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News
23. Juli 10 - Anteil Erneuerbarer Energien in der EU gestiegen
Einem Bericht von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, zufolge ist der Anteil der erneuerbaren Energien zur Deckung des Bruttoendenergieverbrauches in der EU27 zwischen 2006 und 2008 von 8,8 % auf 10,3 % gestiegen. Den höchsten Anteil regenerativer Energien verzeichnet Schweden mit 44,4 %, gefolgt von Finnland mit 30,5 %, Lettland mit 29,9 %, Österreich mit 28,5 % und Portugal mit 23,2 %. Die höchsten Zuwachsraten wies dabei Österreich auf: hier stieg der Anteil von 24,8 % im Jahr 2006 auf 28,5 % im Jahr 2008.

Quelle: Der Newsletter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


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05. März 10 - Treibhausgasemissionen im Jahr 2009 um 8,4 Prozent gesunken
Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 %).

Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis Ende 2009 danach um 28,7 % gesenkt. Insbesondere im Industriebereich und im Verarbeitenden Gewerbe gingen die Emissionen um 20 % zurück.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen erklärte hierzu: „Der Rückgang der Emissionen liegt vor allem an der Wirtschaftskrise. Unser Ziel heißt jedoch Wachstum durch Klimaschutz. Deswegen werden wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Förderung der Energieeffizienz weiter forcieren, denn nur dies garantiert dauerhaften Klimaschutz und fördert zugleich das Wirtschaftswachstum.“

Quelle: UBA-Presseinformation Nr. 13/2010


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21. Dezember 09 - Energieverbrauch sinkt 2009 drastisch
Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2009 kräftig gesunken.

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag der Verbrauch mit 13.281 Petajoule (PJ) (453,1 Mio. t SKE) um 6,5 Prozent unter dem des Vorjahres.

Wesentlichen Einfluss auf den ungewöhnlich starken Abwärtstrend hatte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Da energieintensive Grundstoffindustrien in besonderem Maße von der Konjunkturentwicklung betroffen waren, ging der Energieverbrauch stärker zurück als das Bruttoinlandsprodukt. Das erreichte Verbrauchsniveau ist das niedrigste seit Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Quelle: Pressedienst Arbeitsgemeinschaften Energiebeilanzen


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04. November 09 - Weniger Energie für Industrie und Kraftwerke
Der schleppende Konjunkturverlauf hinterlässt weiterhin deutliche Spuren beim Energieverbrauch in Deutschland.

Vor allem Erdgas und Steinkohlen
sowie verschiedene Mineralölprodukte waren von der Rezession besonders betroffen. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag der Verbrauch
an Primärenergieträgern nach neun Monaten mit 9 721 Petajoule (PJ) (331,7 Mio. t SKE) um 6,4 % unter dem Vorjahreszeitraum.

Für das Gesamtjahr rechnet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen angesichts einer leichten konjunkturellen Erholung mit einem Minus von knapp 6 % gegenüber dem
Vorjahr.

Pressdienst der AG Energiebilanzen Nr. 04/09


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11. August 09 - IEA warnt immer dringender vor epochaler Ölkrise
Mit drastischen Worten hat der Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol in Paris vor einer überraschenden Ölknappheit auf den Weltmärkten gewarnt. Die IEA nimmt damit immer deutlicher auf den sogenannten Peak-Oil Zeitpunkt Bezug, der laut den Energieexperten bereits innerhalb der nächsten zehn Jahre überschritten werden wird.

Birol betont, dass die Weltwirtschaft sogar schon in weniger als 5 Jahren von einer epochalen Ölkrise in die Tiefe gezogen werden wird.

Damit könnte bereits in den nächsten Jahrzehnten die politische und wirtschaftliche Stabilität der Weltgemeinschaft gefährdet werden.

In einem Interview mit dem britischen "Independent" sagte Dr. Birol, dass die Öffentlichkeit und viele Regierungen sich bislang der Tatsache offenbar nicht bewusst seien, dass das Öl, an dem die moderne Zivilisation hängt, viel schneller als bisher vorhergesagt versiegen wird. Birol: „Eines Tages werden wir kein Öl mehr haben. Deshalb müssen wir uns vom Öl verabschieden, bevor es sich von uns verabschiedet. Wir müssen darauf vorbereitet sein.“ Und das so schnell wie möglich, schließlich basiere unser Wirtschafts- und Sozialsystem auf Öl. „Eine Umstellung kostet viel Zeit und viel Geld.“

Birol warnt außerdem vor einer Marktdominanz der wenigen Öl produzierenden Länder, vor allem im Nahen Osten. „Sie haben derzeit einen Marktanteil von 40 Prozent – das wird sich in Zukunft sehr stark ausweiten.
Die wichtigsten Ölfelder der Welt hätten bereits jetzt ihren Zenit überschritten. Und es dürfte weniger als fünf Jahre dauern, bis eine Ölklemme die Wirtschaft fundamental erschüttert, sagte Birol. Versiegende Ölquellen in Kombination mit einer steigenden Nachfrage werde die Preise in die Höhe treiben – was eine Erholung der Wirtschaft von der aktuellen Krise verhindern könnte, urteilt Birol.
Nach einem Referenzszenario erwartet die IEA, dass die maximale Produktionskapazität in den nächsten zehn Jahren ihren Spitzenwert überschritten haben wird - mindestens ein Jahrzehnt früher als von den meisten Regierungen geschätzt.
„Selbst wenn die Nachfrage nach Öl auf dem gegenwärtigen Niveau bliebe, würde die Welt den Gegenwert von vier Saudi Arabien zur Aufrechterhaltung der Produktion und sechs Saudi Arabien, um die erwartete Nachfrage bis 2030 zu befriedigen, benötigen“, erklärte Birol.

Quelle: International Buisiness Times Deutschland


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04. August 09 - Kräftiger Einbruch beim Energieverbrauch im ersten Halbjahr
Der Energiebedarf in Deutschland war in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres deutlich niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) jetzt errechnete, verminderte sich der Verbrauch an Primärenergien im ersten Halbjahr um 6 Prozent auf 6 525 Petajoule (PJ) (222,7 Mio. t SKE). Von der Entwicklung waren - abgesehen von der durch Sonderfaktoren geprägten Entwicklung beim Mineralöl - alle Energieträger betroffen.

Der kräftige Verbrauchsrückgang spiegelt vornehmlich die Konjunkturentwicklung wider. Massive Produktionsrückgänge in den energieintensiven Wirtschaftsbranchen führen zumindest vorübergehend zu einer nahezu parallelen Entwicklung zwischen Energieverbrauch und wirtschaftlicher Entwicklung; langfristig wird sich jedoch der Trend zur Entkopplung von Energieverbrauch und wirtschaftlicher Entwicklung nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen fortsetzen. Die kühlere Witterung in den ersten Monaten des laufenden Jahres sorgte für leichte Zuwächse bei den Heizenergien, konnte den negativen Gesamttrend aber nicht maßgeblich beeinflussen.


Quelle: Pressdienst der AG Energiebilanzen Nr. 03/09


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13. Juli 09 - Strompreise fallen um fast 12 %
Erfreuliche Botschaften kommen derzeit vom Strommarkt. Durch den signifikanten Rückgang der Rohstoff- und Energiepreise können mittelständische Unternehmen jetzt günstige Lieferverträge abschließen. Eine Preissenkung von 11,6 Prozent im Vergleich zum Juli 2008 weist der aktuelle Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie- Abnehmer e. V. (VEA) aus. „Die allermeisten Unternehmen können derzeit Strom sehr preiswert einkaufen", erklärt Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. „Leider nutzen längst nicht alle Kunden das günstige Marktumfeld zum Stromeinkauf."

Der dramatische Rückgang bei den Großhandelspreisen in den vergangenen 12 Monaten ist die Ursache für diese erfreuliche Entwicklung. Der VEA rät allen Unternehmen zu einer bundesweiten Ausschreibung ihres Strombedarfs, um jetzt den Strom für die kommenden ein bis zwei Jahre zu beschaffen.

Quelle: Presseinformation VEA vom 13. Juli 2009


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02. Juli 09 - 1. BImSchV mit deutlich strengeren Grenzwerten verabschiedet
Der Deutsche Bundestag verabschiedete am 2. Juli 2009 die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV). Mit deutlich strengeren Grenzwerten für Kohlenmonoxid- und Staubemissionen trägt sie nach Aussage der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) den bedeutenden Entwicklungsfortschritten der Kaminofen- und Biomassekesselhersteller Rechnung und passt die Grenzwerte dem Stand der Technik an.


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25. Juni 09 - CCS-Gesetz gescheitert
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt sich erfreut über das vorläufige Scheitern des Gesetzes zur Versenkung des Kohlendioxides aus Kohlekraftwerken in die Erde (CCS-Gesetz). Das Abtrennen und unterirdische Speichern von Kohlendioxid im großen Maßstab verursache zu viele Risiken und habe keine Akzeptanz in der Bevölkerung.

"Das ist ein Erfolg für den Bürgerprotest und den Klimaschutz, daran haben auch wir hart gearbeitet. Aber leider ist das Thema noch nicht ganz vom Tisch", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Die Unionsfraktion, die das Gesetz jetzt vorübergehend gestoppt hat, fürchtet zu Recht den Bürgerprotest vor Ort und traut sich vor der Bundestagswahl nicht mehr, ein derart heißes Eisen anzufassen. Die Einführung von CCS in Deutschland ist jedoch generell eine technologische und klimapolitische Sackgasse, darauf muss ganz verzichtet werden."

Auch die Absicht, in der nächsten Legislaturperiode ein solches Gesetz zu verabschieden, müsse aufgegeben werden. Derartige Pläne seien reine Verschiebetaktik zugunsten der großen Energiekonzerne. Zu den entscheidenden Fragen über die Kosten- und Risikoverteilung gebe es sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat keine Perspektive für eine Einigung. Es sei daher nicht zu erwarten, dass in einem erneuten Anlauf akzeptable Lösungen für die Entsorgung des in Kohlekraftwerken abgetrennten Kohlendioxids gefunden würden. Gleiches gelte im Grundsatz für einen abgespeckten Gesetzentwurf, der lediglich die CCS-Forschung regele. Dies würde dazu führen, dass mit öffentlichen Geldern Pilotanlagen in Deutschland gebaut würden und die Akzeptanzprobleme bestehen blieben.

"CO2-Transportpipelines quer durch die Republik und risikoreiche Endlagerstätten will niemand in seiner Nähe haben. Und auch für eine klimafreundliche Energieversorgung sind sie nicht nötig. Dafür brauchen wir in Deutschland ein stärkeres Engagement der Politik und der Wirtschaft für eine kohlenstoffarme Energiezukunft", sagte Weiger.

Die CCS-Technologie liefere keinen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung. Sie bremse den Ausbau der erneuerbaren Energien und diene den Energiekonzernen lediglich als Feigenblatt für deren rückwärtsgewandte Kohlepolitik. Deutlich kostengünstiger als CCS sei die Vermeidung von Treibhausgasen durch Effizienztechnologien und erneuerbare Energien.

Quelle: Europaticker


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10. Juni 09 - Entwurf der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung beschlossen
Die Bundesregierung hat am 10. Juni den Entwurf der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung (BioST-NachV) beschlossen. Er fußt auf einer Ermächtigung im Erneuerbare- Energien- Gesetz (EEG) und dient der Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen der EU- Richtlinie 2009/28/EC zur Förderung der Erneuerbaren Energien vom 23.4.2009. Der Entwurf bedarf der Zustimmung des Bundestages, die während seiner letzten Sitzungswoche (29.6. – 3.7.) erteilt werden soll.
Die VO regelt, im Wesentlichen übereinstimmend mit der EU-Richtlinie, die Nachhaltigkeits- Anforderungen an Anbau und Verarbeitung von Biomasse, die in flüssiger Form (v.a. Rapsöl, Sojaöl, Palmöl) zur Stromerzeugung verwendet wird. Deren Erfüllung ist Voraussetzung für die Gewährung der im EEG §27 geregelten Vergütung für Strom aus Biomasse. Um das Pflanzenöl möglichst effizient zu nutzen, soll der Strom weitgehend in Kraft- Wärme- Kopplung (KWK) erzeugt werden; deshalb gewährt das EEG den KWK- Bonus von 3 ct/kWh. Die VO wirkt sich also vorwiegend auf ein erhebliches Segment der KWK- Erzeugung aus.
Der Verordnungs- Entwurf enthält zwei Bestimmungen, die sich in bedeutendem Maß nachteilig auf die Verstromung von Pflanzenöl auswirken. Zum einen geht es um die Berechnung der durch KWK erzielbaren Minderung an Treibhausgas- (ThG-) Emissionen, zum anderen um zu enge Termine zur Führung der Nachhaltigkeits- Nachweise. Der B.KWK hat sich für Änderungen dieser Bestimmungen eingesetzt; die sind nun auch in Sicht.


Zur Berechnung der ThG- Minderung
Der §8 der VO fordert, das eingesetzte Pflanzenöl müsse ab 2010 mindestens 35% ThG-Minderungspotenzial aufweisen, weiter dann 50% ab 2017 und 60% ab 2018*. Die Anlage 1 der VO definiert die Methode zur Ermittlung der erzielten THG- Minderung. Sie bezieht alle Emissionen, die in der Wertschöpfungskette Anbau, Verarbeitung und Lieferung der Biomasse entstehen, in die "Gesamtemissionen" ein und gibt als "Vergleichswert" die ThG-Emissionen an, die bei Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen entstehen. Die Differenz zwischen diesem Vergleichswert und den im Einzelfall entstehenden Gesamtemission, bezogen auf den Vergleichswert, ist die prozentuale ThG-Minderung, die mindestens die oben genannten Werte erreichen muss. Das Berechnungsverfahren ist identisch mit dem in der EU-Richtlinie 2009/28/EC vorgezeichneten Verfahren.
Es wird je ein Vergleichswert angegeben für die Verwendung des Pflanzenöls zur Erzeugung von Strom, von Wärme und für die gekoppelte (KWK-) Erzeugung. Der B.KWK hat in einem Memorandum vom 24.4.09 dargelegt, der KWK-Vergleichswert führe zu dem unsinnigen Ergebnis, dass der Einsatz von Pflanzenöl für die KWK-Erzeugung rechnerisch geringere ThG-Einsparungen ergibt als der Einsatz des gleichen Pflanzenöls zu ungekoppelter Stromerzeugung (siehe http://www.bkwk.de/download/bkKTBioNachVO23409.pdf ). Das Memorandum legt weiter dar, wie der KWK-Vergleichswert korrekt zu bestimmen ist.
Das BMU bestätigte dem B.KWK die Berechtigung dieser Kritik. Seitens der EU-Kommission wurde signalisiert, das Problem solle vom zuständigen Beratungs- Komitee beraten und bis Jahresende gelöst werden. Dieses Verfahren ist noch nicht angelaufen.


Zur Terminierung der Nachhaltigkeits- Nachweise.
Der Verordnungsentwurf verlangt ab 1.1.2010 die Erfüllung der Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Anbaus und der Verarbeitung der Biomasse sowie an die ThG-Minderung.** Dieser äußerst knappe Termin wurde damit begründet, dass das EEG für den Einsatz von Sojaöl und Palmöl den Nachhaltigkeitsnachweis ab 1.1.2010 verlangt.*** Zwar rechnet BMU damit, dass noch im Spätsommer Zertifizierungssysteme zur Nachweisführung vorliegen werden; dennoch ist zu erwarten, dass die kurzfristige Terminierung zeitweise zu Stilllegungen führen wird. Dieses von vielen Seiten, auch dem B.KWK, angemahnte Problem wird im BMU Ernst genommen. Eine Lösung soll in den Sitzungen der Bundestagsausschüsse für Wirtschaft und Umwelt am 1. Juli verabschiedet werden. Der B.KWK wird unverzüglich darüber berichten.

Quelle: K. Traube, B.KWK


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20. Mai 09 - Gedämpfter Zuwachs für Erneuerbare Energien
Das Bundesumweltministerium hat kürzlich die Jahresstatistik 2008 zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland veröffentlicht. Danach ist die Nutzung erneuerbarer Energien (EE) in der Gesamtbilanz nur leicht ausgebaut worden. Insgesamt lieferten erneuerbaren Energiequellen rund 238 Mrd. kWh (2007: rund 234 Mrd. kWh) an Energie. Die einzelnen Märkte haben sich aber sehr unterschiedlich entwickelt. Im Vergleich zu 2007 (9,8 %) ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Endenergiebereitstellung mit 9,7 % jedoch etwa gleich geblieben. Gründe hierfür sind zum einen der witterungsbedingt gegenüber dem Vorjahr angestiegene Wärme- und damit Endenergieverbrauch (EEV) und ein gesunkener Biokraftstoffabsatz. Der EEV 2007 lag aufgrund des milden Winters mit 8585 PJ deutlich unterhalb der Werte der Vorjahre, was zu einem überproportionalen Anstieg des Anteils der Erneuerbaren am EEV geführt hatte und sich im Jahr 2008 wieder relativierte.

Eckdaten der Erneuerbaren Energien in Deutschland 2008/2007
  • Der Anteil EE-Strom am gesamten Bruttostromverbrauch wuchs auf 14,8 % (2007: 14,0 %) was einem Zuwachs von 5,7 % entspricht. Die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser, Bioenergie und Geothermie legte 2008 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Mrd. kWh auf 91,4 Mrd. kWh zu.
  • Der Anteil EE-Wärme am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme ist (geschätzt) um 2,7 % auf nunmehr 7,7 % (7,5 % im Jahr 2007) gestiegen. Absolut betrachtet erhöhte sich die Nutzung erneuerbarer Energien von rund 100 Mrd. kWh in 2007 auf rund 109 Mrd. kWh in 2008.
  • Der Anteil EE am gesamten Kraftstoffverbrauch ist auf der Basis noch vorläufiger Zahlen um 16,4 % auf 6,1 % (2007: 7,3 %) gesunken.


Quelle: Bundesministerium für Umwelt


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18. März 09 - Novelle zur EnEV 2009 verabschiedet
Das Bundeskabinett hat heute die Novelle zur EnEV 2009 mit den Maßgaben des Bundesrats vom 6. März 2009 verabschiedet. Die Änderungsverordnung und damit die EnEV 2009 tritt „am ersten Tag des sechsten auf die Verkündung folgenden Kalendermonats“ nach der Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt - also voraussichtlich am 1. September 2009 - in Kraft.

Wesentliche Änderungen durch die EnEV 2009 (Auszug)
  • Bei der Errichtung neuer Wohn- oder Nichtwohngebäude wird die Obergrenze für den zulässigen Jahres-Primärenenergiebedarf um etwa 30% gesenkt. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss um etwa 15% besser als nach EnEV 2007 sein.
  • Bei größeren Umbaumaßnahmen (umfassende Modernisierung) an Bestandsgebäuden kann der Bauherr zwischen zwei Alternativen wählen. Entweder werden bei größeren baulichen Änderungen an der Gebäudehülle (z.B. Dach, Fassade, Fenster) die Anforderungen an diese Bauteile um durchschnittlich 30% verbessert; oder nach der Sanierung muss der Jahres-Primärenenergiebedarf des Gebäudes um 30% verringert und die Gebäudehülle um 15% verbessert worden sein.
  • Die Dämmung ungedämmter begehbarer Geschossdecken ist bis Ende 2011 vorzunehmen. Für die Wärmedämmung oberster nicht begehbarer Geschossdecken (alternativ Dachdämmung) steigen die Qualitätsanforderungen von bisher 0,30 W/(m²K) auf 0,24 W/(m²K).
  • Bei Nachtstromspeicherheizungen greift ab 2020 stufenweise eine Pflicht zur Außerbetriebnahme (nicht bei Fußbodenheizungen) mit einem Alter von mindestens 30 Jahren in größeren, ausschließlich mit solchen Heizungen beheizten Gebäuden (Wohngebäude mit mindestens sechs Wohneinheiten, Nichtwohngebäude mit mehr als 500 m² Nutzfläche). Die Pflicht entfällt, wenn das Gebäude das Wärmedämmniveau nach der Wärmeschutzverordnung 1995 erfüllt oder öffentlich-rechtliche Pflichten dem entgegenstehen (z. B. Festsetzungen im Bebauungsplan) oder die Aufwendungen durch die Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.
  • Die EnEV 2009 führt Unternehmererklärungen ein, Darin bestätigt der Unternehmer gegenüber dem Eigentümer, dass die EnEV bei der baulichen oder anlagentechnischen Modernisierung von Altbauten eingehalten wurde. Die Nichtausstellung einer Unternehmererklärung ist eine Ordnungswidrigkeit. Auf verlangen sind die Unternehmererklärungen der zuständigen Behörde (nach Landesrecht) vorzulegen.
  • Die Bezirksschornsteinfegermeister werden über die EnEV 2009 mit der Durchführung von Sichtprüfungen an heizungstechnischen Anlagen (z.B. Prüfung, ob alter Heizkessel pflichtgemäß ausgetauscht wurde) beauftragt. Alternativ kann der Eigentümer auch die Erfüllung der Pflichten durch die Vorlage von Unternehmererklärungen gegenüber dem Bezirksschornsteinfegermeister nachweisen.
  • Vorsätzliche und leichtfertige (grob fahrlässige) Verstöße gegen bestimmte Neubau- und Modernisierungsanforderungen der EnEV sowie die Verwendung falscher Gebäudedaten bei der Ausstellung von Energieausweisen sind künftig eine Ordnungswidrigkeit.


Quelle: Newsletter TGA Fachplaner


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15. März 09 - Erneuerbare Energien sorgen für Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
Die erneuerbaren Energien haben auch im vergangenen Jahr ihre Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung bewiesen. Nach den jüngsten amtlichen Erhebungen stieg die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche von 250.000 im Jahr 2007 auf knapp 280.000 - ein Plus von mehr als 10 %. Der Grund: Kräftig gestiegene Umsätze im Inland in Höhe von rund 30 Mrd. Euro im Jahr 2008 sowie eine deutlich gestiegene Strom- und Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien.

Nach den vorläufigen Abschätzungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) werden durch den Einsatz erneuerbarer Energien rund 115 Mio. Tonnen des klimaschädlichen CO2 pro Jahr in Deutschland vermieden - davon alleine 57 Mio. Tonnen durch die Stromproduktion.

Mit einem Anteil von rund 10 % am Endenergieverbrauch haben die erneuerbaren Energien ihre Rolle als tragende Säule einer nachhaltigen Energieversorgung weiter gefestigt. Ihr Anteil am Brutto-Stromverbrauch liegt bei 14,8 %, ihr Anteil an der Wärmeversorgung beträgt 7,7 %.

