, Verkohlungsanlagen und Biomasse-Heizkraftwerke
  • neutrale Auswahl von Systemanlagenanbietern
  • Übernahme aller planerischen Leistungsphasen bis zur erfolgreichen Übergabe
  • Komplettbetreuung bei Spezialgutachten, Genehmigung und Behördengesprächen
  • Energetische und wirtschaftliche Optimierungen vom Projektstart bis zum laufenden Betrieb
  • Obligatorische Einbindung der Standardprozesse der industriellen Energieberatung
  • Finanzierungs- und Förderungsberatung sowie
  • Wertgutachten

Blockheizkraftwerke (BHKW)

Blockheizkraftwerke (BHKW) sind modular aufgebaute Anlagen zur gekoppelten Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung). BHKWs können überall dort eingesetzt werden, wo (möglichst ganzjährig) ein entsprechender Wärmebedarf vorhanden ist.

Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit von Block-Heiz-Kraftwerken ist die richtige Auslegung. Voraussetzung ist deshalb eine fundierte Analyse des Wärmebedarfs der angeschlossenen Verbraucher.

Als Faustwert für die Berechnung der BHKW-Größe gilt eine Auslegung in Höhe von 30 % der Spitzenwärmeleistung. Bei dieser Dimensionierung können durch das BHKW, abhängig von der Charakteristik der Wärmeverbraucher, 60 bis 80 % des Jahreswärmebedarfs bei 4.000 bis 6.000 Jahresstunden gedeckt werden.

Gerne bewerten wir, ob der Einsatz eines BHKWs zur Deckung Ihres Wärme- und Strombedarfs bei Ihren Rahmenbedingungen interessant ist.

Eine ökonomische Alternative zur Biogaseinspeisung ins Erdgasnetz kann, bei entsprechendem Wärmebedarf, der Betrieb von Biogas-BHKWs sein.

Siehe auch: Holzvergaser BHKW, Kraft-Wärme-Kopplung, Mikrogasturbine

Dampfheizkraftwerke

In Dampfheizkraftwerken erfolgt eine gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung. In einer Dampfturbine wird die thermische Energie von Wasserdampf zum Antrieb eines Generators genutzt.

In der Industrie werden Dampfheizkraftwerke gerne dort eingesetzt, wo große Strommengen selber erzeugt werden sollen und gleichzeitig Wärme/Dampf für Prozesse benötigt wird. Dampfheizkraftwerke eignen sich besonders für Fernwärmenetze mit gleitender Vorlauftemperatur oder Netze mit Temperaturen über 90 °C sowie für Dampfabnehmer im Allgemeinen.

Siehe auch Biomasse-Heizkraftwerke.

Direktvermarktung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) macht es möglich. Die Direktvermarktung von elektrischer Energie aus Erneuerbaren Energien eröffnet die Chance auf Erlöse, die über der fixen Einspeisevergütung des EEG liegen. Eine Vielzahl von Marktteilnehmern bietet eine Fülle von Modellen an. Wir helfen Ihnen bei der richtigen Auswahl.

EEG-Umlage

Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit einem Stromverbrauch pro Abnahmestelle von über 1 GWh pro Jahr und einem Stromkostenanteil an der Bruttowertschöpfung von in der Regel mindestens 17 %, können von der besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 61ff EEG 2017 profitieren. Voraussetzung ist die Implementierung eines zertifizierten Energiemanagement-Systems nach ISO 50001 (übergangsweise noch mit DIN EN 16001).

Energieeffizienz

Durch optimierte Prozesse können die Verluste, die bei Transport, Wandlung und Speicherung von Energie entstehen, minimiert werden. Diese Erhöhung der Energieeffizienz wird auch als rationellerer Energieeinsatz bezeichnet.

Viele Betriebe sind optimal aufgestellt, wenn es um das Kerngeschäft geht. Meist wurde viel Knowhow und Geld in die Produktionsanlagen investiert. Hierfür steht auch das entsprechende Personal zur Verfügung. Anders sieht es oft bei der energetischen Infrastruktur aus. Die Prämisse ist hier meist, dass die entsprechenden Energiemengen sicher zur Verfügung gestellt werden müssen. Ansätze zur energetischen Optimierung sind zwar oft vorhanden, meist hat aber das technische Personal nicht die Zeit, diese Ideen für die Entscheidungsträger entsprechend auszuarbeiten.