Die Branche verzeichnete im Jahr 2008 ein deutliches Umsatzplus: Investitionen und Erlöse aus dem Anlagenbetrieb stiegen im letzten Jahr zusammen auf rund 30 Mrd. Euro - fast 4,5 Mrd. mehr als im Vorjahr. Mit fast 13 Mrd. Euro lagen dabei die Investitionen im Anlagenbau um fast 20 % über ihrem Vorjahreswert.

Quelle: erschienen am: 2009-03-15 im europaticker


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08. März 09 - Nach der Wirtschaftskrise explodiert Ölpreis
Viele Energieberater befürchten, dass mit den zurzeit sinkenden Energiepreisen auch die Bereitschaft zur energetischen Modernisierung nachlässt. Niedrige Energiepreise dürften aber eine trügerische Illusion sein. Die Reaktion der Ölproduzenten auf die Wirtschaftskrise bereitet den nächsten Preisauftrieb sogar schier unausweichlich vor. Selbst von der Krise gebeutelt, haben die Ölproduzenten ihre Investitionen parallel zu der gesunkenen Ölnachfrage massiv gedrosselt. Doch auch bei einer verringerten Ölförderung sinkt durch geophysikalische Gegebenheiten die Förderkapazität. Kompensieren kann man diesen Effekt nur durch Investitionen, in die Erschließung neuer Ölfelder oder in bessere Fördertechnik. Doch viele Experten sind sich sicher, die momentanen Investitionen reichen dazu bei weitem nicht aus.

So warnte beispielsweise am 27. Februar 2009 Nobuo Tanaka, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), in der Süddeutschen Zeitung: „Uns besorgt, dass die Ölfirmen ihre Investitionen zurückfahren. Denn wenn die Nachfrage wieder anzieht, könnte es zu einem Versorgungsengpass kommen. Wir prophezeien sogar, dass dieser Engpass 2013 eintreten könnte.“ Laut dem Zeitungsbericht geht die IEA davon aus, dass ohne einen baldigen Investitionsschub in die Erschließung neuer Ölfelder der Ölpreis auf bis zu 200 US-$ pro Barrel - mit gewaltigen Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum - steigen könnte.

Quelle: Newsletter Gebäude Energie Berater


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19. Februar 09 - Entwurf Nachhaltigkeitsverordnung-Biomassestrom
Das Bundesumweltministerium hat in der vergangenen Woche mit der „Nachhaltigkeitsverordnung-Biomassestrom“ einen Entwurf zur Umsetzung dieser Nachhaltigkeitsanforderungen für Biomasse vorgelegt, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet wird. Wie das BMU weiter mitteilte, sollen die Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe in einer weiteren Verordnung („Nachhaltigkeitsverordnung-Biokraftstoffe“) geregelt werden. Stellungnahmen zu dem jetzt vorgelegten Entwurf können bis zum 25. Februar 2009 schriftlich an das BMU gerichtet werden.


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12. Februar 09 - Roadmap Energiepolitik 2020
Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig hat heute ein Gesamtkonzept zur Energiepolitik bis zum Jahr 2020 vorgestellt. "Die Roadmap ist eine seriös durchgerechnete Handlungsanweisung, mit der wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern können. Wir zeigen damit, wie wir Klimaschutz, Versorgungssicherheit und bezahlbare Energiepreise zusammenbringen", sagte Machnig bei einer Veranstaltung in Berlin.

"Wir werden den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung bis 2020 auf über 30 Prozent ausbauen, den Atomausstieg umsetzen und uns für effizientere fossile Kraftwerke einsetzen", sagte Machnig. Durch Einsparmaßnahmen wie die energetische Gebäudesanierung und durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien lasse sich der fossile Wärmebedarf bis 2020 um ein Viertel senken. "Auch im Verkehrsbereich liegen noch große Potenziale. Mit Hilfe effizienterer Technologien, durch den Einsatz von nachhaltigen Biokraftstoffen und durch eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene lassen sich die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrsbereich bis 2020 um mindestens 20 Prozent reduzieren", sagte der Staatssekretär.

Während vor allem bei der Förderung der erneuerbaren Energien bereits viel erreicht worden ist, besteht im Bereich der Energieeffizienz enormer Handlungsbedarf. Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 zu verdoppeln. "Um dieses wichtige Ziel zu erreichen, müssen wir den Strombedarf bis 2020 um 11 Prozent reduzieren. Dafür brauchen wir effizientere Kraftwerke - und wir müssen für mehr Effizienz in der Nachfrage sorgen. Deshalb brauchen wir ein Energieeffizienzgesetz, das diesen Namen auch verdient. Es muss zusätzliche Impulse für Energiedienstleistungen und wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen geben. Außerdem wollen wir, dass in energieintensiven Betrieben ein Energiemanagement eingeführt werden muss", sagte Matthias Machnig.

Die "Roadmap Energiepolitik 2020. Neues Denken - Neue Energie" konzentriert sich auf die zehn wichtigsten energiepolitischen Handlungsfelder. Dabei wird das bislang Erreichte analysiert und konkret aufgezeigt, was bis zum Jahr 2020 noch zu tun ist. Die Roadmap kann im Internet eingesehen und bestellt werden.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


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09. Februar 09 - Erstes Energieholz aus Kurzumtriebsplantage geerntet
In der Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Welzow-Süd (Spree-Neiße) wurde nach vierjähriger Umtriebszeit erstmalig Energieholz geerntet. Als Energieholz wurden hierzu Robinien auf 16 ha angebaut. Auf einer, insgesamt 170 Hektar großen Fläche werden Kurzumtriebsplantagen auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit hin untersucht. Das Holz wird im Biomasse-Heizkraftwerk Sellessen zur Energieerzeugung genutzt.


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02. Februar 09 - Entwurf zum Energieeffizienzgesetz
Mit dem Entwurf für ein Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz soll die Europäische Richtlinie über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen umgesetzt werden. Die EU-Richtlinie verlangt von den Mitgliedstaaten, nationale Einsparziele festzulegen und eine Einsparung des Energieverbrauchs von jährlich 1 Prozent anzustreben. Außerdem soll der Markt für Energiedienstleistungen gestärkt werden. Es bleibt den Mitgliedstaaten überlassen, die hierfür geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Wichtig ist mir, dass das Gesetz kein zahnloser Tiger wird. Die Steigerung der Energieeffizienz ist der Schlüssel für eine neue Energiepolitik."

Das Gesetz soll Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, Energie und Kosten zu sparen. Gabriel: "In Deutschland gibt es erhebliche Einsparmöglichkeiten, die ohne jeden Verlust für unseren Lebensstandard genutzt werden können und zudem wirtschaftlich sind. Gerade die Finanzkrise zeigt: Wir können es uns nicht leisten, unnötig Ressourcen zu verbrauchen. Effiziente Energienutzung zahlt sich aus, für jeden Einzelnen, für die deutsche Wirtschaft und für den Klimaschutz."

Der Gesetzentwurf, der jetzt zur Anhörung an die Länder und die Verbände gegangen ist, sieht vor, dass die Bundesregierung einen nationalen Einsparwert festlegt. Dieser soll sich an dem energiepolitischen Ziel der Bundesregierung orientieren, bis zum Jahr 2020 die Energieproduktivität gegenüber dem Jahr 1990 zu verdoppeln. Das ist anspruchsvoller als die unmittelbare Vorgabe der Richtlinie. Noch Diskussionsbedarf besteht, wie die Ziele des Gesetzes am besten erreicht werden können. Das Bundesumweltministerium hat in den Gesetzentwurf Vorschläge für ein ambitioniertes Umsetzungsprogramm eingefügt. Sie zielen auf zusätzliche Impulse für Energiedienstleistungen und wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen. Diese Vorschläge sind allerdings im Ressortkreis noch nicht Konsens.

Dazu gehört die verbindliche Einführung von Energiemanagement in energieintensiven Betrieben.

Bereits im Jahr 2007 haben deutsche Haushalte 100 Milliarden Euro für Energie ausgegeben. Hier kann mit Energieberatung und geeigneten Energieeffizienzmaßnahmen viel getan werden. Deshalb schlägt das Bundesumweltministerium vor, dass Energielieferanten zukünftig Energieeinsparmaßnahmen durchführen müssen. Mit Hinblick auf die EU-Richtlinie sollten diese zu einer Senkung des Energieverbrauchs bei der jeweiligen Kundengruppe um mindestens 1 Prozent führen. Bei den Kosten aus dem Jahr 2007 würde dies eine Entlastung von 1 Milliarde Euro bedeuten.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


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29. Januar 09 - Strom aus Biomasse überholt Wasserkraft
Ökostrom ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Erneuerbare Energien deckten 2008
bereits gut 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Heimlicher Sieger: Biomasse!
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) veröffentlichte am 28.01.2009
die vorläufigen Zahlen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland.
Ein näherer Blick auf die Entwicklung der einzelnen Energiequellen liefert erstaunliche Erkenntnisse:
Photovoltaik noch ohne Bedeutung, Windenergie lahmt, Wasserkraft stagniert, Biomasse boomt!


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13. Januar 09 - Bundesstelle für Energieeffizienz geschaffen
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat zum 8. Januar 2009 eine Bundesstelle für Energieeffizienz beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn eingerichtet. Die Bundesstelle wird im Auftrag der Bundesregierung insbesondere an der Schaffung der Voraussetzungen für die Entwicklung und die Förderung eines Markts für Energiedienstleistungen und für die Erbringung von anderen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz für die Endverbraucher arbeiten.

Hintergrund ist die EU-Richtlinie über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen (Richtlinie 2006/32/EG, Fortschrittsbericht). Sie sieht vor, dass in jedem Mitgliedstaat Stellen benannt werden, die die Gesamtverantwortung für die Aufsicht über die Erreichung der in der Richtlinie festgelegten Ziele tragen. Danach soll Deutschland bis 2017 über einen Zeitraum von neun Jahren 9% Endenergie im Vergleich zum jährlichen Durchschnittsverbrauch der Jahre 2001 bis 2005 einsparen.

Quelle: Newsletter Gebäude Energieberater


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07. Januar 09 - Erneuerbare Energien legen weiter zu
Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) hat heute die ersten umfassenden Zahlen über die Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Quellen im Jahr 2008 veröffentlicht. Danach wurde 2008 fast jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde aus Erneuerbarer Energie erzeugt (Anteil am Endenergieverbrauch 9,6 %).

Die positiven Effekte Erneuerbarer Energie zeigen sich insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht: Allein 2008 konnten Ausgaben für Brennstoffimporte in Höhe von 7,8 Mrd. Euro vermieden werden. Zudem reduzierte der Einsatz Erneuerbarer Energie die externen Kosten der Energieerzeugung für Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden um 9,2 Mrd. Euro. „Damit haben die Erneuerbaren Energien Volkswirtschaft und Verbrauchern im vergangenen Jahr Belastungen von 17 Milliarden Euro erspart“, rechnet BEE-Präsident Dietmar Schütz vor. Das sei eine Größenordnung, die immerhin dem von der Bundesregierung im Dezember beschlossenen ersten Konjunkturpaket entspreche.

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.


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02. Januar 09 - Was bringt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
Seit dem 1. Januar 2009 muss der Wärmebedarf von Neubauten zum Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. So sieht es das neue EEWärmeG vor. Es ist direkt aus dem Klimabeschluss von Meseberg abgeleitet. Sein erklärtes Ziel ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmemarkt von heute 7 % auf 14 % im Jahr 2020 zu erhöhen.

Das Gesetz hat drei Kerninhalte:
- Fordern: Bauherren werden verpflichtet, im Neubau erneuerbare Energien zu nutzen.
- Fördern: Das Marktanreizprogramm (MAP) wird bis 2012 mit höheren Mitteln ausgestattet.
- Wärmenetze: Gebäude im Versorgungsgebiet eines Nah- oder Fernwärmenetzes können zwangsweise an das Netz angeschlossen werden.

Das Gesetz fordert: Wohn- und Nichtwohngebäude, für die nach dem 1. Januar 2009 der Bauantrag gestellt wird, müssen einen Teil ihres Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien decken: mit Solarthermie, einer Biomasseheizung oder einer Wärmepumpe. Folgende Ersatzmaßnahmen können ebenfalls eingebaut werden: Wärmerückgewinnung, Kraft-Wärme-Kopplung, Fernwärmeanschluss oder eine verbesserte Wärmedämmung.

Um die Eigenheiten jeder dieser Technologien zu berücksichtigen, legt das Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit (BMU) für jede Wärmequelle einen speziellen Mindestdeckungsgrad fest. Bezugsgröße ist der Wärmeenergiebedarf nach DIN V 4701-10. Das ist die Wärmemenge, die für Heizung, Warmwasserbereitung und Kühlung benötigt wird. Eingeschlossen sind die Aufwände für Übergabe, Verteilung und Speicherung der Wärme.

Es dürfen mehrere Maßnahmen kombiniert werden. Wichtig dabei ist, dass die Summe der Teilmaßnahmen wiederum den Anforderungen genügt. Werden mehrere Gebäude errichtet, die „in räumlichem Zusammenhang stehen“, reicht es aus, wenn sie die Anforderungen als Gesamtheit erfüllen. Einzelne Gebäude dürfen dabei ganz ohne erneuerbare Energien beheizt werden, wenn andere Gebäude dies ausgleichen.

Die Anforderung gilt nicht für Gebäude, für die der Bauantrag vor dem 1. Januar 2009 gestellt wurde – der Gebäudebestand ist also nicht betroffen. Es bleibt den Landesregierungen aber freigestellt, eigene Regelungen für den Bestand zu erlassen (wie z.B. Baden-Württemberg).

Weiterhin gibt es Ausnahmen z.B. für Gebäude mit weniger als 50 m² Nutzfläche, provisorische Gebäude mit bis zu zwei Jahren Nutzungsdauer, Gebäude für religiöse Zwecke und Gebäude, die planmäßig weniger als vier Monate im Jahr genutzt


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01. Januar 09 - EEWärmeG seit 1. Januar 2009 in Kraft
Der Gesetzgeber verfolgt mit dem EEWärmeG das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Warmwasserbereitung und Beheizung von Gebäuden zu erhöhen.

Das EEWärmeG schreibt vor, dass die Eigentümer von Neubauten, die ihren Bauantrag nach dem 31. Dezember 2008 gestellt haben, einen Mindestanteil des Wärmeenergiebedarf für das Gebäude für Heizung und Warmwasser anteilig mit erneuerbaren Energien decken müssen. Das neue Gesetz gilt für die meisten Wohn- und Nichtwohngebäude.


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17. Dezember 08 - EU-Parlament verabschiedet EU-Klimapaket
Nach einem nur elf Monate dauernden Gesetzgebungsverfahren hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit das EU-Klimapaket verabschiedet.

Das Paket soll sicherstellen, dass die EU ihre Klimaziele bis 2020 erreicht, namentlich den Ausstoß von Treibhausgasen um 20 % zu reduzieren (um 30 % im Falle eines internationalen Übereinkommens), den Anteil erneuerbarer Energiequellen auf 20 % zu steigern und die Energieeffizienz um 20 % zu erhöhen.

Kurz vor der Abstimmung in Erster Lesung hatten die Abgeordneten mit der französischen Ratspräsidentschaft in Verhandlungen Kompromisse über die sechs unter das Mitentscheidungsverfahren fallenden Vorschläge des Klimapakets erzielt.

Quelle: netinform Newsletter



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07. November 08 - 40% Erneuerbare Energien bis 2020 weltweit möglich
Die Internationale Energie Agentur hat die Förderpolitik von 35 OECD-Staaten und großen Schwellenländern verglichen und daraus Kriterien für eine wirksame Politik zum schnelleren Ausbau Erneuerbarer Energien abgeleitet. Zu den wichtigsten Prinzipien gehören demnach transparente und verlässliche Förderkonditionen, technologiespezifische und degressiv ausgestaltete Investitionsanreize und der Abbau nicht-ökonomischer Hemmnisse.

Bis 2020 kann nach Erkenntnissen der IEA der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromproduktion in den untersuchten Ländern auf über 40 Prozent mehr als verdoppelt werden.

Während die Entwicklung im Stromsektor in vielen Ländern bereits recht erfolgreich verläuft, gibt es laut IEA insbesondere im Bereich der Wärmenutzung erheblichen Nachholbedarf. Hier bleiben die meisten Staaten noch weit hinter ihren Potenzialen zurück.

Quelle: Der Newsletter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


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31. Oktober 08 - EEG 2009 im Bundesgesetzblatt verkündet
Das Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich und zur Änderung damit zusammenhängender Vorschriften vom 25. Oktober 2008 liegt nun in der im Bundesgesetzblatt am 31. Oktober 2008 veröffentlichten amtlichen Fassung vor. In Artikel 1 des Gesetzes findet sich das am 1. Januar 2009 in Kraft tretende Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG 2009).
Die Gesetzgebungsmaterialien finden Sie unter http://www.clearingstelle-eeg.de/node/175.
Ferner finden Sie unten eine vom Bundesumweltministerium erstellte konsolidierte Begründung des EEG 2009.


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13. Oktober 08 - Energiebilanz 2006
Seit einigen Tagen sind auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (www.ag-energiebilanzen.de) unter "Daten" folgende neue Informationen verfügbar:

- Energiebilanz 2005
- Satellitenbilanz Erneuerbare Energien 2005
- Energiebilanz 2006
- Satellitenbilanz Erneuerbare Energien 2006
- Alle Tabellen der vorläufigen Auswertungstabellen zur Energiebilanz von 1990 bis 2007 (in Mill. t SKE, PJ und %)

Darüberhinaus sind auch die Energieflussbilder auf der Seite "Erläuterungen" aktualisiert worden:
- Detailliertes Energieflussbild 2006
- Energieflussbild (vereinfacht) 2007



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14. August 08 - Bundesgerichthof bestätigt Netzentgeltkürzungen
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Vorgehen der Bundesnetzagentur bei den Genehmigungsverfahren der Stromnetzentgelte weitestgehend bestätigt. Die Richter haben damit die Einwände des Übertragungsnetzbetreibers Vattenfall Europe Transmission GmbH abgelehnt. Für Vattenfall bedeutet diese Entscheidung, dass es mit einer Netzentgeltkürzung in Höhe von etwa 50 Millionen Euro rechnen muss.

Der BGH hat die von der Bundesnetzagentur im Rahmen der Restwertermittlung gewählten Ansätze bestätigt und somit die Kürzungen bei den Kostenpositionen "kalkulatorische Abschreibung" und "kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung" durch die Bundesnetzagentur für rechtens erklärt. Auch in der Frage der Beschränkung der Verzinsung des Eigenkapitals durch die doppelte Kappung auf jeweils 40 Prozent haben die Richter das Vorgehen der Bundesnetzagentur gebilligt. Gleiches gilt für die lediglich kalkulatorische Anrechenbarkeit der Gewerbesteuer.

Quelle: energate GmbH


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03. Juli 08 - Bundesrat segnet Klimapaket I endgültig ab
Der Bundesrat hat am Donnerstag den ersten Teil des Energie- und Klimapakets endgültig abgesegnet, nachdem der Bundestag vor vier Wochen die Kabinettsbeschlüsse der Regierungskoalition verabschiedet hatte. Damit können die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das WärmeEEG sowie die Gesetze zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und die generelle Liberalisierung des Mess- und Zählwesens zum 01.01.2009 in Kraft treten.

Der zweite Teil des Klimaschutzpakets soll voraussichtlich nach der Sommerpause im Bundesrat verabschiedet werden, teilte eine Sprecherin des Bundesrats Dow Jones Energy Daily am Freitag mit.
Das zweite Gesetzespaket, das die Bundesregierung Mitte Juni vorgelegt hat, umfasst unter anderem eine Verordnung für den beschleunigten Netzausbau, zum Energiesparen und weitere konkrete Schritte zur Öffnung des Messwesens im Strom- und Gasbereich. Mit dem Gesamtpaket will die Bundesregierung den deutschen CO2-Ausstoß bis 2020 (ausgehend von 1990) um rund 40% verringern.
Umweltschutzorganisationen kritisierten das Energie- und Klimaprogramm und bezeichneten es als unzureichend, während die Industrie und Energiebranche vor zu großen Belastungen durch die Klimaschutzmaßnahmen warnte.


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12. Juni 08 - Neufassung des EEG verabschiedet
Der Bundestag hat am 06.06.08 vier Gesetze verabschiedet, die einen Teil des umfangreichen Energie- und Klimapaketes von Meseburg umsetzen sollen. Dazu gehört die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, EEG (16/8148).

Durch dieses Instrument soll im Jahr 2020 rund doppelt so viel umweltfreundlicher Strom wie heute aus den Steckdosen kommen. Die Solarbranche bleibt demnach von den zunächst diskutierten drastischen Einschnitten von bis zu 30 % verschont. Die Vergütungssätze werden dennoch ab 2009 jährlich deutlich stärker abgesenkt als bisher. Für Windkraft aus offshore-Anlagen sollen dagegen in den ersten 12 Betriebsjahren höhere Vergütungen bezahlt werden als bisher, die Konditionen für Geothermie wurden deutlich verbessert und die Vergütungssätze für Bioenergie angehoben, was zukünftig einen nachhaltigen Ausbau ermöglicht.

Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schafft vielfach günstigere Rahmenbedingungen für Investition in erneuerbare Energien und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EWG) verpflichtet ab dem 01.01.2009 sogar dazu.

Quelle: Der Newsletter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


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11. Juni 08 - Gaspreise steigen um mehr als 11 %
Hannover - Am Status quo auf dem Gasmarkt hat sich nichts geändert. Die Preise für Endverbraucher sind in den letzten zwölf Monaten um mehr als 11 % in die Höhe geschnellt. Im Fünf-Jahres-Vergleich müssen die Gaskunden um rund zwei Drittel höhere Gaskosten verkraften. Nach wie vor bestimmt nicht der Wettbewerb die Bezugskonditionen, sondern der hohe Heizölpreis. Diese Entwicklung belegt der aktuelle Gaspreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). „Die Bindung des Gaspreises an den Ölpreis wird weiterhin negative Folgen haben. Signifikante Preiserhöhungen im Laufe der nächsten Monate sind sicher", blickt Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA, in eine düstere Zukunft. „Die Kosten für Gas werden für viele Kunden bis Ende 2008 in einer Größenordnung von rund 25 % dramatisch steigen."

Quelle: Pressemitteilung VEA


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06. Juni 08 - Neues KWK-Gesetz im Bundestag verabschiedet
Das neue KWK-Gesetz stellt eine deutliche Erweiterung des bestehenden KWK-Gesetzes dar.