Große Einsparpotenziale finden sich oft in den nachfolgenden Bereichen:

  • Wärmeerzeugung und -verteilung
  • Kälteerzeugung und -verteilung
  • Drucklufterzeugung und -verteilung
  • Lüftungsanlagen
  • Hallenbeheizung
  • Beleuchtung
  • Abwärmenutzung

Siehe auch: Energiemanagement-System

Energieeinkauf und -vermarktung

Der Einkauf leitungsgebundener Energieträger hat sich zu einer komplexen Materie mit hohem Kostenrisiko entwickelt. Zahlreiche Einflussfaktoren, wie schwankende Rohstoffpreise, internationale Marktentwicklungen, technische Bedingungen und umfangreiche Regelwerke müssen bei der Kaufentscheidung einbezogen und richtig bewertet werden. Dazu bleibt den Unternehmen bei ihrem umfangreichen Tagesgeschäft oftmals nicht die erforderliche Zeit. Die Folgen können überhöhte Energiekosten sein.

Die Fachleute der eta Energieberatung übernehmen alle Aspekte des Energieeinkaufs und der Energievermarktung professionell für Sie. Hierzu zählen unter anderem:

  • Energieeinkauf und Vergabe
  • Reduzierung der Energienebenkosten
  • Steuererstattung
  • Energielieferverträge und Tarifmodelle
  • Analysen
  • Produktentwicklungen
  • Direktvermarktung
  • Nachhaltigkeit bei Einkauf und Verkauf

Siehe auch: Direktvermarktung und Energielieferverträge

Energielieferverträge

Energielieferverträge regeln die technischen und wirtschaftlichen Konditionen des Energiebezugs. Sie sollten durch Spezialisten mit kaufmännischem, technischem und juristischen Hintergrund geprüft werden. Bei einer einseitigen Prüfung werden oft nicht die gesamtwirtschaftlich optimalen Festlegungen getroffen.

Wir stellen Ihre Energielieferverträge unter rechtlichen und betriebswirtschaftlich/technischen Aspekten auf den Prüfstand. Kernstück ist die Wirtschaftlichkeitsanalyse, mit der technische und kaufmännische Parameter (z. B. Preisgleitklauseln) unter die Lupe genommen werden. Mit unseren Datenbanken und unserer langjährigen Erfahrung bewerten wir Preise, mögliche Preisentwicklungen und Potenziale.

Für Energielieferanten entwickeln wir auch Tarifmodelle für alle leitungsgebundenen Energieträger.

Siehe auch: Energieeinkauf

Energiedatenmanagement-System

Was ist ein Energiedatenmanagement-System (EDMS)?

Um Energiekosten einzusparen muss zuerst bekannt sein, wo diese entstehen. Ein Energiedatenmanagement-System ist ein webbasiertes Energiemanagement-System zur Energieverbrauchserfassung, Auswertung, Überwachung und Berichterstattung.

Alle wichtigen Energieverbraucher können mit Energiezählern ausgestattet und dann automatisiert ins System eingelesen werden. So lassen sich Verbrauchswerte, Kosten und Emissionen übersichtlich darstellen. Dies ermöglicht das Aufdecken von Schwachstellen und somit von Einsparpotenzialen.

Verschiedene Studien belegen, dass mit einem Energiedatenmanagement-System und durch Umsetzung der erkannten Maßnahmen über mehrere Jahre bis zu 30 % Einsparungen realistisch und wirtschaftlich erschließbar sind.

Unser Service umfasst die Bereitstellung und Betreuung der EDMS-Software, die Analyse der unternehmensseitigen Energieverbräuche mit energetischer Bewertung, die Überwachung von Grenzwerten, eine Ursachenanalyse bei Abweichungen sowie die Identifizierung und Unterstützung bei der Umsetzung von Einsparmaßnahmen.