Die neuen Bestimmungen gelten für alle KWK-Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2008 und vor dem 31. Dezember 2016 in Dauerbetrieb gehen.

Wichtigste Änderungen sind:
  • die bisherige Förderobergrenze von 2 MW wurde aufgehoben
  • zukünftig ist der KWK-Zuschlag auch für den KWK-Strom zu zahlen, den der Betreiber der KWK-Anlage selbst verbraucht oder über „private“ Netze an seine Kunden liefert,
  • KWK-Strom ist vom Netzbetreiber vorrangig abzunehmen und ist nun dem Strom aus EEG-Anlagen von der Wertigkeit gleich gestellt
  • KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 kW erhalten für den erzeugten KWK-Strom einen Zuschlag von 5,11 Cent/kWh – und zwar zehn Jahre ab Aufnahme des Dauerbetriebes
  • KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 2 MW erhalten einen Zuschlag von 2,1 Cent/kWh für 6 Betriebsjahre, maximal aber für 30 000 Volllastbetriebsstunden, für KWK-Anlagen des produzierenden Gewerbes ist der Förderzeitraum auf 4 Betriebsjahre (maximal 30 000 Volllastbetriebsstunden) begrenzt
  • KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung ab 2 MW erhalten einen Zuschlag von 1,5 Cent/kWh (30.000 Volllastbetriebsstunden)
  • BHKW-Anlagen einer höheren Leistungsstufe erhalten ähnlich wie beim EEG die höheren Vergütungssätze der unteren Leistungsstufe anteilig vergütet
  • der Neu- und Ausbau von Wärmenetzen wird mit einem Zuschlag von bis zu 60 Euro pro Meter Trassenlänge gefördert


Weitere Informationen zum KWK-Gesetz erhalten Sie auf der eigens hierfür geschaffenen Internetseite www.kwkg-novelle.de.


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29. Mai 08 - Weiterer Anstieg des Primärenergieverbrauchs
Der Verbrauch an Primärenergieträgern stieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2008 in Deutschland nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 2,9 % auf etwa 131 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE). Hauptursache für diese Veränderung war die im Vergleich zum milden Vorjahreszeitraum deutlich kühlere Witterung. Der Verbrauch an Heizöl und Erdgas stieg kräftig. Auch die Erzeugung von Strom aus Windenergie nahm weiter zu. Kohle und Kernkraft verzeichneten dagegen Rückgänge.

Zuwächse verzeichneten Mineralöl und Erdgas. Der Mineralölverbrauch stieg insgesamt um mehr als 5 % an. Besonders kräftig um rund 25 % fiel der Anstieg beim leichten Heizöl aus. Offenbar füllten viele Verbraucher zum Jahresbeginn in Erwartung weiter steigender Preise ihre Vorräte auf. Der Absatz von Dieselkraftstoff verzeichnete von Januar bis März ein Plus von 5 %. Die übrigen Mineralölprodukte lagen dagegen im Minus. Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im ersten Quartal wegen der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich kühleren Witterung um etwas mehr als 7 %.

Der Verbrauch an Kohlen und Kernkraft war im ersten Quartal leicht rückläufig. Der Absatz an Steinkohlen verringerte sich um gut 1 % infolge der geringeren Eisenerzeugung in Deutschland. Der Verbrauch an Braunkohlen nahm infolge niedrigerer Lieferungen an die Kraftwerke um 4,3 % ab. Der Beitrag der Kernenergie zur Energiebilanz lag um 1,3 % unter dem Beitrag des Vorjahres.

Die erneuerbaren Energien erhöhten ihren Beitrag zur Energiebilanz der ersten drei Monate insgesamt um knapp 6 %. Während die Wasserkraft auf dem Niveau des Vorjahres verharrte, gab es einen Zuwachs bei der Windstromerzeugung von über 11 %.

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen weist daraufhin, dass sich der Vorjahreszeitraum durch eine sehr milde Witterung auszeichnete, und die vorliegenden Daten noch nicht für eine verlässliche Trendaussage genutzt werden können.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen


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25. März 08 - Nachhaltige Reduktion der Treibhausgasemissionen
Nach der Nahzeitprognose des Umweltbundesamtes sind die Treibhausgasemissionen im Jahr 2007 um etwa 24 Millionen Tonnen gesunken, das sind 2,4 % gegenüber 2006 und 20,4 % gegenüber 1990. Ist das Ziel von 21 % bis 2012 also fast schon erreicht? Einige Einmaleffekte werden sich nicht einfach wiederholen lassen. "Hamsterkäufe" Ende 2006 und eine milde Witterung senkten 2007 den Absatz von Heizöl und Erdgas. Einen nachhaltigen Effekt steuerten dagegen die Erneuerbaren Energien bei: Wind, Wasser, Biomasse und Solarenergie lieferten 2007 15 % mehr Energie als noch im Vorjahr. Allerdings nahmen Emissionen aus der Stein- und Braunkohlenutzung wieder zu. Einige Kraftwerksbetreiber verfeuerten vermehrt die relativ billig gewordene Kohle und verzichteten auf den Erlös aus dem Emissionshandel. Mit dem integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung sollen bis 2020 insgesamt 40 % der Treibhausgase eingespart werden.

Quelle: Newsletter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


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23. Februar 08 - Gaspreiserhöhungen für deutsche Verbraucher erwartet
Mindestens 142 Versorger wollen laut unabhängigem Branchendienstes Verivox ihre Preise zum 1. März beziehungsweise zum 1. April um bis zu 14,1 % heraufsetzen.

Die Kosten für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh erhöhten sich bei den betroffenen Unternehmen dadurch um durchschnittlich 85 € im Jahr. Die stärkste Erhöhung müssen dem Bericht zufolge Kunden der Stadtwerke Reichenbach in Sachsen verkraften.

Ein Sprecher des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) machte für die Tariferhöhungen unter anderem den starken Ölpreisanstieg verantwortlich. Da der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt sei, seien die Unternehmen gezwungen, die Gastarife nun anzupassen.

Verbraucherschützer, so Verivox, fordern die Rücknahme der angekündigten Erhöhungen, da die Importpreise für Gas gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % gesunken seien.


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22. Januar 08 - Unterstützung für Brüsseler Klima- und Energiepaket
Bundesumweltminister Gabriel zum Klima- und Energiepaket der Europäischen Kommission: "Das heute in Brüssel vorgestellte Klima- und Energiepaket der Europäischen Kommission stellt sicher, dass Europa den CO2-Ausstoß bis 2020 in jedem Fall um 20 % gegenüber 1990 reduziert. Es ist gut, dass die Kommission schon heute darlegt, mit welchen Stellschrauben sie das 30 %-Ziel erreichen will, das greift, wenn die internationalen Klimaschutzverhandlungen den erhofften Erfolg haben.“

Gabriel betonte: „Ich freue mich, dass die EU-Kommission den Emissionshandel vereinfachen und europaweit einheitlich gestalten will. Es ist auch richtig, dass die CO2-Zertifikate für die Stromerzeugung ab 2013 komplett versteigert werden sollen. Besonders wichtig ist mir, dass die energieintensiven Industriebranchen, die in den Emissionshandel einbezogen sind, aber besonders stark im internationalen Wettbewerb stehen, auch weiterhin kostenlos die erforderlichen CO2-Zertifikate bekommen. Das muss nach meiner Überzeugung etwa für die Stahl-, Aluminium- und Zementproduktion gelten. In diesem Punkt muss die Kommission schnell für Klarheit sorgen.“

Gabriel hob hervor, dass die EU-Kommission wichtige Hinweise aus Deutschland aufgenommen habe, etwa beim Ausbau der erneuerbaren Energien. So sollten die nationalen Regelungen Vorrang behalten, ein Handelssystem für erneuerbare Energien nur noch ergänzend dazu eingeführt werden. Gabriel: „Dadurch wird sichergestellt, dass unser erfolgreiches Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht unterhöhlt wird.“ Die EU-Vorgabe, den Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland auf 18 % am Gesamtenergieverbrauch zu erhöhen, nannte der Bundesumweltminister realistisch. Gabriel bedauerte, dass im Kommissionsvorschlag konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz fehlten.

Quelle: BMU Pressedienst Nr. 007/08-EU/ Klimaschutz


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22. Januar 08 - Mehr als 14 Prozent Ökostrom in Deutschland
Auch im Jahr 2007 stieg die Produktion von Ökostrom in Deutschland kräftig: Erneuerbare Energien deckten mit 86,4 (2006: 72,1) Milliarden Kilowattstunden gut 14 % des gesamten Stromverbrauchs. Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin. Deutschland habe durch die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien das von der EU für 2010 gesteckte Ziel von 12,5 % schon jetzt übertroffen.

An erster Stelle bei der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen lag 2007 nach BDEW-Berechnungen erneut die Windenergie mit einem Anteil von inzwischen 6,4 %. Es folgte die Wasserkraft mit 3,3 %. Platz drei erreichte die Stromproduktion aus Biomasse mit 3,2 %. 0,7 % des Stroms wurde in Müllkraftwerken aus erneuerbarer Energie erzeugt. Zuwachs gab es auch bei der Photovoltaik, die 0,5 % des Stroms lieferte.

Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasser-
wirtschaft e. V.


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07. Januar 08 - Klimawandel kommt die Wirtschaft teurer als erwartet
Der Autor des viel beachteten "Stern-Reports" fürchtet, dass seine eigenen pessimistischen Prognosen noch übertreffen werden. Die wirtschaftlichen Schäden eines unbegrenzten Klimawandels dürften nach Ansicht des britischen Ökonomen Nicholas Stern wahrscheinlich noch größer sein als in dem von ihm verfassten "Stern-Review zur Ökonomie des Klimawandels" prognostiziert. Die 2006 veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis: Wenn die Menschheit den Ausstoß von Treibhausgasen nicht drastisch einschränkt, droht bis 2050 ein Einbruch der weltweiten Wirtschaftsleistung um bis zu 20 Prozent. "Meine persönliche Meinung ist, dass wir die Gefahren noch unterschätzt haben", sagte Stern am Freitag auf der Jahrestagung der American Economic Association in New Orleans.

Quelle: Handelsblatt


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07. Januar 08 - Opec rechnet mit weiter steigendem Ölpreis
Der Ölpreis wird nach Einschätzung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) im ersten Quartal 2008 vermutlich weiter steigen. Erst ab April sei mit einer Stabilisierung zu rechnen, sagte Opec-Präsident Chakib Khelil am Samstag der staatlichen algerischen Nachrichtenagentur.

Quelle: Financial Times Deutschland


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06. Januar 08 - EEX-Quartalspreis deutlich gestiegen
Der durchschnittliche Baseloadpreis an der Strombörse EEX in Leipzig, der als Basis für den üblichen Preis gemäß dem KWK-Gesetz gilt, stieg von 3,101 Cent/kWh auf nahezu 5,8 Cent an, was einer Steigerung um rund 86% entspricht.

Quelle: bhkw-infozentrum


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03. Januar 08 - DIW sieht Ölpreis bei 200 Dollar
Der jüngste Anstieg des Ölpreises auf 100 Dollar ist nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) noch lange nicht das Ende der Fahnenstange: «Die Ölvorräte werden zunehmend knapp, und das wird die Preise weiter hochtreiben», sagte DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert der «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe). «In fünf Jahren ist ein Ölpreis von 150 Dollar wahrscheinlich, in zehn Jahren sogar ein Preis von 200 Dollar», so die DIW-Expertin. Der jüngste Preisanstieg sei allerdings zu großen Teilen spekulationsbedingt: «Der Anteil am Ölpreis, der auf Spekulation zurückzuführen ist, dürfte etwa 20 Prozent betragen», sagte Kemfert.

Quelle: dpa


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02. Dezember 07 - Steinkohlekraftwerke sind unwirtschaftlich
Eine aktuelle Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) und des arrhenius Instituts für Energie- und Klimapolitik, Hamburg zeigt: Steinkohlekraftwerke wie das geplante Kraftwerk in Hamburg-Moorburg sind nicht wirtschaftlich, wenn die CO2-Emissionsrechte ab 2013 vollständig versteigert werden.

Dazu Dr. Helmuth Groscurth, Geschäftsführer des arrhenius Instituts: „Steinkohlekraftwerke waren auch vor Einführung des Emissionshandels wirtschaftlich nicht tragfähig. Sie sind nur dann wirtschaftlich, wenn die Kosten für Emissionsrechte auf den Strompreis aufgeschlagen, diese aber gleichzeitig vom Staat kostenlos zugeteilt werden. Das Klimaschutz- Instrument „Emissionshandel“ würde so zu einer Art Subvention für neue Kohlekraftwerke.“

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine stringente Klimaschutz-Strategie, die in erster Linie auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien setzt, technisch machbar und wirtschaftlich tragfähig ist.

"Die Potenziale für erneuerbare Energien, Stromsparmaßnahmen und Kraft-Wärme-Kopplung mit hocheffizienten Gaskraftwerken reichen aus, um den gesamten Strombedarf der Großstadt abzudecken.", sagt Dr. Martin Pehnt vom IFEU. Damit könnten die CO2-Emissionen mittelfristig um 80 % gesenkt werden.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen aber auch, dass die Großhandelspreise für Strom heute zu niedrig sind, um den Bau neuer Kraftwerke zu ermöglichen“, so Groscurth weiter.

Quelle Newsletter B.KWK


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15. November 07 - Wer 100% Erneuerbare will, muss kombinieren
36 dezentrale Kraftwerke für Wind, Wasser, Sonne und Biogas haben, virtuell verknüpft, als Deutschlands erstes Kombikraftwerk für erneuerbare Energien einen mehrmonatigen Praxistest bestanden. Rund um die Uhr und bei jedem Wetter liefern sie Strom für 1/10.000 des gesamtdeutschen Bedarfs.

Das Gemeinschaftsprojekt von Schmack Biogas AG, Enercon GmbH und SolarWorld AG wird vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik wissenschaftlich betreut und zeigt, dass erneuerbare Energien eine bedarfsgerechte Stromversorgung zu 100% sicherstellen können, wenn sie nur richtig kombiniert werden. Ein viel versprechender Anfang für eine Vollversorgung aus erneuerbaren Energien

Quelle: Der Newsletter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


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13. November 07 - Weltenergierat rechnet mit weiter steigenden Energiepreisen
Nach der aktuellen Studie des Weltenergierats wird der globale Energieverbrauch bis 2030 um 30 bis 40 % wachsen und sich bis 2050 sogar verdoppeln. "Die Vorstellung, man könnte den Verbrauchsanstieg stoppen, ist völlig unsinnig, erst recht, wenn man weiteren zwei Milliarden Menschen Zugang zur modernen Energieversorgung geben will", sagte Johannes Teyssen, Vorstandsmitglied der E.on AG und Vorsitzender des Europa-Komitees des Weltenergierates.

Der Stromverbrauch auf der Welt werde sich im Prognosezeitraum sogar um 400 % erhöhen. "Nur wenn es entschlossenes politisches Handeln und internationale Kooperation in einem nie gekannten Maße gibt, wird sich der Energieverbrauch begrenzen lassen", sagte Teyssen. "Alle anderen Szenarien sind deutlich beunruhigender."

So werden die Emissionen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid der WEC-Studie zufolge bis 2035 steigen, um dann zu stagnieren. Ab 2050 könnten die von Menschen verursachten CO2-Emissionen auch real sinken. Dies gelänge nur "bei völliger Technologie-Offenheit", sagte Teyssen. "Wir brauchen mehr erneuerbare Energien, mehr Atomkraft und neue, kohlendioxidfreie Kohlekraftwerke."

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte eine Technologie-Strategie für den Energiemarkt an, um mehr klimaschonende Innovationen auszulösen.

Quelle: Welt online


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25. Oktober 07 - Referentenentwurf zur Neufassung des EEGs
Das Bundesumweltministerium hat am 09.10.2007 den Referentenentwurf zur Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorgelegt. Die Vergütung für Strom aus Windkraftanlagen soll danach nur geringfügig sinken, für Strom von Offshore-Anlagen dagegen deutlich höher ausfallen als zunächst geplant. Die Solarstrom-Vergütung soll bis zum Jahr 2014 in verminderter Höhe fortgeführt werden. Ab 2010 mit jährlicher Degression von 8 %. Das novellierte EEG soll zum 1. Januar 2009 in Kraft treten.

Quelle: Newsletter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


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22. Oktober 07 - Peak Oil überschritten?
Die weltweite Ölproduktion hat im Jahr 2006 ihren Höhepunkt (Peak) überschritten und fällt jetzt mit einigen Prozentpunkten pro Jahr zurück. Das ist die Kernbotschaft einer globalen Ressourcen-Studie, die von der Energy Watch Group am 22. Oktober in London vorgestellt wurde.

Schon in den nächsten beiden Jahrzehnten werde die globale Ölversorgung dramatisch zurückgehen und eine Versorgungslücke erzeugen, die auch durch erhöhte Energieproduktion aus anderen fossilen und alternativen Quellen und auch nicht über Kernenergie so schnell geschlossen werden könne. „Das alarmierendste Zeichen ist die steile Abnahme der Ölversorgung nach dem Peak“, warnt Jörg Schindler von der Energy Watch Group. Dieses Ergebnis und auch der Zeitpunkt des Peak stehen offensichtlich in scharfem Kontrast zu den Projektionen und Prognosen der Internationalen Energie-Agentur (IEA).

„Investitionen in Erneuerbare werden verhindert“
Die IEA bestritt bis vor kurzem, dass eine grundlegende Änderung der Energieversorgung in naher oder weiterer Zukunft wahrscheinlich sei. Hans-Josef Fell, Mitglied des Deutschen Bundestages, stellt dazu fest: „Die Botschaft der IEA, dass auch in Zukunft business as usual möglich sei, schickt ein diffuses Signal an die Märkte und verhindert damit Investitionen in die bereits vorhandenen Technologien der erneuerbaren Energien.“

Daten über Reserven unterschiedlich bewertet
Laut Industriedatenbank HIS (2006) werden die restlichen Weltölreserven auf 1255 Gigabarrel geschätzt. Für die Energy Watch Group jedoch gibt es stichhaltige Gründe, diese Zahlen für einige Regionen und Schlüsselländer zu korrigieren und daraus eine Schätzung von 854 Gigabarrel abzuleiten. Die Wissenschaftler der Energy Watch Group verlassen sich nicht in erster Linie auf Daten über Öl-Reserven, weil diese Angaben sich in der Vergangenheit häufig als unzuverlässig erwiesen haben, sondern gründen ihre Analyse hauptsächlich auf Produktionsdaten, die leichter zu verfolgen und auch zuverlässiger sind.

Peak-Oil: Theorie oder Realität?
Der Energie-Ausblick der Energy Watch Group entspricht den Aussagen des ehemaligen US-Verteidigungssekretärs und CIA-Direktors James Schlesinger vor kurzem auf einem Ölgipfel in Cork: „Die Schlacht ist vorbei, die Peak-Oil-Protagonisten haben gewonnen.“ Schon zuvor hatte sich König Abdullah von Saudi Arabien, der größte Ölproduzent der Welt, dazu geäußert: „Der Ölboom ist vorbei und wird nicht zurückkehren. Wir müssen uns alle an einen anderen Lebenstil gewöhnen.“ Indes geht die Debatte über Peak Oil weiter. Verschiedene, den Energiekonzernen nahestehende Institutionen wie CERA beteiligen sich an einer Kampagne, die Peak Oil als „Theorie“ darzustellen versucht. Der Report der Energy Watch Group dagegen weist Peak Oil als Realität aus. Die Welt stehe damit am Anfang einer strukturellen Veränderung des Wirtschaftssystems. Sie werde mit einer steil abnehmenden Versorgung mit fossilen Brennstoffen beginnen und fast alle Aspekte des täglichen Lebens beeinflussen.

Die Energy Watch Group ist eine Initiative des Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell und weiterer Parlamentarier aus anderen Ländern. Träger ist die Ludwig-Bölkow-Stiftung. In dem Projekt erarbeiten Wissenschaftler unabhängig von Regierungs- und Unternehmensinteressen Studien über fossile und atomare Ressourcen, Szenarien für erneuerbare Energien sowie Strategien für eine langfristig sichere Energieversorgung.

Quelle: Newsletter TGA Fachplaner


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21. Oktober 07 - Warum der Ölpreis bald über 100 Dollar steigen könnte
Für US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) wurden zum ersten Mal in der Geschichte mehr als 90 Dollar je Barrel gezahlt. Marktbeobachter schließen nicht aus, dass spekulative Investoren den Preis Richtung 100-Dollar-Marke treiben könnten. "Kurzfristig dürfte sich der Preisauftrieb fortsetzen. Gut möglich, dass große Spieler die Dreistelligkeit sehen wollen", sagt Frank Schallenberger, Rohstoffanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Quelle: Welt online


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17. Oktober 07 - Rohölpreis auf Rekordhöhe
Nach der Zustimmung des türkischen Parlaments zu einer Offensive im Nordirak ist der Ölpreis gestern zeitweise auf einen Rekordpreis von 89 Dollar gestiegen. An der New Yorker Rohstoffbörse wurde ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl mit 88,69 Dollar gehandelt.

Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 17. Oktober 2007


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15. Oktober 07 - Clearingstelle zum EEG eingerichtet.
Das Bundesumweltministerium hat eine Clearingstelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingerichtet, die heute (15. Oktober 2007) ihre Arbeit aufnimmt. Aufgabe der Clearingstelle ist es, Streitigkeiten und Anwendungsfragen zum EEG zu klären und damit die Anwendung des Gesetzes zu erleichtern. „Mit der Clearingstelle haben wir ein unbürokratisches Instrument geschaffen, um Rechtsprobleme zum EEG schnell zu lösen und Gerichtsverfahren zu vermeiden“, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Die Clearingstelle soll als Anlaufstelle bei konkreten Problemen und Streitfragen des EEG dienen und Empfehlungen zu abstrakten Rechtsfragen des Gesetzes geben, um Streitigkeiten vorzubeugen. Sie kann von Anlagenbetreibern und Netzbetreibern gleichermaßen angerufen werden und bietet Verfahren zur Einigung und Schlichtung bei potenziellen oder aufgetretenen Konflikten. Sie fungiert als neutrale Mittlerin und bietet neben ihrer Fach- und Sachkompetenz auch Methoden der außergerichtlichen Streitbeilegung an, um langwierige Gerichtsprozesse überflüssig zu machen.