Siehe auch: Energiemanagement-System

Energiemanagement-System

Ein Energiemanagement-System dient dazu die Energiesituation im Unternehmen systematisch und kontinuierlich transparent zu machen. Energiemanagement-Systeme liefern wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlagen und sind die Basis für Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und damit zur Energiekosteneinsparung. Damit trägt ein Energiemanagement-System erheblich dazu bei, die Energiekosten zu reduzieren.

Teilweise ist ein Energiemanagement-System auch die Voraussetzung für steuerliche Rückerstattungen.

Hierunter fallen z. B.:

  • Begrenzung der EEG-Umlage
  • Entlastung bei Strom-/Energiesteuern

Energienebenkosten

In Unternehmen haben die Stromkosten oft einen wesentlichen Anteil an den Gesamtkosten. Während die Börsenpreise bislang gesunken sind, steigen die EEG-Umlage, die Netzentgelte und die anderen Abgaben weiter. Sie machen, je nach Unternehmen, etwa das Doppelte des aktuellen Börsenpreises aus. Ein Ende der Verteuerung ist aktuell nicht in Sicht.

Diese Entwicklung ist kein Naturgesetz. Vielmehr haben Sie viele Optionen.

Mit unserem professionellen Energie-Check durchleuchten wir alle Energienebenkosten in tariflicher sowie in technischer Hinsicht und filtern die Optimierungsmöglichkeiten heraus. Für den kostenlosen Energie-Check brauchen wir nur einige wenige Informationen von Ihnen. Das heißt Sie haben gute Chancen Ihre Energienebenkosten zu reduzieren, und das ohne größeren Aufwand für Sie.

Siehe auch: Energieeinkauf

Energienutzungspläne

Die Klammer über alle energie- und klimarelevanten Themen einer Gemeinde bzw. Stadt bildet ein sogenannter Energienutzungsplan.

In Städten bzw. Gemeinden werden vielfach einzelne Themen aus dem Bereich des Klimaschutzes oder der Energieverbrauchsreduzierung aufgegriffen und Einzellösungen ausgearbeitet. Nur mit einer systematischen Vorgehensweise lassen sich jedoch ganzheitliche Konzepte mit maximalem Nutzen erstellen.

Kernstück für die Analyse der energetischen Ist-Situation ist die Energieverbrauchsanalyse. Hierzu werden die Verbrauchsdaten der Energieversorger (Strom- und Gasverbrauch) verwendet. Die Heizölverbräuche können auf Basis der in der Stadt bzw. Gemeinde vorliegenden Gebäudedaten ermittelt werden. Die Einspeisung aus regenerativen Energien bzw. Kraft-Wärme-Kopplung lässt sich mit Daten der Energieversorger abschätzen.

Zentraler Punkt des zukünftigen Energiekonzepts ist die Vorgabe der neuen Zielstrukturen der Energiebereitstellung sowie eine Übersicht über die angestrebten Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs.

Hackschnitzeltrocknung

Getrocknete Holzhackschnitzel erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und sind wie Holz-Pellets auf dem Weg zum regenerativen Standardbrennstoff und Energiespeicher. Zur Herstellung dieses Produktes werden bereits verschiedenartigste Anlagen betrieben. Diese Anlagen sind überwiegend von der Nutzung vorhandener und einfacher, meist landwirtschaftlicher Einrichtungen mit freier Wärmekapazität geprägt. Jedoch besteht hier Optimierungspotenzial.

In der Praxis sind die Wechselwirkungen der Trocknungsfaktoren mitunter nicht hinreichend bekannt, wodurch große Potenziale bei der Wärmeausnutzung des Heizmediums, beim Stromverbrauch der Ventilatoren sowie zur Generierung einer homogenen Trocknungsqualität ungenutzt bleiben.

Die eta Energieberatung hat in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Kreimes von der Hochschule Rosenheim in einem umfangreichen Forschungsprojekt die physikalischen Zusammenhänge der Hackschnitzeltrocknung experimentell nachvollzogen. Die Ergebnisse wurden zusammen mit weiteren Messergebnissen an bestehenden Trocknungsanlagen ausgewertet.

Seit Frühjahr 2010 sind damit ausgelegte Hocheffizienztrockner in Betrieb.

Die mittlerweile vorliegenden Ergebnisse bestätigen die Planungsansätze.