Um diese Aufgaben wahrzunehmen, ist die Clearingstelle mit einem interdisziplinären Team von Expertinnen und Experten im Bereich der erneuerbaren Energien und der außergerichtlichen Streitbeilegung besetzt. „Der dynamische Markt der erneuerbaren Energien verlangt von den Akteuren rasche Klarheit über die Rahmenbedingungen für Investitionen. Die Clearingstelle EEG steht für den Ausbau der erneuerbaren Energien unter Beachtung der Interessen aller Beteiligten“, sagte Rechtsanwalt Dr. Sebastian Lovens als Leiter der EEG-Clearingstelle zur Eröffnung.

Nähere Informationen zur Clearingstelle und eine Kontaktmöglichkeit gibt es im Internet unter www.clearingstelle-eeg.de.


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02. August 07 - Energiepflanzen zu schade für den Auspuff
Nachdem Biokraftstoffe aufgrund ihrer Energiebilanz schon länger in der Kritik stehen und mittlerweile auch das Umweltbundesamt die Förderung von Biodiesel aus Klimaschutzsicht kritisch beurteilt, äußert sich nun auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen, (SRU) zum Thema Biokraftstoffe: Der SRU rät der Bundesregierung in seinem neuesten Sondergutachten "Klimaschutz durch Biomasse", die staatliche Förderung für den Bioenergiesektor stärker auf ihre Klimaschutzziele auszurichten.

In seinem Sondergutachten belegt der SRU, dass Biomasse in der Wärme- sowie gekoppelten Wärme- und Stromerzeugung bis zu dreimal effizienter und wesentlich kostengünstiger eingesetzt werden kann als bei der Erzeugung der derzeit genutzten Biokraftstoffe Biodiesel und Bioethanol. Das nationale Ausbauziel von 17 % Biokraftstoff-Quote schwäche die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen des EEG und löse einen umweltpolitisch schwer kontrollierbaren Importsog auf Kosten der natürlichen Ressourcen in Drittländern aus.

Quelle: REECO-Newsletter Erneuerbare Energien


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05. Juni 07 - Klimawandel kostet uns 800 Milliarden Euro
„Der Klimawandel würde in den kommenden 50 Jahren durchschnittlich zu realen gesamtwirtschaftlichen Wachstumseinbußen von bis zu 0,5 % pro Jahr führen”, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung mit. Fast alle Wirtschaftszweige würden unter dem Temperaturanstieg leiden.

Zentrale Maßnahmen zum Gegensteuern seien Energiesparen, mehr Effizienz sowie der Ausbau erneuerbarer Energien. „Die Kosten des Klimaschutzes sind deutlich geringer als die Kosten des Klimawandels”, sagte Kemfert (ca. 260 Mrd. Euro bis 2050).

Quelle: enervisor Der Energieberater Newsletter


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07. Mai 07 - Bei entschlossenem Handeln Klimakatastrophe nicht unabwendbar
Um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten, müssen die CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zum Jahr 1990 weltweit halbiert werden. Dazu müssen die erneuerbaren Energien erheblich ausgebaut und die Energieeffizienz massiv gesteigert werden. Die dazu erforderlichen Technologien stehen bereit, müssen aber konsequenter als bislang eingesetzt werden. Dies sind wesentliche Ergebnisse des neuen Berichts des Internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel (IPCC), der am Freitag in Bangkok verabschiedet wurde.

Nach Ansicht von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sind die Aussagen des neuen IPCC-Reports kein Grund, vor der Herausforderung des Klimawandels zu resignieren. „Der Bericht zeigt: Die Klimakatastrophe ist nicht unabwendbar. Wir können sie verhindern. Das Ziel der Europäischen Union, eine Erwärmung um mehr als 2 Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu verhindern, ist erreichbar. Dazu muss innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre das Wachstum der Treibhausgas-Emissionen weltweit angehalten und bis 2050 auf die Hälfte im Vergleich zu 1990 gemindert werden. Der IPCC-Bericht zeigt aber auch: Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir müssen jetzt entschlossen handeln, um schwerwiegende und nicht mehr kontrollierbare Klimafolgen zu vermeiden.“

Gabriel weiter: „Wir müssen die erneuerbaren Energien weltweit ausbauen und die Energieeffizienz in allen Bereichen massiv steigern. Die erforderlichen Technologien stehen längst bereit. Die Politik muss ökonomische Anreize zum Klimaschutz geben, der Emissionshandel ist dafür ein wichtiges Instrument. Außerdem müssen wir Investitionen in klimafreundliche Technologien fördern. Deutschland und Europa sind auf einem guten Weg. Jetzt kommt es darauf an, dass wir bei der Klimakonferenz im Dezember auf Bali auch international die Weichen richtig stellen. Die Wissenschaft hat ihre Arbeit getan, jetzt muss die Politik handeln.“

Für den World Wide Fund For Nature (WWF) ist mit der Veröffentlichung des letzten Teilbandes die Zeit des Wartens jetzt vorbei. Das IPCC habe einen klaren Weg zum Schutz des Planeten aufgezeigt. Jetzt läge es an den Regierungen, diesen Weg zu beschreiten und den Klimaschutz energisch voranzutreiben. „Die Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorüber. Wir haben die Technologie, den Klimawandel zu bekämpfen, und wir haben das Geld, die Maßnahmen zu bezahlen – aber wir haben keine Zeit mehr abzuwarten und zuzuschauen. Jetzt müssen wir handeln“, fordert Regine Günther vom WWF Deutschland.

Das IPCC geht davon aus, dass sich die Welt schon jetzt auf einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,3 Grad Celsius einstellen muss. „Noch steht ein kurzes Zeitfenster offen, um die Erwärmung unter dem gefährlichen Grenzwert von 2 Grad zu halten – doch die Zeit wird knapp“, so Regine Günther.

Auch die KfW Bankengruppe, die die CO2-Minderung, Energieeinsparung und Energieeffizienz mit zinsgünstigen Krediten im In- und Ausland fördert, hält ein Umsteuern für dringend notwendig. "Wir freuen uns, dass die Debatte über den Klimawandel, die die KfW seit Jahren vorangetrieben hat, inzwischen einen breiten Raum in der Öffentlichkeit einnimmt. Ein Umsteuern ist dringender denn je, wie der aktuelle Bericht des Weltklimarats IPCC zeigt, " sagte Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstands der KfW Bankengruppe. "Mit ihren Programmen zum Umwelt- und Klimaschutz ermöglicht die KfW Bund und Ländern, möglichst wirksam und zugleich haushaltsschonend ihre umwelt- und klimapolitischen Ziele im Kampf gegen den Klimawandel umzusetzen," sagte Matthäus-Maier.

Der IPCC stellt in seinen Berichten im Auftrage der Vereinten Nationen die aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen der Klimaänderung im Konsens der internationalen Forschung fest. Der jetzt vorgestellte Bericht zur Minderung von Emissionen ist der dritte und letzte Teil des vierten IPCC-Berichts. An ihm wirkten Hunderte von Wissenschaftlern aus vielen Staaten mit, darunter auch zahlreiche Forscher aus Deutschland.

Der Bericht gibt keine Empfehlungen, sondern stellt den wissenschaftlichen Sachstand zu den technischen und ökonomischen Optionen und Potentialen zur Emissionsminderung sowie zur Wirksamkeit von Maßnahmen dar.

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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02. Mai 07 - Externe Kosten der Stromproduktion
Elektrizität aus Stein- und Braunkohle verursacht Umweltkosten in Höhe von sechs bis neun Eurocents pro Kilowattstunde, Strom aus erneuerbaren Energien im Mittel dagegen deutlich unter einem Eurocent. Das hat das Umweltbundesamt (UBA) errechnet. „Dies zeigt: Die Förderung der erneuerbaren Energien in Deutschland ist volkswirtschaftlich vernünftig. Im Jahr 2006 kostete die Förderung der erneuerbaren Energien über das EEG nach vorläufigen Angaben 3,2 Milliarden Euro. Dem standen jedoch vermiedene Umwelt- und Gesundheitskosten in Höhe von mindestens 3,4 Milliarden Euro gegenüber“, sagt UBA-Präsident Andreas Troge.

Externe Kosten berücksichtigen die Folgekosten für die Gesellschaft, die durch Gesundheits- oder Umweltschäden bei der Stromproduktion entstehen. „Die Umweltpolitik muss sich heute mehr als früher mit wirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen“, meint Troge. Die verlässliche Schätzung externer Kosten helfe, Umweltkosten den Verursachern anzulasten. Preise könnten so besser die ökologische Wahrheit widerspiegeln.

Mehr Informationen finden Sie im Hintergrundpapier „Externe Kosten kennen – Umwelt besser schützen“ unter www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/externekosten.pdf

DGS News


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27. April 07 - 8-Punkte-Plan des Bundesumweltministers
Um das EU-Klimaschutzziel zu überbieten und bis zum Jahr 2020 eine Reduktion der Treibhausgase um 40 % zu erreichen hat Bundesumweltminister Gabriel in einer Regierungserklärung am Jahrestag Tschernobyls einen 8-Punkte-Plan vorgestellt.

Deutschland kann den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2020 um 40 % gegenüber dem Basisjahr 1990 reduzieren. Dazu ist aber schnelles und entschlossenes Handeln erforderlich. In einer Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erläutert, mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung dieses ehrgeizige Ziel erreichen will. Ins Zentrum eines 8-Punkte-Plans stellte er dabei die massive Senkung des Energieverbrauchs, den Neubau effizienterer Kraftwerke und den drastischen Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich darauf verständigt, die CO2-Emissionen in Europa bis 2020 um 30 % zu reduzieren, wenn ein neues internationales Klimaschutzabkommen zustande kommt. Nach einem Beschluss des Bundestages müsste Deutschland seinen Ausstoß von Treibhausgasen dann um 40 % verringern. „Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Aber erste Ergebnisse von Studien im Auftrag der Bundesregierung zeigen, dass das machbar ist. Wir können den CO2-Ausstoß bis 2020 um 270 Millionen Tonnen gegenüber dem Stand von heute reduzieren, wenn wir die Weichen richtig stellen“, sagte Sigmar Gabriel.

Gabriel stellte acht konkrete Maßnahmen vor:

  • Reduktion des Stromverbrauchs um 11 % durch massive Steigerung der Energieeffizienz (Einsparvolumen: 40 Millionen Tonnen)

  • Erneuerung des Kraftwerksparks durch effizientere Kraftwerke (30 Millionen Tonnen)

  • Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf über 27 % (55 Millionen Tonnen)

  • Verdoppelung der effizienten Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung auf 25 (20 Millionen Tonnen)

  • Reduktion des Energieverbrauchs durch Gebäudesanierung, effiziente Heizungsanlagen und in Produktionsprozessen (41 Millionen Tonnen)

  • Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien im Wärmesektor auf 14 % (14 Millionen Tonnen)

  • Steigerung der Effizienz im Verkehr und Steigerung des Anteils der Biokraftstoffe auf 17 % (30 Millionen Tonnen)

  • Reduktion der Emissionen von anderen Treibhausgasen wie zum Beispiel Methan (40 Millionen Tonnen).


Sigmar Gabriel: „Die letzten Monate haben uns allen die Gefahren des Klimawandels vor Augen geführt. Jetzt müssen wir die richtigen Konsequenzen aus den wissenschaftlich belegten Fakten ziehen. Dabei geht es um nicht weniger als den Umbau der Industriewirtschaft. Wir werden neue Technologien entwickeln müssen, um effizienter mit den vorhandenen Energieträgern umzugehen. Wir werden bei den erneuerbaren Energien weitere Innovationsschübe brauchen. All das birgt auch große ökonomische Chancen – gerade für ein exportorientiertes Land wie Deutschland. Wir wissen längst: Nichtstun können wir uns auch wirtschaftlich nicht leisten. Das DIW hat errechnet, dass sich die ökonomischen Folgeschäden eines ungebremsten Klimawandels für Deutschland auf 137 Milliarden Euro belaufen würden. Die notwenigen Klimaschutzinvestitionen anzustoßen, wird hingegen bis zum Jahr 2010 rund drei Milliarden Euro kosten.“

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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19. April 07 - Schlussverkaufsstimmung beim Emissionshandel
Im Nationalen Emissionshandelsregister wurden 2006 rund 210 Millionen Emissionsberechtigungen übertragen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Nach den Zahlen der EU-Kommission stieg der Ausstoß deutscher Firmen 2006 jedoch trotz Zertifikatehandel um 0,6% an - nicht ganz so stark wie EU-weit (+ 1%).

Der Preis für die Emissionsrechte fiel im 2. Halbjahr 2006 von über 20 €/ t CO2 auf derzeit 80-90 ct/t.

Analysten gehen davon aus, dass nur eine deutliche Verknappung der Zertifikate durch die EU-Kommission in der nächsten Handelsperiode ab 2008 den Preis wieder auf ein wirksames Niveau anheben kann.

Quelle: Newsletter für erneuerbare Energien und Energieeffizienz


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18. April 07 - Emissionsrechtehandel - zweite Handelsperiode
Das Bundeskabinett hat am 18. April 2007 die gesetzlichen Grundlagen für die zweite Emissionshandelsperiode beschlossen: Auf Energieversorger und Industrieunternehmen kommen ab 2008 wesentlich stärkere Reduktionsverpflichtungen zu als in der ersten Periode. Neu ist außerdem für die Energieversorger die Zuteilung nach Benchmarks. Viele Sonderregeln aus der ersten Handelsperiode sind hingegen weggefallen.


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11. April 07 - Kohlendioxidausstoß 2006 leicht gestiegen
Das Umweltbundesamt (UBA) legte erste Zahlen für den Kohlendioxidausstoß Deutschlands im letzten Jahr vor. Der Gesamtausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) ist in Deutschland im Jahr 2006 gegenüber 2005 um 0,6 Prozent gestiegen.

Insgesamt lag der CO2-Ausstoß im Jahr 2006 bei 878 Mio. Tonnen. Das sind 5,1 Mio. Tonnen CO2 mehr als im Vorjahr. Ein Grund ist das im Jahr 2006 um 2,5 % erhöhte Wirtschaftswachstum. Die verstärkte Nutzung Klima schonender, erneuerbarer Energieträger – wie Windkraft, Wasserkraft und Biomasse – konnte den konjunkturbedingten Anstieg der CO2-Emissionen allerdings um etwa 11 Mio. Tonnen CO2 bremsen.

Deutlich erhöht haben sich jedoch die Emissionen aus Industrieprozessen. Im vergangenen Jahr gab es ein Plus von 4,2 Mio. Tonnen, das sind 5,4 % mehr als 2005. Die so genannten energiebedingten CO2-Emissionen – also die Emissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger – erhöhten sich unwesentlich. Sie gingen um etwa eine Million Tonnen nach oben: Das sind 0,1 % mehr als 2005. UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge sagte: „Der europaweite Wirtschaftsaufschwung wird den Kohlendioxidausstoß weiter erhöhen. Wir müssen daher beim Klimaschutz zulegen.“

Die energiebedingten CO2-Emissionen entstehen in stationären und mobilen Verbrennungsprozessen in der Wirtschaft und in Privathaushalten – dies reicht von der Großfeuerungsanlage zur Stromerzeugung über die Raumwärmeerzeugung für private Haushalte bis zur Verbrennung in den Motoren der Pkw und Lkw. Änderungen im Brennstoffmix zur Stromerzeugung erhöhten in der Gesamtbilanzierung die CO2-Emission um 0,1 %.

Bei den Emissionen aus Industrieprozessen wirkte sich das eingetretene Wirtschaftswachstum deutlich aus: In allen, für die CO2-Emissionen relevanten Industriebranchen – etwa der Metall erzeugenden Industrie oder der chemischen Industrie –, stiegen die Produktionsmengen teilweise stark an und damit der CO2-Ausstoß.

Hervorzuheben ist, dass gegenüber 2005 der Einsatz der erneuerbaren Energieträger – vor allem Biomasse und Windenergie – 2006 um 13,5 % stieg. Nach ersten Berechnungen vermied dieser Zuwachs etwa 11 Mio. Tonnen CO2.

Diese ersten Berechnungen des UBA basieren auf Angaben der Veröffentlichungen zum „Primärenergieverbrauch 2006“ der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sowie zum „Bruttoinlandsprodukt 2006 für Deutschland“ des Statistischen Bundesamtes. Das UBA ermittelte die Emissionen mit Hilfe vereinfachter Berechnungsverfahren. Ergebnisse des Emissionshandels liegen für 2006 noch nicht vor und sind in die Berechnungen nicht eingeflossen. Verbesserte Aussagen – auch mit Angaben zu den verschiedenen Emittentengruppen – sind voraussichtlich erst nach der Veröffentlichung detaillierter Angaben zum Energieverbrauch Mitte dieses Jahres möglich.

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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02. April 07 - Klimawandel kostet die deutsche Volkswirtschaft Milliarden
Die Anzahl und Intensität von extremen Klimaereignissen werden auch in Deutschland weiter zunehmen; dies führt zu erheblichen volkswirtschaftlichen Schäden und zu erhöhten Anpassungs- und Energiekosten.

Sollte keine nennenswerte Intensivierung des Klimaschutzes erreicht werden, können sich die durch den Klimawandel insgesamt verursachten Kosten bis zum Jahr 2100 auf fast 3.000 Mrd. Euro belaufen. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Wochenberichts Nr. 11/2007 des DIW Berlin.

Falls die globale Oberflächentemperatur bis zum Jahr 2100 um bis zu 4,5°C steigt, entstünden dadurch in Deutschland bereits bis zum Jahr 2050 Kosten von insgesamt knapp 800 Mrd. Euro. Allein die durch Klimaschäden verursachten Kosten betrügen rund 330 Mrd. Euro. Die erhöhten Energiekosten beliefen sich auf knapp 300 Mrd. Euro, wovon die privaten Haushalte einen großen Teil tragen müssten. Die Kosten für die Anpassung an den Klimawandel lägen bei knapp 170 Mrd. Euro. Der Klimawandel würde damit in den kommenden 50 Jahren durchschnittlich zu realen gesamtwirtschaftlichen Wachstumseinbußen von bis zu 0,5 Prozentpunkten pro Jahr führen.

Die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels in den kommenden 50 Jahren betreffen in Deutschland fast alle Wirtschaftsbereiche: Der Land- und Forstwirtschaft entstehen, unter anderem für eine erhöhte Wasserbereitstellung, Kosten von bis zu 3 Mrd. Euro. Eine globale Temperaturveränderung um 1°C würde dazu führen, dass etwa 60 % der heutigen Wintersportgebiete in Deutschland keinen Schnee mehr aufweisen. Auf die Tourismusindustrie kommen Anpassungskosten von bis zu 11 Mrd. Euro zu. Die Kosten für Schäden durch den Klimawandel liegen bei bis zu 19 Mrd. Euro. Mit zunehmender Temperatur treten Krankheiten auf, die es bisher nur in tropischen oder subtropischen Gebieten gibt. In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts führt der Anstieg der Temperatur zu einer deutlichen Zunahme der Hitzebelastung. Dies führt verstärkt zu hitzebedingten Sterbefällen und zu einem deutlichen Leistungsabfall der Beschäftigen. Für den Gesundheitssektor können so zusätzliche Kosten in Höhe von bis zu 61 Mrd. Euro entstehen. In der Energiewirtschaft kann eine Verknappung des Angebots zu erhöhten Energiekosten führen. Aufgrund von Niedrigwasser in Flüssen wird nicht genügend Wasser für die Kühlung der Kraftwerke vorhanden sein. Stürme oder extreme Eislasten können zudem die Energieinfrastruktur und die Ölförderung beeinträchtigen. Durch eine Energiepreiserhöhung um 20 % entstehen volkswirtschaftliche Kosten von bis zu knapp 130 Mrd. Euro. Versicherungsunternehmen werden durch die Zunahme extremer Klimaereignisse und durch die dadurch verursachten Kosten belastet. Insbesondere bei großen Rückversicherungsunternehmen fallen in den kommenden 50 Jahren zusätzliche Kosten von bis zu 100 Mrd. Euro an.

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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23. März 07 - EEG-Novelle voraussichtlich erst Anfang 2009
Das novellierte EEG wird voraussichtlich erst Anfang 2009 Gesetzeskraft erlangen. Grund dafür sei die geplante Einbindung des EEG in das Umweltgesetzbuch (UGB), das zu diesem Zeitpunkt in Kraft treten soll, bestätigte jetzt ein Sprecher des Bundesumweltministeriums.

Konkret bedeutet dies, dass die bisherigen Einspeisevergütungen und Degressionen bis Ende 2008 Gültigkeit haben. Die EEG-Novelle selbst soll noch im vierten Quartal 2006 abgeschlossen werden, sagte der BMU-Sprecher weiter.

Quelle: DJG/hil/aul/apo


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12. März 07 - Überprüfung des EEG soll vorgezogen werden
Bereits ab April 2007 will sich Berlin mit der Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auseinandersetzen. Damit wird der bisherige Zeitplan um einige Monate vorgezogen. Das kündigte Karin Freier, zuständige Referatsleiterin im Bundesumweltministerium (BMU) anlässlich des 22. Symposiums für Photovoltaische Solarenergie an, das vom 07. bis zum 09. März in Bad Staffelstein stattfand. Grund sei die Neuregelung des Umweltrechtes in einem Umweltgesetzbuch (UGB), durch das die stark zersplitterte Aufgabenteilung zwischen Bund und Länder neu geregelt werden soll. "Da im Herbst der Referentenentwurf für das neue UGB vorliegen muss, sollen die Änderungen, die sich aus der Überprüfung des EEG ergeben, bereits einbezogen werden", so Freier. Sie betonte auf der Veranstaltung nochmals, dass die Koalition grundsätzlich an den im EEG festgeschrieben Förderungen festhalten wolle.


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09. März 07 - Europäer wollen Klima gemeinsam retten
Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich am Freitag in Brüssel darauf, den Ausstoß von Treibhausgasen mittelfristig um ein Fünftel zu verringern, wie Diplomaten mitteilten. Bis zu diesem Zeitpunkt will die EU auch ein Fünftel der Energie klimafreundlich aus Wasser- und Windkraft sowie Sonne und Biomasse gewinnen. Die Ziele sind bindend. Damit hat sich auf ihrem ersten Gipfel als EU-Ratspräsidentin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Ringen um einen wirksamen Klimaschutz durchgesetzt.


Die EU-Mitgliedstaaten haben sich damit darauf verpflichtet, 20 % erneuerbarer Energien im EU-Durchschnitt im Jahr 2020 zu erreichen. Im selben Zeitraum wollen sie den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um ein Fünftel verringern. Darüber gab es auf dem Gipfel heftige Diskussionen.