Heizwerke

Heizwerke lassen sich prinzipiell überall dort sinnvoll realisieren, wo im engen räumlichen Zusammenhang ein hoher Wärmebedarf besteht. Eine Machbarkeitsuntersuchung bzw. die Planung eines Heizwerkes setzt daher meist als Erstes bei der Analyse des vorhandenen Wärmebedarfes an.

Sofern die erforderlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, bietet die Errichtung eines Heizwerkes zur Versorgung mehrerer Wärmeabnehmer, sowohl für den Betreiber als auch für den Kunden, erhebliche Vorteile gegenüber der konventionellen Wärmeerzeugung in einzelnen Hausanlagen. Zu nennen sind für Energieversorger die Erhöhung der eigenen Wertschöpfung im Vergleich zur reinen Lieferung von Erdgas und der Wegfall von Betrieb und Wartung der Heizungsanlage für den Kunden. Beim Einsatz von regenerativen Brennstoffen, zum Beispiel Holzhackschnitzeln, lässt sich außerdem der CO2-Ausstoß erheblich senken. Durch die Brennstoffversorgung aus der Umgebung wird die regionale Wertschöpfung gesteigert und es entstehen zusätzliche Arbeitsplätze.

Wir können im Bereich Heizwerke auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken. Darüber hinaus sind wir Mitglied im Netzwerk Holz-Wärme-Plus und beim Verband deutscher Biomasse-Heizwerke (VDBH). Unser Leistungsspektrum erstreckt sich von der ersten Voruntersuchung über fundierte Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bis hin zur Planung von schlüsselfertigen Heizwerken, inklusive Wärmenetz und Wärmeübergabestationen.

Großes Potential besteht auch in der Optimierung bestehender Heizwerke. Oft lassen sich bei den Kostenfaktoren wie Pumpstromverbrauch oder Wärmenetzverluste erhebliche Einsparungen erzielen. Für viele Heizwerke stellt außerdem die Installation eines BHKWs zur Deckung der Wärmegrundlast eine attraktive Optimierungsmöglichkeit dar.

Holzvergaser-BHKW

Holzvergaser-BHKWs bieten im kleinen und mittleren Leistungsbereich eine interessante Möglichkeit zur Kraft-Wärme-Kopplung aus Holz bei gleichzeitig hohen elektrischen Wirkungsgraden. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte sich in jüngster Zeit ein Kreis von Herstellern durch eine Vielzahl erfolgreich betriebener Anlagen auf dem Markt etablieren.

Analog zum erdgas- oder biogasbetriebenen BHKW ist auch beim Holzvergaser-BHKW die optimale Anlagengröße in Bezug auf die vorhandenen Wärmeabnehmer von entscheidender Bedeutung. Hinzu kommt beim Holzvergaser, dass die Brennstoffspezifizierung exakt auf die Anforderungen des jeweiligen abgestimmt werden muss.

Als Brennstoff kommen sowohl Pellets als auch Hackschnitzel unterschiedlicher Körnungen und Güte zum Einsatz. Die praxiserprobten Holzvergaser-BHKWs decken einen Leistungsbereich von 70 bis 250 kWth und von 30 bis 180 kWel ab. Beachtenswert in diesem kleinen Leistungsbereich sind die hohen elektrischen Wirkungsgrade von 20 bis 30 %. Die Hersteller garantieren Volllaststunden von bis zu 7.500 h/a. Mit diesen Leistungsdaten lassen sich beim Einsatz eines Holvergaser-BHKWs zur Deckung der Wärmegrundlast äußerst attraktive Wärmegestehungskosten realisieren.

Siehe auch: BHKW, Kraft-Wärme-Kopplung und Hackschnitzeltrocknung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

In Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Anlagen) erfolgt eine gekoppelte Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme (und ggf. Kälte). In KWK-Anlagen lässt sich der Brennstoff besonders effizient nutzen, da sich im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme deutlich bessere Wirkungsgrade ergeben.