Besonders Frankreich und die neuen EU-Mitgliedstaaten um Polen und Tschechien hatten sich bis zuletzt gegen verbindliche Ziele gesperrt. Frankreichs Präsident Jacques Chirac drang darauf, neben einer Vorgabe für erneuerbare Energien auch die Atomenergie als klimafreundlich zu würdigen. Merkel bestand darauf, dass die Ziele für die erneuerbaren Energien und die Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid (CO2) getrennt voneinander behandelt werden. "Kernenergie ist keine erneuerbare Energie." "Es gab nur zwei oder drei Länder, die gegen verbindliche Ziele waren", verlautete aus Teilnehmerkreisen. Tschechien und die Slowakei hätten erklärt, sie könnten unmöglich 20 % erneuerbare Energien erreichen. Der EU-Gipfel solle in seinem Schlussdokument auf "legitime Sorgen" einzelner Länder eingehen, hieß es. Derzeit liegt der EU-weite Anteil erneuerbarer Energien lediglich bei 6,4 %.

Merkel sicherte in der Diskussion zu, dass die EU-Kommission bei der jetzt folgenden Ausarbeitung konkreter Umsetzungsvorschläge auf eine gerechte Lastenverteilung auf die einzelnen Länder achten werde. "Es hat eine breite Einigkeit zur Substanz unserer Vorschläge gegeben, darüber bin ich sehr glücklich", sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Es habe eine "sehr konstruktive Diskussion" gegeben. Zahlreiche Regierungschefs wiesen auf die sehr unterschiedlichen Ausgangslagen ihrer Länder hin. In manchen sei etwa die Gewinnung von Bioenergie erheblich schwieriger als in anderen. Die Festlegung der Energiequellen eines jeden Landes - etwa auch des Anteils an Atomenergie - müsse nationale Angelegenheit bleiben. Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt fügte hinzu, dass die Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 20 % im geplanten Schlussdokument nicht mit Hilfe der Atomenergie erreicht werden solle. Polen wünschte außerdem eine klare Aussage zur Solidarität bei Versorgungskrisen.

Quelle: (nz/dpa)


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22. Februar 07 - Nur 13 Jahre zur Entschärfung der Klima-Bombe
Die Menschheit hat nicht einmal mehr 13 Jahre Zeit, um eine unumkehrbare Klimakatastrophe durch die rasche Einführung effizienter Technologien zu verhindern. Dies geht aus dem noch unveröffentlichten dritten Teil des Weltklimaberichtes der Vereinten Nationen hervor.

Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht spätestens bis zum Jahr 2020 substanziell abnähme, werde die Erderwärmung unumkehrbare Prozesse wie das Abschmelzen der Eisschilde in Grönland und die Übersäuerung der Ozeane in Gang setzen. 16 Billionen Dollar (12,16 Billionen Euro) sollen bis 2030 vornehmlich in CO2-arme Technologien gesteckt werden.

Aber die Weltgemeinschaft dürfe sich nicht mehr nur auf klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) konzentrieren. Stattdessen müsse eine «Multi-Gas-Strategie» auch die Zunahme von Methan, Lachgas und anderer Treibhausgase in der Atmosphäre eindämmen. Damit seien nicht mehr nur Autos und Kraftwerke im Fadenkreuz der Klimaforscher, hieß es.

Die Klima-Killer Methan und Lachgas stammen zu einem Großteil aus Viehhaltung, Nassreisanbau beziehungsweise Stickstoffdüngung in der Landwirtschaft. Enorme Mengen Methan könnten auch freigesetzt werden und die Erdatmosphäre weiter aufheizen, wenn die Permafrostböden der Arktis auftauen. Wenn diese Treibhausgase stärker reduziert werden sollen, seien vor allem auch Entwicklungs- und Schwellenländer in der Pflicht.

Den Forschern zufolge sollte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau von höchstens 420 Anteilen pro einer Million Luftmoleküle (ppm) stabilisiert werden. Aktuell betrage dieser Wert aber schon 383 ppm, und jährlich kämen aktuell 2,5 hinzu. Die Warnung des Klimarates: Die Zielmarke sei «nur in den stringentesten Szenarien» noch zu erreichen - und damit ein Stopp der globalen Erwärmung bei maximal zwei Grad Celsius. Ein Überschreiten dieser Temperaturschwelle muss nach Ansicht vieler Klimaforscher vermieden werden, weil die Folgen des globalen Wandels dann unbeherrschbar würden. Die Autoren der insgesamt sechs Studien nennen Werte zwischen 48 und 86 %, um die der Gasausstoß bis 2050 im Vergleich zu 2000 gedrosselt werden müsste.

Das von den Vereinten Nationen beauftragte Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) schlägt ein ganzes Bündel von Maßnahmen vor. Dazu gehören der verstärkte Einsatz von Biokraftstoffen, Hybridfahrzeuge, neue Atomkraftwerke, aber auch die Umstellung des Reisanbaus auf Sorten, die nicht mehr im Wasser wachsen müssen, wodurch weniger klimabelastendes Methan erzeugt wird.

Beim Kohlendioxid «sind die mittleren jährlichen Zuwachsraten im Zeitraum von 2000 bis 2005 höher als in den 90er Jahren», schreiben die IPCC-Autoren. Sie legen dar, dass der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen seit 1970 um mehr als 50 % zugenommen hat. Die Emissionen von CO2 sind seither sogar um rund zwei Drittel gestiegen. Knapp 60 % Anteil haben daran die Industrieländer - obwohl sie nur ein Fünftel der Weltbevölkerung stellen.

Mit dem ersten Teil des Weltklimaberichtes hatte das von den Vereinten Nationen beauftragte IPCC Anfang Februar eine globale Diskussion ausgelöst. Während im ersten Teil die Erkenntnisse über die physikalischen Grundlagen des Klimawandels dargelegt wurden, trägt der dritte Teil wissenschaftliche Erkenntnisse darüber zusammen, wie sich die Folgen des Klimawandels abmildern lassen. Er soll Anfang Mai vorgelegt werden.

Quellen: N24.de, dpa


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02. Februar 07 - Dramatische Studie des Weltklimarates
Die Temperaturen auf der Erde werden bis zum Jahr 2100 wahrscheinlich mehr als doppelt so schnell steigen wie im vergangenen Jahrhundert. Dies geht aus einem UN-Bericht hervor, der am Freitag in Paris vorgestellt wurde. Der Klimawandel «ist eindeutig, vom Menschen verursacht und wird sich selbst bei einer Stabilisierung des Treibhausgasausstoßes Jahrhunderte fortsetzen», heißt es in der Studie des Weltklimarates (IPCC).

«Die Beweise liegen nun auf dem Tisch, jetzt muss die Weltgemeinschaft endlich handeln», sagte der Leiter des UN-Umweltprogramms, Achim Steiner, bei der Vorstellung des Berichtes. Wer nun noch untätig bleibe, werde als verantwortungslos in die Geschichte eingehen. «Der Klimawandel ist die Herausforderung des Jahrhunderts.»

Die Forscher prognostizieren eine Erwärmung bis zu 6,4 Grad in diesem Jahrhundert. Zwei Grad gelten als Grenzwert, nach dessen Überschreitung die Klimamaschine möglicherweise nicht mehr zu stoppen wäre. Im vergangenen Jahrhundert erwärmte sich die Erde um 0,8 Grad.

Der Meeresspiegel steigt demnach bis 2100 zwischen 18 und 59 Zentimetern an. Weitere zehn bis 20 Zentimeter seien möglich, wenn das schnelle Abschmelzen des Polareises fortschreite.

Bereits die seit Jahren beobachtete Erwärmung des Klimasystems ist nach Angaben des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ohne Beispiel. Elf der vergangenen zwölf Jahre seien unter den zwölf wärmsten seit dem Beginn der Aufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts, heißt es in dem UN-Report. Sechs Jahre Arbeit an der Studie liegen hinter dem UN-Klimarat.

In den nächsten zwei Jahrzehnten steigt die Temperatur laut IPCC alle zehn Jahre um 0,2 Grad. Selbst wenn die Konzentration der Treibhausgase im Jahr 2000 auf dem damaligen Stand eingefroren worden wäre, wäre ein Temperaturzuwachs von 0,1 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu erwarten, hieß es in Paris.

An der Urheberschaft des Menschen haben die Wissenschaftler kaum noch Zweifel. Die Veränderungen in der Atmosphäre und den Weltmeeren sowie der Verlust von Packeis seien ohne äußere Einwirkung nicht zu erklären. «Es ist keine Frage, dass die Zunahme des Treibhausgases auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist», sagte die Klimaforscherin Susan Solomon, die die US-Regierung in dem Gremium vertritt. Im Text heißt es, es sei «sehr wahrscheinlich», dass diese Entwicklung nicht allein auf natürliche Ursachen zurückzuführen sei.

Die Erderwärmung werde noch hunderte Jahre weitergehen, selbst wenn die Konzentration der Treibhausgase stabilisiert werden könnte, heißt es in der Studie. Bei einem sofortigen Emissionsstopp, der wegen des Energiebedarfs der wachsenden Weltbevölkerung kaum möglich scheint, sei noch mit einem Anstieg um 0,6 Grad zu rechnen, auch dann würde der Meeresspiegel noch «mehrere Jahrhunderte steigen».

Die Forscher machen den Treibhauseffekt bereits jetzt dafür verantwortlich, dass es mehr heiße Tage und weniger kalte Nächte gibt, dass sich Hitzewellen, Überflutungen und Dürren häufen und dass Wirbelstürme insbesondere über dem Atlantik immer stärker werden. UNEP-Chef Steiner erhofft sich von dem Bericht eine historische Zäsur. «Die Frage der Urheberschaft stellt sich nicht mehr. Die Aufmerksamkeit muss sich jetzt darauf richten, den Klimawandel zu bekämpfen», sagte er in Paris. Wer jetzt nicht handele, werde als verantwortungslos in die Geschichtsbücher eingehen.

Nahe am Meer gelegene Städte wie Rostock, Hamburg und Kiel werden nach Ansicht des Klimaexperten Hermann Ott auf lange Sicht unbewohnbar werden. Grund dafür sei das Abschmelzen der Polkappen und der damit verbundene Anstieg des Wasserspiegels, sagte der Wissenschaftler vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie.

Um die Erwärmung noch abzumildern, müsse der Verbrauch an den fossilen Brennstoffen Öl, Gas und Kohle drastisch gesenkt und bis zum Jahr 2050 auf Null zurückgefahren werden. Dafür sei ein Abschied von veralteten Technologien wie dem Verbrennungsmotor erforderlich. «Den absolut größten Fußabdruck hinterlässt der Mensch durch das Fliegen, den Autoverkehr und das Fleischessen.» Wenn es gelinge, diese Verhaltensweisen einzuschränken, sei schon viel getan, um den Klimawandel aufzuhalten.

Der globale Klimawandel ist nach Worten des früheren Direktors des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, nicht mehr abwendbar. «Ein bestimmter Klimawandel findet ja schon statt, der ist nicht mehr aufzuhalten», sagte Töpfer, der im Rat für nachhaltige Entwicklung die Bundesregierung berät, in einem WDR-Interview. «Wir sehen die Indikatoren. (...) Wir sehen, wie das Eis schmilzt, wie die Gletscher geringer werden. (...) Wir sehen die Veränderung der Wettersituation und vieles mehr.» Der in Paris vorgestellte 4. Bericht des UN-Klimarats IPCC bestätige in vollem Umfang, was die Klimaforscher bisher erarbeitet hätten.

Die Aufgabe laute nun, die globale Erwärmung durch drastische Einschnitte bei der Emission von Treibhausgasen auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. «Wenn das erreicht wird, gibt es zwar erhebliche Konsequenzen, aber das wäre sicherlich, so die Wissenschaftler, noch zu bewältigen.»

Mit dem gegenwärtigen Verhalten sei dies allerdings nicht zu erreichen, mahnte der ehemalige Bundesumweltminister. Der neue Weltklimabericht sei ein sehr nachhaltiger Warnruf. «Wer jetzt noch nicht wach ist, der muss sich fragen, was denn eigentlich passieren muss, damit man den Ernst der Lage erkennt.»

Quellen: N24.de, AP, dpa


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01. Februar 07 - Energieverbrauch in Deutschland 2006 leicht angestiegen
Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2006 leicht angestiegen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) berechnete einen Zuwachs von 1,2 % auf 493,6 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE), das entspricht 14 464 Petajoule (PJ), gegenüber dem Vorjahr. Gebremst wurde der Zuwachs durch die milde Witterung in den letzten Monaten des Jahres sowie das hohe Preisniveau.

Die deutsche Energieversorgung ist weiterhin durch einen breiten Energiemix gekennzeichnet. 2006 konnten nach ersten Berechnungen der AGEB die erneuerbaren Energieträger ihren Anteil auf 5,3 % (Vorjahr: 4,7 %) ausweiten.

Beim Mineralöl standen einem deutlich höheren Verbrauch von Diesel, Heizöl und Flugbenzin Verbrauchsrückgänge bei Ottokraftstoffen und Chemiebenzin gegenüber. Insgesamt erhöhte sich der Mineralölverbrauch um 0,2 % auf 176,2 Mio. t SKE. Mit einem Anteil von über 35 % bleibt Mineralöl der mit Abstand wichtigste Energieträger in Deutschland. Förderlich für den Mineralölabsatz waren der aus steuerlichen Gründen vorgezogene Heizöleinkauf vieler Verbraucher sowie die fallenden Preise im letzten Quartal.

Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 112,6 Mio. t SKE. In der Stromerzeugung stieg der Erdgaseinsatz kräftig um rund 4 %. Auch die Industrie verbrauchte mehr Erdgas als im Vorjahr. Die Auswirkungen der kalten Witterung in den ersten vier Monaten und des ungewöhnlich milden letzten Quartals auf den Bedarf an Raumwärme glichen sich in etwa aus, sodass der Erdgasverbrauch im Bereich Haushalte und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen auf Vorjahresniveau lag.

Der Verbrauch von Steinkohlen lag mit 64,0 Mio. t SKE um 1,7 % über dem Vorjahr. Zu dieser Entwicklung trugen sowohl die höhere Nachfrage der Elektrizitätswirtschaft als auch der Stahlindustrie bei. Der Braunkohlenverbrauch war wegen geringerer Kraftwerksverfügbarkeit mit 53,7 Mio. t SKE um 1,5 % niedriger als im Vorjahr. Die Stromerzeugung in den Braunkohlenkraftwerken verringerte sich entsprechend. Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,7 %.

Der Beitrag der Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen stieg insgesamt um rund 9 %. Die Stromerzeugung aus Windenergie nahm um 12 %, diejenige aus Wasserkraft um etwa 4 % zu. Der Verbrauch von sonstigen Energieträgern stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 %. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch belief sich 2006 auf 5,3 % gegenüber 4,7 % im Vorjahr.

Quelle AGEB


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24. Januar 07 - Potenzialstudie zu Biomasse
Eine Studie des Biomasse Info-Zentrums der Uni Stuttgart geht davon aus, dass bis zu 10 % des Energiebedarfs in Deutschland durch Biomasse gedeckt werden kann. Aktuell beträgt der Anteil von Biomasse am Energiemix lediglich 1 %. Das vorhandene Potential der CO2-neutralen Brennstoffe bleibt weitgehend ungenutzt.
Dennoch werfen die Entwicklungen der vergangenen Jahre ein positives Licht auf den Biomassesektor, gerade wenn es um die energetische Verwertung von Holz geht. Viele Hauseigentümer haben auch aufgrund der steigenden Preise fossiler Energieträger auf die Beheizung mit Holz umgestellt. Doch nicht nur Kleinanlagen stellen eine wirtschaftlich sinnvolle Geldanlage dar, auch für Unternehmen bieten sich hier interessante Investitionsmöglichkeiten.


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18. Januar 07 - Wärmegesetz noch in der ersten Jahreshälfte?
Als wichtigstes Thema für 2007 steht dabei die Förderung von Wärme aus Erneuerbaren Energien auf der Agenda von Koalitions- und Oppositionsfraktionen. Die Union möchte die Diskussion über die Förderung von Wärme aus Erneuerbaren Energien weiterführen, so Dr. Michael Meister stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag auf dem vor kurzem stattgefundenen Neujahrsempfang der Erneuerbaren-Energien-Branche in Berlin. Ulrich Kelber, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, stellte das Wärmegesetz sogar noch für die erste Jahreshälfte 2007 in Aussicht. Die Branche benötige hier schnellstmöglich Planungs- und Investitionssicherheit. Auch die FDP-Bundestagsfraktion setzt nach den Worten ihres umweltpolitischen Sprechers Michael Kauch einen Schwerpunkt auf die zügige Verabschiedung eines Wärmegesetzes.

Professor Klaus Töpfer, Hauptredner des Abends, erinnerte an den Bericht des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicolas Stern. "Nicht handeln ist das Teuerste, was wir uns leisten können,“ so Töpfer. Mit Blick auf den Klimawandel und die Abhängigkeit von Energieimporten forderte er deshalb vor rund 700 Gästen die Vertreter von Politik und Wirtschaft auf, alle Kraft in den weiteren zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu stecken.

Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie: "Die Bundeskanzlerin hat am Wochenende Alternativen zur Atomkraft gefordert. Wir haben sie." Ein Grund für dieses Selbstbewusstsein liegt in der guten Bilanz des vergangenen Jahres. Für die Erneuerbaren Energien war 2006 ein neues Rekordjahr mit dem bisher größten Wachstum in der Geschichte der Branche. So stieg ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch von 10,5 % Ende 2005 auf jetzt 11,6 %. Der Anteil! am deutschen Kraftstoffverbrauch beträgt nunmehr 5,4 % (2005: 3,6), der Anteil am deutschen Wärmeverbrauch 6,2 Prozent (2005: 5,9).

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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11. Januar 07 - Rekordtief bei Ölpreisen
Die Ölpreise sind derzeit nach Angaben des Bundes der Energieverbraucher in Rheinbreitbach (Rheinland-Pfalz) auf dem tiefsten Stand seit Juni 2005. Am billigsten ist Heizöl in Hamburg zu haben, wo bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern 100 Liter 50, 20 Euro kosten.
Am teuersten ist Heizöl noch in Sachsen-Anhalt, wo für 100 Liter 52,19 Euro berechnet werden. Doch selbst dieser Preis ist deutlich günstiger als in den Wochen zuvor.
Ein Grund für das Rekordtief sind den Angaben zufolge Entwicklungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Auch das ungewöhnlich warme Wetter wirke sich auf den Heizölverbrauch und somit auf die Bevorratung aus. Zudem sei der Pipeline-Streit zwischen Russland und Weißrussland beigelegt worden, so dass nun wieder russisches Öl in den deutschen Raffinerien ankommt.
Nach Einschätzung von Aribert Peters macht es aber keinen Sinn, auf weiter fallende Ölpreise zu spekulieren und mit dem Nachbestellen noch länger zu warten. Die Prognosen der Marktexperten gingen wieder von steigenden Ölpreisen aus.

Quelle: Bund der Energieverbraucher


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11. Januar 07 - Integriertes Energie- und Klimapaket der EU
Die Europäische Kommission hat ein umfassendes Paket für eine energiepolitische Strategie für Europa vorgelegt. Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sollen dadurch verbessert werden. Die Abhängigkeit Europas von Energieimporten steigt bis 2030 von heute 50 % auf 65 %.

Kernpunkte der Strategie sind:
  • Kürzung der CO2-Emissionen bis 2020 um 20 % bezogen auf 1990, alle Industriestaaten sollten sich auf eine Minderung um 30 % bis 2020 einigen,

  • Steigerung der Energieeffizienz um 20 % bis 2020,

  • Erneuerbare Energien sollen bis 2020 einen Anteil von 20 % beitragen, Biomasse 10 %,

  • Entflechtung der Energiekonzerne, um neuen Anbietern Chancen zu bieten und Investitionsblockaden zu beseitigen.


Der globale Temperaturanstieg muss auf zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt werden.

Die EU verfolgt eine Low-carbon-Strategie. Sie setzt dabei auf marktwirtschaftliche Instrumente des Emissionshandels.

Die Entscheidung für oder gegen Kernkraft der einzelnen Mitgliedsstaaten wird von der EU respektiert. Jedoch sollten sich Ausstiegsländer über die Konsequenzen für die CO2-Emissionen im Klaren sein.

Die Kommission hat sehr umfangreiche Berichte zu den einzelnen Themenbereichen vorgelegt.

Zeitgleich legte die Kommission auch den Ergebnisbericht der Sector-Inquiry des Energiesektors vor. Die Wettbewerbskommisarin Neelie Kroes: Dieser Bericht dürfte für viele Energiegesellschaften ein unerfreuliche Lektüre sein. Zu geringe Investitionen- vor allem in die Netze- sind weit verbreitet und die Verbraucher sind die Leittragenden. Die Kommission wird den Rechtsrahmen so verbessern, dass die Verbraucher wirklich von der Liberalisierung profitieren".

Bis Mitte des Jahres sollen konkrete Richtlinienvorschläge zu den Themen erarbeitet werden. Dabei sollen auch die Ergebnisse von Studien berücksichtigt werden, die einzelne Strategien vergleichend bewerten ("Impact Assesment Studies"). Diese Vorschläge werden dann den zuständigen Gremien zur Beschlussfassung zugeleitet.

Quelle: Bund der Energieverbraucher


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09. Januar 07 - Neues Marktanreizprogramm
Mit den Mitteln aus dem Marktanreizprogramm können Investitionen von rund zwei Milliarden Euro im privaten und gewerblichen Bereich ausgelöst werden. Die neue Förderrichtlinie legte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gestern in Berlin vor. „Das Marktanreizprogramm setzt zusammen mit dem Gebäudesanierungsprogramm den besten Anreiz für Investitionen in innovative Energietechnologien im Wärmemarkt. In diesem Jahr haben wir die Mittel auf einen neuen Rekordbetrag aufgestockt. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und sorgt zudem für neue Arbeitsplätze gerade im Handwerk“, sagte Gabriel.

Mit dem Marktanreizprogramm werden Investitionen in innovative Technologien erneuerbarer Energien im Wärmebereich durch Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen unterstützt. In der neuen Richtlinie sind die Einzelheiten der Förderung von Solarkollektoren, Biomassekesseln, Biomasse- und Geothermie-Heizkraftwerken und Nahwärmenetzen geregelt. Die Förderrichtlinie tritt nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger voraussichtlich Mitte Januar in Kraft. Für private Antragsteller ist das Programm damit geöffnet. Für freiberufliche und gewerbliche Antragsteller findet die Richtlinie erst nach Genehmigung durch die Europäische Kommission Anwendung.

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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08. Januar 07 - EU stellt Aktionsplan für Biomasse auf
Schon heute stellt Biomasse in vielfältiger Form den wichtigsten Beitrag erneuerbarer Energien in Europa dar. Nun hat die EU mit dem Aktionsplan Biomasse einen wichtigen Schritt zur EU-weiten Koordination aller Anstrengungen zum weiteren Ausbau der Biomassenutzung getan. Die Ziele sind hoch gesteckt: Verdoppelung der energetischen Biomassenutzung in Europa schon in etwa 10 Jahren sowie die Voraussetzung schaffen für weitere Steigerungen ab 2020. Nicht nur Klimaschutz und ein besserer energetischer Selbstversorgungsgrad sollen damit voran gebracht werden. Auch die Entwicklung in den ländlichen Räumen Europas hat man mit diesem Programm im Auge.

Quelle: Der Newsletter für erneuerbare Energien und Energieeffizienz - Ausgabe 63


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08. November 06 - Klimawandel bedroht wirtschaftliche Entwicklung
Zum gerade veröffentlichten Bericht des Chefökonomen der britischen Regierung, Sir Nicholas Stern, ("Stern Review") erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Der Bericht bestätigt aus volkswirtschaftlicher Sicht: Der Klimawandel bedroht unsere wirtschaftliche Entwicklung. Wir müssen jetzt handeln - auf nationaler und internationaler Ebene. Die nächsten 10 bis 15 Jahre entscheiden darüber, ob wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch verhindern können oder sie unseren Kindern und Enkeln einfach zumuten. Wir müssen daher alles daransetzen, dass wir eine globale Erwärmung von 2° Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau verhindern.

Je früher wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden, desto geringer fallen die Kosten aus. Wir müssen noch viel deutlicher machen, dass wir sogar enorm davon profitieren werden, wenn wir unsere Gesellschaft klimaverträglicher und damit zukunftsfest gestalten. Aktiver Klimaschutz stärkt unsere Wirtschaftskraft, schafft Arbeitsplätze und bietet Unternehmen enorme zusätzliche Exportchancen. Wer auf klimafreundliche Energietechnologien, den effizienten Einsatz von Energie und auf erneuerbare Energien setzt, hat die Nase vorn.

Klimawandel und Energieeffizienz werden im nächsten Jahr ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und G8-Präsidentschaft sein. Wir, die Industrieländer, deren verschwenderischer Umgang mit Ressourcen und Energie für den größten Teil der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, müssen zuerst zeigen, dass wirtschaftliches Wachstum mit weniger Energie- und Ressourcenverbrauch möglich ist.

Quelle: BMU Pressedienst Nr. 280/06


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28. September 06 - Erstes Feuer im ORC-Kraftwerk Mudau
Die eta Energieberatung GbR, Pfaffenhofen erhielt von der Bio-Energie Mudau den Auftrag zur Konzeption und Planung eines Biomasse-ORC-Heizkraftwerks und einer Holzpelletieranlage.

Nach nur 6-monatiger Bauzeit ist das Heizkraftwerk nun in Betrieb gegangen. Am 28. September 2006 heizten die Investoren zum ersten mal ein.


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21. September 06 - Neuer Rekord bei nachwachsenden Rohstoffen
Die Anbauschätzung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) für das Jahr 2006 vermeldet einen erneuten Rekord: Auf mehr als 1,56 Millionen Hektar bauen Deutschlands Landwirte in diesem Jahr Energie- und Industriepflanzen an. Mengenmäßig wichtigste Kulturart bleibt der Raps.

Noch nie wurden so viele Industriepflanzen seit Beginn der statistischen Erhebung produziert wie 2006: Heute gedeihen nachwachsende Rohstoffe auf 13 % der gesamten deutschen Ackerfläche, womit sie zum wichtigen wirtschaftlichen Standbein für die deutsche Landwirtschaft avancieren.

Nachwachsende Rohstoffe tragen damit nicht nur ganz erheblich zur Rohstoffbereitstellung u.a. für die Chemische Industrie bei, aus ihnen wird in Deutschland die mit weitem Abstand größte Menge an erneuerbaren Energien erzeugt.

Neben dem Raps, der mit 1,1 Mio. Hektar den beträchtlichsten Anteil an der Anbaufläche einnimmt und überwiegend in der Biodieselindustrie verarbeitet wird, konnten vor allem Energiegetreide und Energiemais im Jahresvergleich erheblich zulegen. Diese Energiepflanzen für die Ethanolherstellung und die Verstromung in Biogasanlagen wuchsen 2006 bereits auf rund 295.000 Hektar.

Im chemisch-technischen Bereich spielen Weizen, Kartoffeln und Mais für die Stärkeproduktion, Zuckerrüben, Arzneipflanzen sowie Lein- und Sonnenblumenöl für technische Anwendungen wie Schmierstoffe eine Rolle. Zudem wird Holz für konstruktive und energetische Zwecke in den über 11 Mio. Hektar Wald produziert.

Dass nachwachsende Rohstoffe auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleiben, davon ist die FNR überzeugt. Nicht nur steigende Preise für fossile Energien und Rohstoffe tragen dazu bei, auch ausreichend Fläche steht zur Verfügung: Studien zeigen auf, dass bis 2030 ca. vier Mio. Hektar Ackerfläche für Industrie- und Energiepflanzen in Deutschland frei werden, ohne Nahrungsmittelproduktion und Naturschutz einzuschränken.


Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.


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05. September 06 - Holzpellets- Branche blickt optimistisch in die Zukunft
Nie zuvor waren Holzpelletsheizungen beliebter. Das freut die Anbieter. Ihre positive Stimmung spiegelt sich im diesjährigen Branchenreport wider: Demnach erwarten fast 90 % der Hersteller und Händler ein Marktwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) und die Solar Promotion GmbH präsentieren die Ergebnisse des Branchenreports auf dem 6. Industrieforum Pellets, das am 10. und 11. Oktober in Stuttgart begleitend zur Fachmesse Pellets 2006 stattfindet.

Motiviert von der starken Nachfrage bauen die Pelletshersteller ihre Produktionskapazitäten für den gefragten Brennstoff aus. Vielerorts entstehen neue Werke. Die größten Produktionsstätten besitzen Fertigungskapazitäten von über 100.000 Tonnen pro Jahr . Nach einer Marktumfrage des DEPV überspringt die Produktionskapazität 2007 die Eine-Million-Tonnen-Marke. Damit könnten im kommenden Jahr dreimal mehr Pellets hergestellt werden als im vergangenen Jahr.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.


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21. August 06 - Langfristig weiter steigende Preise bei Strom, Gas und Öl
Strom, Erdgas und Rohöl werden nach Ansicht von Energieexperten in den kommenden fünf Jahren deutlich teurer werden. Geringer fällt dagegen in diesem Zeitraum der Preisanstieg für Kohle aus. Für die kommenden sechs Monate halten sich bei allen genannten Energieträgern die Erwartungen steigender und stagnierender Preise weitgehend die Waage. Ein Sinken der Preise für die genannten Energieträger erwartet dagegen kaum jemand. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle ZEW-Energiemarktbarometer, für das das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, halbjährlich rund 200 Experten aus Energieversorgungs-, -handels- und Dienstleistungsunternehmen zu ihren Erwartungen hinsichtlich der kurz- und mittelfristigen Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Energiemärkten befragt.

Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim


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01. August 06 - Neues Energiesteuer-Gesetz verabschiedet
Spätestens Anfang 2008 werden auch Biokraftstoffe besteuert. Das haben Bundestag und Bundesrat zum 1. August 2006 mit der Verabschiedung des neuen Energiesteuergesetzes beschlossen. Es löst u.a. das bisherige Mineralölsteuergesetz ab und regelt seitdem die Besteuerung aller Energieträger: Die neue Biodiesel-Steuer beträgt ab sofort 9 ct pro Liter, Pflanzenöle werden ab 2008 mit 10 ct pro Liter besteuert. Beide Spritarten sollen bis 2012 durch jährliche Anpassung einen Steuersatz von 45 ct pro Liter erreichen. Beigemischte Kraftstoffe werden, wie geplant, ab 2007 voll besteuert.


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27. Juli 06 - Solarstrom erstmals preiswerter als Atom-, Gas- und Kohlestrom
Solarstrom war gestern tagsüber erstmals preiswerter als der Bezug konventionellen Kraftwerksstroms an der Leipziger Strombörse. 200.000 Photovoltaikanlagen helfen die Versorgungslücke zu schließen.

Kühlwasserprobleme einiger Atom- und Kohlekraftwerke sowie der gestiegene Strombedarf aufgrund des verstärkten Einsatzes von Klimaanlagen haben zu einer Verknappung beim Stromhandel geführt und insbesondere die Preise für Spitzenlaststrom zeitweise explodieren lassen. Da die rund 200.000 in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen genau dann auf Hochtouren laufen, wenn einigen Großkraftwerken das Kühlwasser ausgeht, helfen sie zunehmend, die Versorgungslücke zu schließen.

Mit einem Handelspreis von 54 Cent je Kilowattstunde lag der Tagespreis für Spitzenlaststrom an der Leipziger Strombörse gestern erstmals über dem Erzeugungspreis von Solarstrom. Dieser wird im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) mit 40,6 bis 51,8 Cent je Kilowattstunde vergütet.

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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06. Juni 06 - Neues KWK-Gesetz im Bundestag verabschiedet
Das neue KWK-Gesetz stellt eine deutliche Erweiterung des bestehenden KWK-Gesetzes dar.

Die neuen Bestimmungen gelten für alle KWK-Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2008 und vor dem 31. Dezember 2016 in Dauerbetrieb gehen.

Wichtigste Änderungen sind:
- die bisherige Förderobergrenze von 2 MW wurde aufgehoben
- zukünftig ist der KWK-Zuschlag auch für den KWK-Strom zu zahlen, den der Betreiber der KWK-Anlage selbst verbraucht oder über „private“ Netze an seine Kunden liefert,
- KWK-Strom ist vom Netzbetreiber vorrangig abzunehmen und ist nun dem Strom aus EEG-Anlagen von der Wertigkeit gleich gestellt
- KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 kW erhalten für den erzeugten KWK-Strom einen Zuschlag von 5,11 Cent/kWh – und zwar zehn Jahre ab Aufnahme des Dauerbetriebes
– KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 2 MW erhalten einen Zuschlag von 2,1 Cent/kWh für 6 Betriebsjahre, maximal aber für 30 000 Volllastbetriebsstunden, für KWK-Anlagen des produzierenden Gewerbes ist der Förderzeitraum auf 4 Betriebsjahre (maximal 30 000 Volllastbetriebsstunden) begrenzt
– KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung ab 2 MW erhalten einen Zuschlag von 1,5 Cent/kWh (30.000 Volllastbetriebsstunden)
- BHKW-Anlagen einer höheren Leistungsstufe erhalten ähnlich wie beim EEG die höheren Vergütungssätze der unteren Leistungsstufe anteilig vergütet
- der Neu- und Ausbau von Wärmenetzen wird mit einem Zuschlag von bis zu 60 Euro pro Meter Trassenlänge gefördert

Weitere Informationen zum KWK-Gesetz erhalten Sie auf der eigens hierfür geschaffenen Internetseite www.kwkg-novelle.de.

Quelle: BHKW-Infozentrum GbR Rastatt


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24. Mai 06 - Witterung treibt Erdgasverbrauch in die Höhe
Der Energieverbrauch in Deutschland stieg in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um mehr als drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es handelt sich um den stärksten Zuwachs innerhalb der vergangenen zehn Jahre, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) auf der Grundlage vorläufiger Berechnungen.

Verantwortlich für den kräftigen Verbrauchsanstieg war die kalte Witterung. Am stärksten konnte das Erdgas von den kühlen Temperaturen profitieren; der Erdgasverbrauch stieg von Januar bis März um fast 13 Prozent.
Beim leichten Heizöl gab es ein Plus von knapp 11 Prozent. Der gesamte Mineralölverbrauch verminderte sich jedoch um etwa ein Prozent, infolge rückläufiger Absätze beim Ottokraftstoff um mehr als vier Prozent und beim Rohbenzin um fast 11 Prozent. Im Plus lagen Diesel mit zwei Prozent und das Flugbenzin mit fast sechs Prozent.
Der Verbrauch von Kohle und der Beitrag der Kernenergie zur Energiebilanz des ersten Quartals zeigten nur wenig Veränderung.
Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft verringerte sich um 12 Prozent.
Die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung brach witterungsbedingt um gut ein Drittel ein, obwohl allein 2005 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.800 Megawatt neu errichtet wurden.

Insgesamt wurden in Deutschland in den ersten drei Monaten rund 139 Mio. t Steinkohleneinheiten(Mio. t SKE) an Primärenergieträgern verbraucht.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.


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15. Mai 06 - Erneuerbaren Energien sparen Milliarden
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat im vergangenen Jahr Schäden von mindestens 2,8 Milliarden Euro vermieden. Das geht aus einem Gutachten hervor, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) und dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI, Karlsruhe) im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt wurde.

Dieser Wert liegt über dem Betrag, den die Förderung des Stroms aus Biomasse, Erdwärme, Fotovoltaik, Wasser und Wind durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gekostet hat - 2005 waren das laut Gutachten rund 2,4 Milliarden Euro. Beträchtlich sind zum Beispiel die von konventionellen Kraftwerken durch Luftschadstoffe verursachten Gesundheits- und Materialschäden sowie, in geringerem Umfang, landwirtschaftliche Ertragsverluste.

Im vorliegenden Gutachten wurde der aktuellen Stand des Wissens zu den externen Kosten der Stromerzeugung zusammengefasst und Handlungsempfehlungen zur Verwendung der vorliegenden Daten im energiepolitischen Kontext erarbeitet.

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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06. April 06 - Ergebnisse des Energiegipfels im Kanzleramt
Am Montagabend hatte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu einem Energiegipfel ins Kanzleramt eingeladen um über die Energie-Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und die neuen Energietechnologien zu diskutieren.

Auf Ihre Einladung trafen sich Spitzenvertreter der Energiewirtschaft, der industriellen und privaten Verbraucher, der erneuerbaren Energien, der Gewerkschaften, der Energieforschung und des Umweltschutzes mit der Bundesregierung zu einem nationalen Energiegipfel, auf dem die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die Energieversorgung und die Energiepolitik in Deutschland diskutiert wurden.

Neben der Bundeskanzlerin nahmen die Minister Glos und Gabriel sowie Ministerin Schavan an dem dreieinhalbstündigem Treffen teil. Der Energiegipfel bildet den Startschuss für die Erarbeitung des energiepolitischen Gesamtkonzeptes, das in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 vorgelegt werden soll.

Neben Fragen der Versorgungssicherheit im nationalen und internationalen Kontext, des Energiemix und der Stromversorgung beschäftigten sich die Gipfelteilnehmer mit den Themen Energieeffizienz sowie neue Energietechnologien einschließlich des Technologieexports. Die Gipfelteilnehmer waren sich darin einig, dass zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit ein ausgewogener, breit diversifizierter Energiemix und die Steigerung der Energieeffizienz auf der Angebots- und Nachfrageseite notwendig ist. Betont wurde auch die Notwendigkeit einer engen Abstimmung innerhalb der Europäischen Union und einer guten Zusammenarbeit mit den Liefer-, Transit- und Verbraucherländern. Diese Themen wird die Bundesregierung auch während ihrer EU-Ratspräsidentschaft und ihrer G8-Präsidentschaft in 2007 aufgreifen.

Die Vertreter der großen Energieversorgungsunternehmen einschließlich der kommunalen Stromwirtschaft sagten zu, bis zum Jahr 2012 neue Kraftwerke und Netze mit einem Investitionsvolumen von über 30 Mrd. Euro in Betrieb zu nehmen. Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe werden ebenfalls im Bereich der Weiterentwicklung und des Ausbaus der Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien erwartet.

Einigkeit bestand auch darin, dass Innovation und moderne Energietechnologien der Schlüssel für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung sind. Die Bundesregierung wird die Mittel des Bundes für Energieforschung und Innovation bis 2009 um mehr als 30 % aufstocken und so im Zeitraum von 2006 bis 2009 insgesamt 2 Mrd. Euro in neue Energietechnologien investieren. Sie erwartet auch von der Wirtschaft ein deutlich verstärktes Engagement.

Die Bundesregierung erklärte außerdem, zusammen mit der Wirtschaft ein Aktionsprogramm Energieeffizienz zu entwickeln. Um die zentralen Themen im Rahmen der Erarbeitung des energiepolitischen Gesamtkonzeptes weiter voranzubringen, wurde die Bildung von drei Arbeitsgruppen vereinbart, die sich mit internationalen Aspekten, nationalen Aspekten sowie mit Forschung und Energieeffizienz beschäftigen werden.

Quelle: Newsletter Haustechnik Dialog


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03. April 06 - Kartellamt untersucht überhöhte Strompreise
Obwohl die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom laut Angaben von RWE nur rund 2,4 Cent kostet, wird dieser Strom derzeit für rund 5,5 Cent gehandelt. Die Stromerzeuger verdienen daran jährlich etwa fünf Milliarden Euro zusätzlich. Die Stromerzeuger kalkulieren dabei nach eigenen Angaben auch den Wert der ihnen kostenlos zugeteilten Emissionszertifikate in ihre Preise ein.

Das Bundeskartellamt hat auf Beschwerde von industriellen Stromkunden ein Missbrauchsverfahren gegen E.ON und RWE eingeleitet. Am 30. März 2006 fand in Bonn eine öffentliche Anhörung des Bundeskartellamtes zu diesem Verfahren statt.

E.ON und RWE rechtfertigen sich auf der Anhörung damit, dass sie die zugeteilten Zertifikate an der Börse verkaufen oder selbst verwenden könnten. Die eigene Verwendung bedeutet also einen Verzicht auf die Veräußerung und damit entgangenen Gewinn. Die eigene Verwendung z.B. für die Stromerzeugung verteuert sich also um den entgangenen Veräußerungsgewinn – auch wenn die Zuteilung kostenlos war. Der Börsenpreis für Strom sei ein reiner Marktpreis, der sich durch Angebot und Nachfrage ergebe. Im übrigen habe man keine marktbeherrschende Stellung.

Die Beschwerdeführer beklagen, dass die Einpreisung nur möglich sei, weil es an der Börse keinen wirksamen Wettbewerb gebe. Auffallend sei eine Strompreissteigerung um 60% seit Beginn des Emissionshandels im März 2005: Von 3,3 Ct/kWh auf 5,5 Ct/kWh. Das sei Ergebnis gewinnmaximierenden Handelns marktbeherrschender Unternehmen.

Der Industrieverband VIK führte in seinem Statement zahlreiche Indizien dafür auf, dass der Stromwettbewerb nicht funktioniert:

  • 90% der Stromerzeugungskapazität wird von den vier Großen kontrolliert. Vergleichbare Unternehmen in anderen Branchen können die CO2-Zertifikate nicht einpreisen.

  • Der Strompreis verändert sich völlig losgelöst von den Brennstoffkosten.

  • Die Strombörse EEX bestimmt trotz einem relativ kleinen Marktanteil von ca. 15 % den gesamten Marktpreis.
    Strompreis ist durch die großen Vier beeinflussbar, die auf den Anbieter und Nachfragerseite tätig sind.

  • Die Preisbildung an der EEX-Spotmarkt ist sehr unvollkommen: Der Marktpreis reagiert auf geringste Schwankungen von Angebot oder Nachfrage sehr heftig.

  • Trotz hoher Spotpreise bestehen große ungenutzte Erzeugungskapazitäten: Durch Kapazitätszurückhaltung treibt man die Preise nach oben.

  • Die zurückgehaltenen Kapazitäten bringen auf dem Regelenergiemarkt zusätzliches Geld.


Die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten entspricht einer staatlichen Subvention von 13 Milliarden Euro (500 Mio. Zertifikate zu je 26 Euro je t CO2). Allerdings war eine solche Subvention nicht beabsichtigt. Und die Einpreisung der Emissionszertifikate verhindert die beabsichtigte Emissionsvermeidung. Denn der Handelswert der Zertifikate liegt fast dreimal höher als die Kosten der Emissionsvermeidung.

Die für die Stromversorger sprechenden beiden Professoren Ockenfels (EWI Köln) und Ströbele (Uni Oldenburg) rechtfertigten die Einpreisung mit der Theorie der Grenzpreise. Die Preise des jeweils teuersten Kraftwerks bestimmten den Gesamtpreis und dort seien die Emissionszertifikate reale Kosten, weil diese Zertifikaten auf dem Markt einen Wert hätten. Für den VIK waren das keine überzeugenden Argumente, weil die Preisbildung aufgrund der Monopolsituation ohnehin nicht der Grenzkostentheorie folgten. Auch seien für Wind- und Kernkraftwerke überhaupt keine Zertifikate notwendig.

Das Bundeskartellamt hat zu der Anhörung ein ausführliches Sachstandspapier vorgelegt. Wenn das Kartellamt beweisen kann, dass durch Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung die Strompreise über den Marktpreis getrieben wurden, dann kann es dagegen eine Missbrauchsverfügung erlassen. Dabei handelt es sich auch um das juristische Problem einer unwiderlegbaren Beweisführung. Allein die Tatsache eines Missbrauchsverfahrens hat eine Fülle von Tatsachen bekannt werden lassen, die von den betroffenen Unternehmen nicht widerlegt werden konnten. Der grobe Missbrauch von Marktmacht zum Vorteil der Versorgungskonzerne wurde ebenso deutlich wie die verheerende Wirkung überhöhter Strompreise auf die deutsche Wirtschaft. Am stärksten geschädigt sind jedoch die privaten Verbraucher.

Das Verfahren des Bundeskartellamtes ist deshalb von grundlegender Bedeutung, weil die Stromerzeugungspreise keinerlei staatlicher Kontrolle unterliegen und deren steiler Anstieg wegen der Monopolsituation nicht durch den Markt sondern nur durch die Kartellbehörden zu bremsen ist. Die Diskrepanz zwischen privater Vorteilsabschöpfung und volkswirtschaftlichen Verlusten ist politisch nicht mehr tragbar. Sie ist, wie die Anhörung gezeigt hat, auch rechtlich unhaltbar.

Quelle: Bund der Energieverbraucher


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22. März 06 - Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze
Der anhaltende Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland hat zu einem deutlichen Beschäftigungszuwachs geführt. Die Zahl der Arbeitsplätze in dieser Branche liegt inzwischen bereits bei etwa 170.000 - gegenüber 2004 (157.000 Beschäftigte) ein Plus von knapp zehn Prozent.