Am wirtschaftlichsten sind KWK-Anlagen dann, wenn sowohl die erzeugte Wärme, als auch der erzeugte Strom im Unternehmen genutzt werden kann. Der Erlös einer KWK-Anlage lässt sich damit aus der genutzten Wärme, dem vermiedenen Strombezug, den Zuschlägen nach dem KWKG/EEG sowie eventuellen Fördermitteln beispielsweise für Wärmespeicher, Wärme- oder Kältenetze ermitteln.

Neben fossilen Brennstoffen kommen bei der gekoppelten Strom- und Wärmebereistellung auch alternative Brennstoffe wie Bioethanol, Holzhackschnitzel oder Pellets zum Einsatz.

KWK-Anlagen für den industriellen Bereich sind:

  • Feuerungsanlagen mit Dampfturbinen (Gegendruckanlagen, Entnahme- und Anzapfkondensationsanlagen)
  • Feuerungsanlagen mit Dampfmotoren
  • (Mikro-)Gasturbinen-Anlagen (mit Abhitzekessel oder mit Abhitzekessel und Dampfturbinenanlage)
  • Verbrennungsmotor-Anlagen (BHKW)
  • Stirling-Motoren
  • Organic Rankine Cycle (ORC)-Anlagen sowie
  • Brennstoffzellen-Anlagen

Siehe auch: Blockheizkraftwerke, Biomasse-Heizkraftwerke, Dampfheizkraftwerke, Holzvergaser-BHKW, Mikrogasturbine und ORC-Anlagen

Lastganganalyse

Unter dem Lastgang eines Unternehmens versteht man den zeitlichen Verlauf des Bezugs an elektrischer Energie, Erdgas oder Fernwärme über einen längeren Zeitraum. Er unterliegt meist tageszeitlichen, wochentäglichen und saisonalen Schwankungen.

Eine Analyse der Lastgänge für den Bezug an elektrischer Energie, Erdgas und Fernwärme kann Schwachstellen bei der Energienutzung aufzeigen und damit Ansätze zur Reduzierung von unnötigem Verbrauch liefern. Auffälligkeiten wie z. B. ein hoher Grundlastanteil in der Nacht, am Wochenende oder in der Urlaubszeit werden analysiert und Abhilfemaßnahmen vorgeschlagen.

Eine weitere Möglichkeit der Kostenreduzierung liegt zudem in der Reduzierung von Lastspitzen. Meist sind hier allein durch konsequente Regelung (Abschaltung in Pausen- und betriebsfreien Zeiten) und ein angepasstes Nutzerverhalten deutliche Einsparungen möglich. Bei geeigneten Voraussetzungen ist auch der Einsatz eines Lastmanagementsystems zur Reduzierung von teuren Lastspitzen zu empfehlen.

Zur Realisierung von Einsparungen nach §19 StromNEV (atypische bzw. intensive Netznutzung) ist eine Lastganganalyse grundlegende Voraussetzung.

Siehe auch: Energienebenkosten

Mikrogasturbine

Mikrogasturbinen sind kleine Gasturbinen. Sie wurden insbesondere für den Einsatz in der dezentralen Energieversorgung im Leistungsbereich bis 200 kWel entwickelt. Typisch für Mikrogasturbinen sind eine kompakte Bauform und hohe Drehzahlen. Sie können beispielsweise mit Erdgas, Biogas sowie flüssigen Brennstoffen betrieben werden.

Der Einsatz von Mikrogasturbinen als Technik zu gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme (KWK) bietet sich überall dort an, wo die Wärme des Turbinenabgases direkt genutzt werden kann (z. B. Trocknungsprozesse oder als Verbrennungsluft für Dampfkessel).

Eine Mikrogasturbine setzt die eingebrachte Brennstoffenergie zu rund 30 % in elektrische Energie um. Rund 66 % der Brennstoffenergie stehen in Form von thermischer Energie im Abgasstrom zur Verfügung.

Ein Einsatzfall ist die Verbrennungsluftvorwärmung für einen Dampfkessel. Hier wird das Abgas der Mikrogasturbine direkt als Verbrennungsluft für den nachgeschalteten Dampfkessel verwendet. Der Abgasstrom wird dem mit einem speziellen Gasturbinen-Abgasbrenner bzw. umgerüsteten Erdgasbrenner ausgestatteten Dampfkessel als Verbrennungsluft zugeführt. Dies ist wegen des hohen Luftüberschusses möglich. Die in der Mikrogasturbinen-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage erzeugte thermische Energie wird durch die Zusatzfeuerung optimal genutzt.