Grundlage der Zahlen ist ein Forschungsprojekt, das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart), der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS, Osnabrück) sowie vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart) im Auftrag des Bundesumweltministeriums bearbeitet wird.

Danach erscheint in Deutschland ein Anstieg der Beschäftigung auf dem Feld der Erneuerbaren Energien auf etwa 300.000 Arbeitsplätze im Jahr 2020 realistisch. Voraussetzung hierfür ist, dass der heimische Markt bei stabilen politischen Rahmenbedingungen weiterhin anhaltende Absatzchancen und Innovationsimpulse bietet. Allein im letzten Jahr dürfte der Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland Investitionen in einer Größenordnung von etwa 10 Milliarden Euro ausgelöst haben.

Zudem expandiert auch der Weltmarkt stark: Bis 2020 können die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien weltweit von derzeit etwa 40 Milliarden Euro auf 250 Milliarden Euro pro Jahr zunehmen. Die Arbeitsplatzeffekte in Deutschland hängen stark davon ab, wie die deutschen Unternehmen dieses Exportpotenzial nutzen können.

Bundesumweltminister Gabriel: "Die Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Marktanreizprogramms, eine deutliche Verstärkung der Forschungsaktivitäten bei den Erneuerbaren Energien sowie das jetzt in Angriff genommene regenerative Wärmegesetz werden dafür sorgen, dass hierfür in Deutschland auch in Zukunft günstige Rahmenbedingungen bestehen und wir unsere guten Chancen auf dem Weltmarkt nutzen können."

Eine noch deutlichere ökonomische Bilanz für die Erneuerbaren Energien ergibt sich, wenn die derzeit noch deutlich höheren Umweltschäden der konventionellen Energieerzeugung und Energienutzung (so genannte negative externe Effekte) verursachergerecht angelastet werden. Einer laufenden wissenschaftlichen Untersuchung für das BMU zufolge läge der volkswirtschaftliche Nutzen der erneuerbaren Energien dann allein in der Stromerzeugung bei einer Größenordnung von knapp 3 Milliarden Euro pro Jahr. Das ist mehr als die von den Stromabnehmern in Deutschland derzeit zu tragenden Mehrkosten des EEG (2005: rund 2,4 Mrd. Euro) und zeigt: Bei einer umfassenden ökonomischen Bewertung rechnen sich die Erneuerbaren Energien im Strombereich schon jetzt.

Zwischenergebnisse der Studie "Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt unter besonderer Berücksichtigung des Außenhandels" können aus dem Internet unter www.bmu.de oder www.erneuerbare-energien.de heruntergeladen werden. Dort finden sich auch wissenschaftliche Untersuchungen zu den langfristigen Perspektiven der Erneuerbaren Energien.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


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17. März 06 - EU will Energie sparen
Auf dem Sondertreffen des EU-Ministerrats zur Zukunft der europäischen Energieversorgung in Brüssel beschlossen die 25 EU-Staaten eine Einsparung von mindestens 9 % ihres Energieverbrauchs bis 2017.

Der Ministerrat verabschiedete eine Richtlinie, wonach jeder Mitgliedstaat eigene Programme zum Energiesparen auflegt. Endverbraucher sollen mehr Infos über ihre Energiekosten bekommen. Besonders sparsame Techniken und Geräte werden künftig mit Energie-Zertifikaten ausgezeichnet. Behörden sollen bei der Anschaffung von Fahrzeugen und in Gebäuden auf Energieeffizienz achten.

Mengenrabatte und andere Anreize zum höheren Verbrauch von Energie sollen abgeschafft werden. Die Rechnungen der Energieversorger sollen lesbarer und informativer werden: Die Kunden sollen ihren Verbrauch möglichst in grafischer Form mit dem Vorjahr vergleichen können und außerdem erfahren, was ein durchschnittlicher Verbraucher in ihrer Kundengruppe bezahlt. Die beschlossene Richtlinie zur Energieeffizienz enthält kaum zwingende Vorschriften und viele Soll-Bestimmungen.

Quelle: Bund der Energieverbraucher


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16. März 06 - Neuregelung der Energiesteuer
Das Bundeskabinett hat das "Gesetzes zur Neuregelung der Besteuerung von Energieerzeugnissen und zur Änderung des Stromsteuergesetzes" beschlossen.

Damit ist klar, dass die im Referententwurf geplante Absenkung der Stromsteuerfreigrenze von 2 MW auf 0,1 MW nicht kommen wird.

Pflanzenöl soll einem Steursatz von 0,10 € pro Liter unterliegen. Relevant ist dies jedoch hauptsächlich im Bereich des mobilen Einsatzes. Im stationären Bereich wird in der Praxis problemlos das 70 %-Nutzungsgradkrierium erfüllt und damit für die Mengen, die in einem BHKW zum Einsatz kommen eine Steuerbefreiung erreicht.

In der Land- und Forstwirtschaft verwendete reine Biokraftstoffe bleiben von der Steuer befreit.

Quelle: Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK)


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15. Februar 06 - Gasmarkt wird langsam liberalisiert
Ab 1. April 2006 können private Endkunden ihren Gaslieferanten theoretisch frei wählen. Dies soll mittelfristig zu mehr Wettbewerb und sinkenden Preisen führen.

Die schriftliche Zusage von sieben Erdgasversorgern nahm das Kartellamt am 14. Februar zum Anlass, das gegen sie eingeleitete Missbrauchsverfahren einzustellen.
Von dem Vorwurf überhöhter Endverbraucherpreise waren betroffen: E.ON Thüringer Energie, E.ON Avacon (Sachsen-Anhalt), RWE-Westfalen-Weser-Ems, Mitteldeutsche Gasversorgung (Mitgas), Spree Gas, Entega (Rhein-Neckar-Raum) und ein Eigenbetrieb der Thüga.
Das Verfahren geht auf eine Preisuntersuchung von über 700 Anbietern zurück, bei der eine Differenz von 40 Prozent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter aufgefallen war.

Die Erwartungen an signifikante Verbesserungen sind jedoch nach Meinung von Verbraucherverbänden zu dämpfen. Bis zum diskriminierungsfreien Netzzugang ab Oktober 2006, an dem die Bundesnetzagentur arbeitet, erfolge lediglich eine "Beistellung". Der neue Anbieter muss das Gas beim bisherigen Lieferanten kaufen und mit einem Rabatt an die Endkunden weitergeben.
Angesichts von 700 Gasversorgern mit Gebietsmonopol, der geringen Margen und der vergleichsweise hohen Risiken erwarten Branchenexperten keinen effektiven Konkurrenzdruck.

Maßgeblich für den Wettbewerb wird die Reaktion der Verbraucher sein. Denn nur wenn sie auch geringe Kostenvorteile zum Anbieterwechsel nutzen, gerät die Branche in Bewegung.


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30. Januar 06 - Primärenergieverbrauch knapp unter Vorjahresniveau
Mit insgesamt 486 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) oder 14.238 Petajoule lag der Verbrauch an Primärenergieträgern in Deutschland im vergangenen Jahr nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) um 1,3 % unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Sowohl der Konjunkturverlauf als auch das hohe Preisniveau hatten Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Das gegenüber dem Vorjahr unveränderte Temperaturniveau hatte hingegen kaum Einfluss. Bei einer um knapp 1 % erhöhten Wirtschaftsleistung konnte die Energieeffizienz erneut gesteigert werden.

Der Mineralölverbrauch verringerte sich 2005 in Deutschland um knapp 2 % auf 174,8 Mio. t SKE. Der Verbrauch an Ottokraftstoffen sank um 6 %, der von leichtem Heizöl fiel um fast 2 %. Demgegenüber blieb die Nachfrage nach Dieselkraftstoff nahezu konstant.

Kräftig um fast 7 % stieg der Absatz von Flugkraftstoffen. Konjunkturbedingt erhöhte die Industrie ihren Bedarf an Rohbenzin leicht um knapp 1 %. Insgesamt blieb das Mineralöl mit einem Anteil von 36 % an der Energiebilanz der mit Abstand wichtigste Energieträger in Deutschland.

Der Erdgasverbrauch lag mit 110,4 Mio. t SKE auf Vorjahresniveau. Einem Zuwachs bei der Stromerzeugung standen Verbrauchsrückgänge im Bereich von Haushalten und Kleinverbrauchern gegenüber. Der Anteil des Erdgases an der Primärenergiebilanz erhöhte sich leicht auf 22,7 %.

Die Steinkohle verzeichnete infolge eines geringeren Einsatzes in den Kraftwerken und der rückläufigen Roheisenerzeugung einen Verbrauchsrückgang um mehr als 5 % auf 62,8 Mio. t SKE. Damit deckte die Steinkohle einen Anteil von 13 % am gesamten Energieverbrauch.

Der Verbrauch von Braunkohle ging wegen geringerer Lieferungen an die Kraftwerke um 3,2 % auf 54,4 Mio. t SKE zurück. Mit einem Anteil von 11,2 % am gesamten Primärenergieverbrauch blieb die Braunkohle der wichtigste heimische Energieträger. Mehr als 90 % der Braunkohlenförderung werden zur Stromerzeugung eingesetzt.

Der Beitrag der Kernenergie zum Primärenergieverbrauch sank um mehr als 2 % auf 60,7 Mio. t SKE. Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen erhöhten ihren Beitrag um 3,6 %. Der Beitrag aller regenerativen Energien zum Primärenergieverbrauch stieg auf 4,6 %.


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20. Januar 06 - Neue Studie zu Erneuerbaren Energien
Laut einer neuen Studie des Bundesumweltministeriums können Erneuerbare Energien bis 2020 ein Viertel des Strombedarfs in Deutschland decken. Die Studie wurde heute von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Berlin vorgestellt.

Im nächsten Jahrzehnt werden die Erneuerbaren Energien dem Gutachten zufolge vielfach die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit erreichen. So werde beispielsweise Windstrom zunehmend billiger sein als der Marktpreis für Strom aus Kohle, Gas und Kernenergie. Die Studie prognostiziert zudem, dass erneuerbare Energien in 2020 mehr als 110 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid vermeiden werden. Das sind voraussichtlich 80 Prozent der Kohlendioxid-Reduktionen insgesamt.

Sie können die Studie "Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor bis zum Jahr 2020" im Internet herunterladen unter www.erneuerbare-energien.de/inhalt/36550/

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.


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11. Januar 06 - Energieeinsparpotenziale in Unternehmen oft ungenutzt
Oft werden die Möglichkeiten zur Energieeinsparung in Unternehmen nicht genutzt. Dies ist ein Ergebnis der KfW-Studie "Hemmnisse und Erfolgsfaktoren von Energieeffizienz in Unternehmen". 39 % der Unternehmen schätzten ihr Einsparpotenzial auf weniger als 10 %. Rund 34 % sahen überhaupt kein Einsparpotenzial.

Demgegenüber stehen Berichte von Energieberatern, wonach sich in kleinen und mittleren Unternehmen häufig Energieeinsparpotenziale von bis zu 20 % finden lassen.

Hauptmotiv für die Umsetzung betrieblicher Energieeffizienz-Maßnahmen ist nach den Ergebnissen der KfW-Bank mit 94 % eindeutig die Energiekosteneinsparung. Demgegenüber stehen insbesondere finanzielle Restriktionen und Informationsdefizite. Häufig sei in den Unternehmen nicht das entsprechende Kapital vorhanden, um investive Maßnahmen durchführen zu können. Zudem treten Energieeinsparinvestitionen oftmals in Konkurrenz zu anderen notwendigen Investitionen, die das eigentliche Kerngeschäft der Unternehmen betreffen und damit im Hauptinteresse der Unternehmen liegen.

Quelle: IWR 2006


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05. Januar 06 - Ökonomisch und ökologisch nachhaltige Energiestrategie gefordert
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat als Konsequenz aus dem aktuellen Gaskonflikt zwischen Russland und der Ukraine eine "ökonomisch und ökologisch nachhaltige Energiestrategie" gefordert.

"Im Kern stehen wir vor einer Änderung unserer Energiepolitik", sagte Gabriel am 5. Januar vor Journalisten in Berlin. Als gleichrangige Ziele nannte er, Versorgungssicherheit, Stabilität bei den Strompreisen und Erfolge im Klimaschutz zu erreichen. Der Atomenergie erteilte er diesem Zusammenhang eine klare Absage: "Uran ist von allen Energieressourcen die Einzige, bei der Deutschland zu 100 Prozent von Importen abhängig ist. Gleichzeitig ist Uran von allen Energieressourcen diejenige, die wir weltweit als erste erschöpft haben werden. Die Menschen, die das erleben werden, sind heute schon geboren", so Gabriel.

Der Bundesumweltminister mahnte, die notwendige Diskussion sachlich statt abstrakt und ideologisch motiviert zu führen. Keinerlei sachliche Beziehung bestehe zum Beispiel zwischen den Gasimporten und der Atomenergie. Denn Gas wird in Deutschland nur zu etwa 10 Prozent zur Stromerzeugung verwendet, und zwar ganz überwiegend in der Spitzen- und Mittellast. Ansonsten dient Gas in Deutschland der Wärmeerzeugung. Atomkraftwerke dienen dagegen ausschließlich der Stromerzeugung, und zwar in der Grundlast. Wir haben es hier mit völlig verschiedenen Marktsegmenten zu tun.

Die wichtigste Strategie der kommenden Jahre ist laut Gabriel allerdings die Energieeinsparung: „Wir brauchen massive Investitionen in Energieeinsparung und in die Erhöhung der Energie- und Ressourcenproduktivität.“

Die intelligentere und effizientere Nutzung von Energie erfordere eine gemeinsame Anstrengung von Wirtschaft, Politik und der ganzen Gesellschaft. Als zentraler Indikator nicht nur für die Energieeinsparung, sondern auch für die Modernität und Wettbewerbsfähigkeit einer industriellen Volkswirtschaft insgesamt - erweise sich immer deutlicher die Energieproduktivität.

"Entscheidend wird sein: Wie viel Euro Bruttosozialprodukt erzeugen wir pro Energieeinheit? Wir müssen hier in einen neuen Wettbewerb eintreten. Deutschland ist heute bereits Weltmeister in der Nutzung erneuerbarer Energien. Unser Ziel muss es sein, auch Weltmeister in der Disziplin Energieeffizienz zu werden", so Gabriel.

Die Technik hierfür sei bereits vorhanden, sie müsse nur zur Anwendung kommen. "Es geht nicht um eine große, es geht um viele kleine Lösungen, wo man sich häufig eigentlich fragt, wieso das nicht schon längst Standard ist. Würde man beispielsweise die Pumpen der Heizungsanlagen in den privaten Haushalten drehzahlsteuern, könnten bei einer Abdeckung von 60 Prozent des Bestandes die Kapazität von ein bis zwei Kernkraftwerken eingespart werden", so der Bundesumweltminister.

Zur Steigerung der Energieeffizienz ist es auch nötig, mehr Wettbewerb im Energiemarkt durchzusetzen. "Denn der Schlüssel zu vernünftigen Strompreisen liegt im Wettbewerb und, vor allem in den Netzentgelten", betonte Gabriel. Es sei wenig bekannt, dass alleine die Netzgebühren rund ein Drittel des Strompreises für private Haushalte ausmachen. "Und diese Netzgebühren liegen hierzulande im Schnitt um 70 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Die neue Bundesnetzagentur sollte also möglichst schnell die Möglichkeit bekommen, sich damit zu befassen“, sagte der Bundesumweltminister.

Zur Senkung der Abhängigkeit von importierten Energieressourcen sieht Bundesumweltminister Gabriel im weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien eine zentrale Aufgabe. "Diese sind als einzige unabhängig von Brennstoffimporten und als einzige zeitlich unbegrenzt als heimische Energiequelle verfügbar. Wir werden da energisch weiter vorangehen", betonte Gabriel. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gibt als Ziel vor, mindestens 20 Prozent des Stroms bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Nach unseren Studien werden wir dieses Ziel erreichen, es sogar wahrscheinlich übertreffen. 25 Prozent des Stroms sind für 2020 realistisch, wenn wir Kurs halten und unsere Hausaufgaben machen", sagte Gabriel.

Erneuerbare Energien sind ein entscheidender Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Unabhängigkeit von den Rohstoffmärkten, zum Klimaschutz und vor allem zur Innovation. "Denn erneuerbare Energien sind moderne, weltweit im Durchbruch befindliche Techniken. Hier schaffen und sichern wir Arbeitsplätze für heute und morgen", so Gabriel.

Quelle: Newsletter HaustechnikDialog


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05. Januar 06 - Energie-Effizienz-Kampagne
In den kommenden neun Jahren soll in Europa jährlich ein Prozent Energie eingespart werden. Das ist das Ziel der EU-Effizienzrichtlinie, die das EU-Parlament am 13. Dezember mit großer Mehrheit beschlossen hat.

In Deutschland koordiniert die Deutsche Energieagentur in allen Verbrauchssektoren Angebote zur Steigerung der Energieeffizienz. Im Rahmen der nationalen Energie-Effizienz-Kampagne werden Effizienzpotenziale in Gewerbe, Industrie und Dienstleistung aufgedeckt und Betriebe individuell beraten.
Link: http://www.initiative-energieeffizienz.de

Einen umfassenden Überblick über politische, rechtliche, technische und konzeptionelle Entwicklungen im Bereich Energieeffizienz in Gebäuden verspricht das Jahrbuch 2006 "Energieeffizienz in Gebäuden", das im März 2006 erstmals herauskommen soll.

Quelle: erneuerbare energien Kommunikations- und Informationsservice GmbH


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22. Dezember 05 - Richtlinie zum regenerativen Kühlen und Heizen
Die Europäische Kommission sieht Handlungsdefizite beim Einsatz von Bioenergie. Im kommenden Jahr will sie nun aktiv werden und neben anderen Maßnahmen eine Richtlinie zum regenerativen Kühlen und Heizen vorschlagen.

Einige Wochen zuvor hatte bereits das Europäische Parlament eine solche Richtlinie unter Federführung der Abgeordneten Mechtild Rothe gefordert. Bis dahin hatte sich die Kommission zu diesem Thema nicht geäußert. Erst am 7. Dezember taucht die Forderung in dem von der Kommission vorgelegten Biomasseaktionsplan auf. Allerdings wird sich die Kommission intern schon etwas länger mit einer solaren Wärmerichtlinie befasst haben - Schnellschüsse sind in der Brüsseler Bürokratie nicht üblich.

Schon im kommenden Jahr will die Kommission einen Entwurf für eine Richtlinie vorlegen, die dann nach einer gewissen Übergangsfrist für alle Mitgliedsländer bindend wäre. Und die Aktivitäten der Kommission fallen in eine Zeit, in der auch die neue deutsche Regierung in ihrem Koalitionsvertrag verabredet hat, ein regeneratives Wärmegesetz erarbeiten zu wollen. Nachdem ein solches Gesetz seit einigen Jahren als nur latente Möglichkeit im Raum stand, scheint nun die Starre der politischen Akteure aufgebrochen zu sein.

Offen ist jedoch noch, wie sowohl auf deutscher als auch europäischer Ebene die Gesetzgebung aussehen wird. „Rechtsvorschriften zu erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung sind das fehlende Puzzlestück”, erklärt die Kommission. Es müsse jedoch ein anderer Ansatz als bei früheren Richtlinien gewählt werden, „da die Hauptprobleme eher im Vertrauen des Markts und in Einstellungen liegen als bei den Kosten.” Die Vorstellungen der Kommission zielen daher auf Anforderungen an die Technik, Verpflichtungen für Brennstofflieferanten und Vorschriften für Gebäude. Im Zusammenhang mit Nahwärmenetzen ermuntert sie darüber hinaus die Mitgliedsländer, reduzierte Mehrwertsteuersätze für regenerative Wärme anzuwenden.

Die Parlamentarierin Mechtild Rothe will den Ländern mit einer Richtlinie keine Maßnahmen, jedoch verbindliche Ziele vorschreiben. Und sie betont, dass eine solche Richtlinie nicht nur für die Biomassenutzung, sondern auch für die Solarenergie passen müsse. Hier spiele auch der Kostenaspekt noch eine Rolle. Aus Rothes Sicht ist es allerdings möglich, dass viele nun an einem Strang ziehen werden. Sie verbinde das Wachstumsziel für regenerative Wärme.

Quelle: Solarthemen 222, Infodienst für Regenerative Energie


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22. Dezember 05 - Leitfaden zur Kennzeichnung des Strommixes
Seit dem 15. Dezember sind Stromlieferanten verpflichtet, ihren Strom zu kennzeichnen und zu erklären, aus welchem Mix er sich zusammensetzt. Der Verband der Deutschen Elektrizitätswirtschaft (VDEW) hat jetzt einen Leitfaden zur Stromkennzeichnung heraus gebracht, der jedoch von Umweltorganisationen und Instituten kritisiert wird.

„Die großen Stromkonzerne versuchen, die Regelung mit durchsichtigen Tricks ins Leere laufen zu lassen”, erklärt Jürgen Resch, der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe „Besonders verwerflich ist, dass die Umsetzung ihrer Vorschläge zu einer systematischen Vermehrung des in Deutschland beliebten Stroms aus Erneuerbaren Energien führen würde allerdings nur auf dem Papier.”

Diese Kritik teilt der Energieexperte Christof Timpe vom Öko-Institut. Falls die Versorger dem Leitfaden folgten, würden die Anteile der verschiedenen Energieträger systematisch falsch berechnet. Die Bilanz für erneuerbare Energien falle zu positiv aus, Anteile aus Atom- und Kohlekraftwerken fielen unter den Tisch. Den Grund für die falschen Berechnungen des Energiemixes sieht Timpe darin, dass die Stromwirtschaft zwei Bilanzierungsverfahren kombinieren wolle. Zum einen ließen sie sich direkt von ihren Lieferanten bescheinigen, aus welchen Kraftwerken der Strom stamme. Und zum anderen verwendeten sie statistische Durchschnittswerte der gesamten Stromerzeugung. Doch die bereits direkt bescheinigten Strommengen sind laut Timpe gleichzeitig auch in der Statistik enthalten. Sie werden also doppelt gezählt.

Genaue Vorgaben dazu hat der Gesetzgeber in Paragraph 42 des Energiewirtschaftsgesetzes, der die Stomkennzeichnung regelt, nicht gemacht. Hier wird lediglich vorgeschrieben, dass die Stromlieferanten drei Bereiche ausweisen sollen: 1. Kernenergie, 2. fossile Energien und 3. erneuerbare Energien. Dem entspricht der Leitfaden des VDEW.