Siehe auch Kraft-Wärme-Kopplung sowie unser Musterprojekt Interquell

ORC-Anlagen

ORC-Anlagen dienen zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme. Das Verfahren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn das zur Verfügung stehende Temperaturgefälle zwischen Wärmequelle und -senke zu für eine Dampfturbine zu niedrig und die geforderten Leistungen klein sind.

Beim Organic Rankine Cycle (ORC) wird anstelle von Wasserdampf (bei konventionellen Turbinen) ein organisches Arbeitsmedium verwendet. Bei diesem Arbeitsmedium handelt es sich um organische Flüssigkeiten mit einer niedrigen Verdampfungstemperatur.

Durch den Einsatz einer ORC-Turbine ist schon ab 300 kW elektrischer Leistung ein wirtschaftlicher Betrieb eines Biomasse-Heizkraftwerks möglich. ORC-Module sind von 300 bis etwa 2.000 kW elektrischer Leistung verfügbar. Hier wird die von der Hackschnitzelfeuerung erzeugte Wärme über einen Thermoölkessel an den ORC-Prozess im Verdampfer (Dampferzeuger) übertragen. Der Einsatz von Thermoöl ermöglicht einen nahezu drucklosen Betrieb des Biomassekessels. Der Öldampf entspannt sich in einer Turbine, die einen Generator direkt antreibt und so Strom erzeugt.

In der Lebensmittelindustrie ist dies beispielsweise in Brauereien der Fall. Ein weiteres interessantes Anwendungsfeld ist die Landwirtschaft. Dort wird zur Trocknung landwirtschaftlicher Produkte (Futtermittel) oft Wärme benötigt. Schließlich sei noch die Trocknung von Klärschlamm erwähnt. Für diesen Trocknungsprozess in Kombination mit einer Stromerzeugung hat die eta Energieberatung ein Patent.

Siehe auch Kraft-Wärme-Kopplung

Regenerative Energien

Regenerative (Erneuerbare) Energieträger nehmen bei der Energieversorgung einen immer größeren Stellenwert ein. Die wirtschaftliche Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist auch in Industriebetrieben möglich.

Die Nutzung der Erneuerbaren Energien basiert auf einer breiten Palette von Energiequellen wie z. B.:

  • Windkraft
  • Sonne (Fotovoltaik und Solarthermie)
  • Biomasse
  • Klärschlamm, Müll und Deponiegas
  • Geothermie

Wir beraten unsere Kunden hinsichtlich der Nutzung von Erneuerbaren Energien und erstellen hier Potenzialabschätzungen, Machbarkeitsuntersuchungen oder auch ganze Anlagenkonzepte.

Siehe auch: Biomasse-Heizkraftwerke und Holzvergaser-Blockheizkraftwerke

Technische Gutachten

Technisch/wirtschaftliche Gutachten werden in zunehmendem Maß von Investoren oder Banken in Anspruch genommen. Gefordert ist eine qualifizierte Analyse auf Basis von Fachwissen und Kompetenz, um die Chancen und Risiken eines Projekts zu bewerten.

Die eta Energieberatung bietet hier eine Komplettanalyse, unter besonderer Berücksichtigung der technischen und ökonomischen Sachverhalte, einschließlich der rechtlichen Grundlagen, zur Identifizierung verborgener Risiken an.

Unsere erfahrenen Mitarbeiter mit technologischem, naturwissenschaftlichem, ökonomischem, betriebswirtschaftlichem und juristischem Fachwissen decken einen breiten Kompetenzbereich ab und ermöglichen die fachübergreifende Bearbeitung aller relevanten Fragestellungen im eigenen Haus. Herr Dipl.-Ing. Volkmar Schäfer ist tätig als Sachverständiger für die „Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung, insbesondere Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung“.

Versorgungskonzepte

Bei der Erstellung eines Versorgungskonzepts wird der grundlegende Aufbau der Energieversorgung überdacht bzw. infrage gestellt. Ziel ist es, eine gesicherte und langfristig kostenoptimierte Versorgung mit den benötigten Nutzenergieformen (Heiz-/Prozesswärme, Dampf, Kälte, Druckluft etc.) sicherzustellen.

Für die Energieerzeugung kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken infrage. Die Auswahl der Technik wiederum hängt dabei von einer Vielzahl von unterschiedlichen Rahmenbedingungen ab wie z. B.:

  • Art der benötigten Nutzenergie (Strom, Warmwasser, Heißwasser, Dampf, Kälte, …)
  • Menge und zeitlicher Bedarf der Nutzenergie
  • Kombination der unterschiedlichen Nutzenergien
  • Verfügbarer Brennstoff
  • Anforderungen an die Regelbarkeit der Anlage

Versorgungskonzepte tragen dazu bei, Ihren Betrieb langfristig wettbewerbsfähig zu halten. Die Investitionen hierfür machen sich schnell bezahlt.

siehe auch: Energieerzeugung und Energieeffizienz

Wärmenetze

Durch den Aufbau von Nah- oder Fernwärmenetzen wird eine Vielzahl von Wärmeverbrauchern zusammengefasst. Dies ermöglicht die Versorgung von verhältnismäßig kleinen Verbrauchern über zentrale, hocheffiziente Wärmeerzeugungsanlagen. Die Wärmeerzeugung kann dabei auf unterschiedliche Art erfolgen und es stehen Technologien zur Verfügung, die für Einzelverbraucher nicht oder nur bedingt einsetzbar wären. Dazu gehören zum Beispiel die Kraft-Wärme-Kopplung im mittleren und großen Leistungsbereich, die Nutzung industrieller Abwärme, die Tiefengeothermie und nicht zuletzt Biomasse-befeuerte Heizwerke und Heizkraftwerke.

Die Gesamtkosten eines Fern- oder Nahwärmenetzes werden durch die Abschreibung der Investitionskosten dominiert. Umso wichtiger ist es, durch eine fundierte Planung den Aufbau des Netzes exakt an den vorliegenden und ggf. zukünftigen Bedarf anzupassen. Fehlentscheidungen lassen sich nach der Fertigstellung oft kaum oder nur noch mit großem Aufwand beheben und wirken sich meist über die gesamte Nutzungsdauer des Netzes von über 30 Jahren aus.

Siehe auch: Wärmenutzungskonzepte, Biomasse-Heizkraftwerke, Dampfheizkraftwerke, Blockheizkraftwerke, Heizwerke, Holzvergaser-BHKE, Kraft-Wärme-Kopplung, Mikrogasturbinen und ORC-Anlagen

Wärmenutzungskonzepte

Grundlegende Voraussetzung für einen wirtschaftlichen und damit erfolgreichen Betrieb von KWK-Anlagen, insbesondere mit biogenen Brennstoffen, ist eine ganzjährig hohe Anlagenauslastung. Dies lässt sich im Vorfeld durch ein Wärmenutzungskonzept sicherstellen

Im Normalfall werden KWK-Anlagen wärmegeführt betrieben. Zur Sicherstellung der Abnahme der erzeugten Wärme ist ein individuelles Wärmenutzungskonzept zu erstellen, das als Basis für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der KWK-Anlage dient.

Bei der Erstellung eines Wärmenutzungskonzepts werden neben den standortspezifischen, infrastrukturellen Gegebenheiten, insbesondere die Abnehmerstrukturen erfasst und bewertet.

Sofern noch kein Wärmenetz vorhanden ist, ist der Anschluss von Wärmeabnehmern unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr sorgfältig zu prüfen. Vorteilhaft sind Anschlüsse von Liegenschaften mit hohem und möglichst gleichmäßigem Wärmebedarf (z. B. Krankenhäuser, Pflegeheime, Hallenbäder).

Siehe auch: Wärmenetze, Biomasse-Heizkraftwerke, Dampfheizkraftwerke, Blockheizkraftwerke, Heizwerke, Holzvergaser-BHKE, Kraft-Wärme-Kopplung, Mikrogasturbinen und ORC-Anlagen

3d Deckblatt 5 Tipps

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3-D Deckblatt Energienebenkosten senken

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