Die Stromversorger sind nun verpflichtet, in Stromrechnungen und Werbematerialien auf ihren und den allgemeinen Strommix hinzuweisen. Die Orientierung für Verbraucher ist trotzdem nicht leicht. Zwar gibt die Rechnung einen Hinweis auf den eigenen Versorger, doch Informationen zu anderen Angeboten hat der Kunde damit noch nicht. Und auch im Internet sind die Daten nur schwer zu finden.

Quelle: Solarthemen 222, Infodienst für Regenerative Energie


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07. Dezember 05 - EU-Kommission verabschiedet Biomasse-Aktionsplan (BAP)
Die EU-Kommission hat am 7.12.2005 den lange erwarteten Biomasse-Aktionsplan (BAP) verabschiedet (siehe Downloadbreich). Ziel des Aktionsplans ist die Förderung der energetischen Nutzung von Biomasse. Der Biomasseeinsatz innerhalb des Energiemixes der EU soll bis 2010 verdoppelt werden. Derzeit liegt der Anteil von Bioenergie bei 4 %.

Der BAP nennt 31 Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, darunter:

  • EU-Gesetzgebung in 2006 über den Einsatz von erneuerbaren Energien, einschließlich Biomasse, zum Heizen und Kühlen;
  • eventuelle Revision der Biokraftstoffrichtlinie (2006), um nationale Ziele für den Anteil von Biokraftstoffen festzulegen und Brennstoffanbieter zum Angebot von Biokraftstoffen zu verpflichten;
  • Verpflichtung der Staaten zur Aufstellung nationaler Biomasse-Aktionspläne;
  • Entwicklung einer industriegeführten Biobrennstoff-Technologie Plattform;
  • Forschung im Bereich Biobrennstoffe der 2. Generation.


Quellen: Adi Golbach, Geschäftsführer
des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK)


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05. Dezember 05 - Neuer Bundesumweltminister bekennt sich zu Ökoenergien
"Um eine zukunftsfähige Energieversorgung aufzubauen und dem Klimawandel wirksam begegnen zu können, brauchen wir den forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien", sagte der neue Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Weltkonferenz für erneuerbare Energien Ende November in Bonn. "Mit einer Doppelstrategie von Energie- und Rohstoffeffizienz einerseits und Ausbau der Erneuerbaren andererseits sorgen wir zugleich für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze."

Gabriel betonte, dass der Motor des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist. Er verwies darauf, dass inzwischen weltweit mehr als 30 Staaten ähnliche Einspeiseregelungen eingeführt haben. Die für 2007 im Koalitionsvertrag vereinbarte Überprüfung des Gesetzes sehe er als Chance, dessen Vorteile zu zeigen. "Deutschland wäre ohne das EEG heute ganz sicher nicht Technologieführer bei der Windkraft", sagte Gabriel. Er forderte die Industrie auf, ihre Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zu verstärken. "Effizienzgewinne sind für die Marktdurchdringung genauso wichtig wie eine sichere Einspeisevergütung."

Quelle: Redaktion der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.


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02. Dezember 05 - Stromausfälle: Dezentrale Stromerzeugung wäre sicherer
Mit einer vorwiegend dezentralen Stromversorgung durch eine Vielzahl an Heizkraftwerken würde es witterungsbedingte Stromausfälle, wie sie in dieser Woche im Münsterland aufgetreten sind, nicht geben. Darauf hat der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung in Berlin hingewiesen. Danach zeigen die Blackouts einen wesentlichen Schwachpunkt unserer derzeitigen Versorgungssysteme auf. Hier zeigt sich ein Grundsatzproblem zentraler Stromerzeugung in großen Kraftwerken, nämlich ihre bedenkliche Empfindlichkeit gegen technische Störungen durch Wetterkatastrophen, Sabotage oder terroristische Anschläge.

Unter ungünstigen Umständen könne bereits der außerplanmäßige Ausfall eines einzigen Großkraftwerks oder einer Höchstspannungsleitung in einer Kettenreaktion eine ganze Region in Finsternis und Chaos stürzen.

Dezentrale Anlagen zur gekoppelten Erzeugung von Strom- und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung, KWK) wirken hier nach Aussage von Verbandspräsident Johannes van Bergen wie Stabilisatoren. Je mehr es davon gebe, um so robuster werde das Gesamtsystem, um so sicherer die Versorgung. Außerdem eignen sich viele dezentrale KWK-Anlagen auch für eine Notstromversorgung, durch die selbst bei einem Totalausfall des Netzes in dem jeweiligen Gebäude die Stromversorgung aufrechterhalten bleibe. Bei der Diskussion um die künftige Ausgestaltung des Energiesystems müsse neben dem Aspekt der deutlich besseren Umweltverträglichkeit von KWK-Anlagen auch die höhere Versorgungssicherheit berücksichtigt werden.

Das Schneechaos im Münsterland hat mehr als 250.000 Menschen von der Stromversorgung getrennt. Viele von ihnen harrten Tage lang ohne elektrisches Licht und teilweise sogar ohne Heizung aus. Bei häuslichen Temperaturen von rund 7 Grad Celsius fühlten sich die Münsterländer ins tiefste Mittelalter zurückversetzt.

Doch nicht nur die Privathaushalte haben unter dem tagelangen Stromausfall zu leiden - auch die wirtschaftlichen Folgen sind enorm. Fabriken stehen still, Verwaltungen bleiben geschlossen, viele Landwirte können ihr Vieh nicht versorgen.

Quelle: Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung in Berlin


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22. November 05 - Biokraftstoffe weiter steuerlich gefördert
Reine Ökokraftstoffe wie Biodiesel, aber auch Bioethanol sollen weiter von der Mineralölsteuer befreit bleiben.
"Dies zeichnet sich nach Gesprächen zwischen den neuen Regierungsfraktionen klar ab", sagte der SPD-Energiepolitiker Hermann Scheer der "Berliner Zeitung". Ursprünglich hatten Union und SPD vereinbart, die bisherige Steuerbefreiung zu streichen und durch einen Beimischzwang zu ersetzen. Dies hatte bei Landwirten und Branchenverbänden scharfen Protest hervorgerufen.

Scheer zufolge sollen Biokraftstoffe in Reinform wie bisher von der Mineralölsteuer in Höhe von 47 Cent je Liter befreit werden. Dies sichert Biodiesel an den Zapfsäulen gegenüber normalem Diesel einen Preisvorteil zwischen zehn und zwanzig Cent je Liter. Mit der Mineralölsteuer sollen dagegen künftig diejenigen Biokraftstoffe belegt werden, die regulären Kraftstoffen beigemengt werden.

Auch der CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel betonte, dass reiner Ökokraftstoff vorteilhaft für die Umwelt sei und deswegen von der Mineralölsteuer befreit sein müsse. Die Steuer werde nur auf die beigemischten Mengen anfallen. Auf diese Linie habe sich die Bundestagsfraktion von CDU und CSU in ihrer Sitzung am vergangenen Sonntag verständigt.

Quelle: BBK Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe 2005


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07. November 05 - Weltweites Wachstum erneuerbarer Energien
Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien haben 2004 mit 30 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord erreicht. Die Zahl stammt aus dem neuen Report "Renewables 2005: Global Status Report" zur weltweiten Entwicklung erneuerbarer Energien. Demnach liefern unter anderem Bio-, Sonnen- und Windkraft weltweit 17 Prozent des Primärenergieverbrauchs.

Das internationale Netzwerk "Renewable Energy Policy Network for the 21st Century" hat den 117-seitigen Report veröffentlicht. Sie können ihn im Internet als pdf-Ddatei kostenlos herunterladen unter www.ren21.net/globalstatusreport/RE2005_Global_Status_Report.pdf.


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07. November 05 - Weltweiter Energieverbrauch steigt drastisch an
Der Energieverbrauch der Menschheit ist größer denn je. Er wird sich in den nächsten Jahrzehnten noch einmal verdoppeln - hauptsächlich durch die wirtschaftliche Entwicklung in Indien, China und Brasilien. Das hat dramatische Folgen für Klima und Umwelt, aber auch für die Kriegsbereitschaft der großen Gesellschaften.

Zusammenfassung eines Artikels von Franz Alt zur Zukunft der Erde.


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03. November 05 - Aktionsbündnis fordert Ausbau erneuerbarer Energien
Verbraucherverbände, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände fordern von der künftigen Großen Koalition, Deutschlands Spitzenstellung bei erneuerbaren Energien zu behaupten. "Erneuerbare Energien sind eine der wichtigsten zukunftsfähigen Technologien für Deutschland. Das ist ein Erfolg des Energiekonsens, den wir weiter unterstützen", sagt Wolfgang Rohde, Vorstandsmitglied der IG Metall. Die Klimaschutzziele von Kyoto seien Basis und Herausforderung für die Weiterentwicklung des Energiemix in Deutschland.

Der Ausbau erneuerbarer Energien müsse zu einem Hauptziel der deutschen Wirtschafts- und Umweltpolitik werden, fordert das Aktionsbündnis Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung.
Konkret fordert das Aktionsbündnis ein Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien, eine Anschlussregelung für die Steuerbefreiung biogener Kraftstoffe, die Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Förderung aller erneuerbaren Energien von Wasser, über Wind, Sonne und Erdwärme bis zur Bioenergie und nachwachsenden Rohstoffen.

"Deutschland braucht angesichts stark steigender Öl- und Gaspreise eine kontinuierliche Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien. Hierfür bietet das bestehende EEG die beste Grundlage", so Holger Krawinkel vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Quelle: Aktionsbündnis Erneuerbare Energien


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18. Oktober 05 - Bundesgerichtshof stärkt die Rechte der Verbraucher
Die Stromnetzbetreiber müssen Höhe und Angemessenheit ihrer Netznutzungsentgelte gegenüber Kunden und neuen Stromanbietern nachweisen und offen legen, wenn sich das Entgelt nach der vertraglichen Vereinbarung nach den jeweils aktuellen Preisen des Netzbetreibers richten soll. Die Gerichte haben die Aufgabe, die Kalkulationen zu prüfen und angemessene Preise festzulegen. Nicht die Verbraucher und die neuen Stromanbieter haben die Beweislast, die Unangemessenheit von Netzentgelten zu belegen, sondern die Netzbetreiber deren Höhe und Angemessenheit. In der Vergangenheit zu viel gezahlte Netzentgelte müssen zurück gezahlt werden.

Mit dieser Entscheidung endet die langjährige Praxis, mit der die Netzmonopolisten sich mit dem einfachen Hinweis auf Einhaltung der Kalkulationsregeln der sogenannten Verbändevereinbarungen auf eine „gute fachliche Praxis“ berufen und damit jeglicher Kontrolle entziehen konnten. Der Bundesgerichtshof stellt klar, dass eine kartell- und energierechtliche Überprüfung der Höhe der Netzentgelte zu erfolgen habe und sich die Netzbetreiber nicht auf die vom Gesetzgeber vermutete „gute fachliche Praxis“ berufen können. Monopolunternehmen müssen nach § 315 BGB ihre Kalkulationen offen legen. Dieses Urteil hat die Hamburger Lichtblick GmbH erstritten.

Die Entgelte für die Nutzung der Stromnetze gelten in Deutschland als um 30 Prozent überhöht. Sie gehören zu den höchsten in Europa. Mit der Entscheidung ist der Weg frei für sinkende Netzentgelte.

Die Entscheidung hat Signalwirkung für die gesamte Energiepreisdiskussion in Deutschland. So werden beispielsweise zur Zeit die Gaspreise in Hamburg gerichtlich überprüft. Mit der heutigen Entscheidung ist eine Offenlegung der Preiskalkulation auch hier unumgänglich.


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17. Oktober 05 - Erneuerbare Energien verteuern Strom nicht
Obwohl immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, steigen die Kosten hierfür nicht. "Die tatsächlichen Kosten der erneuerbaren Energien sind deutlich geringer als die Stromwirtschaft der Bevölkerung glauben machen will", sagt Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin. Sie bezieht sich damit auf eine aktuelle Mitteilung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft.

Die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien liegt nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in diesem Jahr bei 0,54 Eurocents pro Kilowattstunde. Das entspricht 2,8 Prozent des Strompreises für Verbraucher. Im vergangenen Jahr lag sie in der gleichen Größenordnung. Für diesen Beitrag erhalten die Verbraucher in diesem Jahr jedoch schon mehr als zehn Prozent ihres Stromes aus erneuerbaren Quellen, im vergangenen Jahr waren es erst neun Prozent.

Zum Vergleich: Allein das Ablesen des Stromzählers schlägt umgerechnet mit einem Cent zu Buche. "Den größten Anteil am Strompreis haben aber die Transportkosten, das verschweigen die Stromkonzerne gerne", sagt Peter. "Gerade hier können Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energien Vorteile bringen, weil sie mit ihren dezentralen Standorten näher an den Verbrauchern liegen."

Die Energiekonzerne verlangen nach Berechnungen des BEE von ihren Kunden etwa zwanzig Prozent mehr Geld für erneuerbare Energien als sie in Wirklichkeit dafür aufwenden. "Wenn die Konzerne endlich anfangen würden, ehrlich zu rechnen, dann müssten sie auch nicht über angeblich zu hohe Belastungen durch erneuerbare Energien jammern", sagt Peter.

Quellen: DGS und BEE


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02. Oktober 05 - Erneuerbare Energien für das Europäische Parlament
Das Europäische Parlament hält es für realistisch, den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Das sind 5 Prozentpunkte mehr als das bisherige Ziel des Parlaments vorgibt. „Neue Studien kommen zu dem Ergebnis, dass eine Zielvorgabe von mindestens 25 Prozent realisierbar ist, wenn bessere Rahmenbedingungen für erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz gegeben sind“, heißt es in einer Entschließung, die das EU-Parlament heute verabschiedet hat.

Der Erfolg Erneuerbarer Energien sei nicht nur notwendig, um die klimapolitischen Ziele der EU zu erreichen, sondern auch, um die Export- und Innovationsfähigkeit der europäischen Wirtschaft sicherzustellen sowie um Arbeitsplätze zu schaffen, stellt das Parlament fest. Mit Nachdruck weist es zudem darauf hin, dass Erneuerbare Energien die Abhängigkeit Europas von Energieeinfuhren verringern und damit politische und wirtschaftliche Risiken eindämmen.

Um den Erneuerbaren Energien weiter zum Erfolg zu verhelfen, setzt das Parlament auf die Förderung von 21 verschiedenen Technologien. Besondere Bedeutung könne neben der schon jetzt sehr erfolgreichen Windenergie die Bioenergie bekommen. Unter der Überschrift „Biomasse - der schlafende Riese unter den erneuerbaren Energieträgern“ heißt es in der Entschließung, dass die Bioenergie ihrer zahlreichen Vorzüge wegen besonders unterstützt werden müsse. So solle beispielsweise die Europäische Kommission die Mineralölkonzerne verpflichten, dem Benzin Bioethanol beizumischen und dessen Anteil am Kraftstoff schrittweise zu erhöhen.

Verbessert werden soll nach dem Willen des Parlamentes auch die Entwicklung neuer Technologien zur Nutzung Erneuerbarer Energien - beispielweise Kraftwerke, die von Wellen oder Meeresströmungen angetrieben werden. Die Parlamentarier drängen deshalb darauf, im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU 300 Millionen Euro jährlich für die Erneuerbare-Energie-Forschung bereitzustellen.

In der Entschließung stellt das Parlament namentlich Deutschland und Spanien gute Noten bei der Einführung Erneuerbarer Energien aus. Diese Mitglieder haben „einen geeigneten politischen Rahmen für die Erfüllung ihrer nationalen Zielvorgaben geschaffen“, heißt es. Damit beziehen sich die Parlamentarier auf Fördermodelle, die einen Mindestpreis für Strom aus Erneuerbaren Energien vorschreiben, etwa das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz. Auch bei einer europaweit harmonisierten Förderung der Erneuerbaren Energien könnten solche Einspeiseregelungen sinnvoll sein, um allen Technologien zum Erfolg zu verhelfen.

Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien 2005


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08. August 05 - Ausbau von Ökoenergien
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, mahnt, den Ausbau der erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben. Auf einer Pressekonferenz der Informationskampagne für erneuerbare Energien in Berlin sagte Walter: "Mir scheint die langfristige Versorgungssicherheit wichtiger zu sein als die kurzfristige Illusion eines etwas günstigeren Energiepreises. Wer auf die erneuerbaren Energien als vermeintlichem Preistreiber eindrischt, sucht nur ein Alibi." Damit reagierte der Volkswirt auf Vorwürfe, die erneuerbaren Energien seien schuld am hohen Strompreis.


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19. Juli 05 - Aktuelle Zahlen zu Erneuerbaren Energien
Wie sich die erneuerbaren Energien in Deutschland und international entwickelt haben, zeigt die Broschüre "Erneuerbare Energien in Zahlen", die das Bundesumweltministerium in sechster, aktualisierter Auflage veröffentlicht hat.

Insgesamt spart Deutschland durch Energie aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme derzeit über 70 Mio. Tonnen an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) pro Jahr ein. Die erneuerbaren Energien erreichten 2004 einen Anteil von 3,6 % am Primärenergieverbrauch (2003: 3,3 %) und 9,3 % am Stromverbrauch (2003: 8,0 %). Mit heute gut 10 % nehmen die Erneuerbaren einen festen Platz in der Energiewirtschaft ein.

Nicht nur das Klima profitiert vom Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie sind zum Motor für Arbeit und Beschäftigung und auch ein Wirtschaftsfaktor geworden. Rund 130.000 Arbeitsplätze (rund 60.000 mehr als 1998) gibt es mittlerweile in Deutschland, die direkt oder indirekt auf den Ausbau der Erneuerbaren zurückgehen. 2004 wurde insgesamt ein Umsatz von rund 11,6 Mrd. Euro erzielt, rund 6,5 Mrd. Euro davon durch Investitionen.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch bis 2020 auf mindestens 20 % des heutigen Stromverbrauchs zu steigern. Diese würden nach Angaben der Branche - bei Berücksichtigung eines weiter wachsenden Exportanteils - rund 500.000 Menschen Arbeit geben. Stiege dabei der Primärenergieanteil auf 10 %, würden rund 200 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Bis zur Mitte des Jahrhunderts soll rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs durch Erneuerbare gedeckt werden.

Quelle:Pressemitteilung des BMU

Hinweis: Die Broschüre "Erneuerbare Energien in Zahlen - nationale und internationale Entwicklung" kann im Downloadbereich der eta Energieberatung downgeloaded werden.


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14. Juli 05 - Ölmarktbericht der IEA
Die Internationale Energieagentur (IEA) geht in ihrem jüngsten Ölmarktbericht davon aus, dass im kommenden Jahr der Tagesverbrauch an Öl im Schnitt um 1,75 Mio. Barrel (2,1 %) auf 85,62 Mio. Fass steigen wird. Chinas Nachfrage wird dabei um, 7,2 % wachsen.


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29. Juni 05 - Energienachfrage steigt
Die weltweite Erdöl-Nachfrage ist 2004 trotz hoher Preise um 3,2 % auf 3,78 Mrd t gestiegen, so die Hamburger Exxon Mobil im Bericht "Oeldorado 2005".

Im Jahresschnitt haben sich die Mineralölprodukte auf dem Rotterdamer Markt um 10 auf 48,5 Dollar pro Barrel verteuert, obwohl die Förderung um 3,3 % auf 3,82 Mrd t gestiegen ist.

Auch die Ölreserven haben laut Exxon im Jahr 2004 um 0,9 % auf 173,3 Mrd t zugelegt. Damit übersteigt der Reservenzuwachs den Verbrauchsanstieg von 120 Mio t um weit mehr als das Zehnfache, so der Bericht. In Afrika sind die Reserven um 15,9 % gestiegen, in Europa, Nordamerika und Asien geschrumpft.

Beim Gas wuchs der weltweite Verbrauch 2004 um 1,6 % auf 2.689 Mrd Kubikmeter. Das entsprach ungefähr der um 1,1 % auf 2.690 Mrd Kubikmeter angestiegenen Förderung.

Die weltweiten Erdgasreserven sind erstmals seit langer Zeit gesunken, und zwar um 0,6 % auf 170.942 Mrd Kubikmeter, weil die australischen Reserven per Neubewertung um mehr als zwei Drittel sanken.

Quelle: Exxon Mobil und Bund der Energieverbraucher


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22. Juni 05 - Grünbuch zur Energieeffizienz
Die Europäische Kommission nahm heute ein Grünbuch zur Energieeffizienz an, in dem Energieeinsparungen eine wichtigere Rolle spielen sollen als bisher. Angesichts steigender Ölpreise und der Perspektive, dass die EU 2030 wahrscheinlich 70 % ihres Energiebedarfs durch Importe decken wird, muss die Europäische Union eine Diskussion darüber aufnehmen, wie Energie eingespart werden kann.
Im Grünbuch werden einige Optionen vorgestellt, wie bis 2020 20 % des Energieverbrauchs kostenwirksam durch ein geändertes Verbraucherverhalten und energieeffiziente Technologien eingespart werden könnten. Dank dieser Einsparungen würde die EU schätzungsweise 60 Mrd. Euro weniger für Energie ausgeben. Damit wären Investitionen in die Wirtschaft der EU möglich, wo die europäische Industrie ihre Führungsrolle ausbauen kann. „Diese Energieeffizienzinitiative wird Europa helfen, zwei wesentliche Ziele der Lissabon-Strategie zu erreichen: mehr Wachstum und bessere Arbeitsplätze. Sie wird auch dazu beitragen, dass Europa seine Verpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls erfüllen kann“, sagte das für Energie zuständige Kommissionsmitglied Andris Piebalgs. „Die Europäische Union muss alle Möglichkeiten prüfen, um die Zielvorgabe von 20 %Energieeinsparungen zu erreichen.“

Quelle: Presseinformation


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25. Mai 05 - Aktueller CO2-Preis bei 18,50 €
Der aktuelle Preis für CO2-Emissionsrechte bei der EEX ist in den letzten Tagen auf 18,50 € angestiegen.


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25. Mai 05 - Jahresabrechnung KWKG
Der VDN hat gerade seine Jahresabrechnung zum KWKG veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse hier im Überblick:
  • Die geförderte Strommenge betrug 54.877 GWh.
  • Die Zuschlagszahlungen betrugen insgesamt 770,11 Mio €.
  • Für Tarifabnehmer erhöhten sich die Strompreise durch das KWKG um 0,308 Cent/kWh.


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14. April 05 - Energieeinsparungsgesetzes (EnEG)
Im Deutschen Bundestag fand am 14.4.2005 die erste Lesung des neuen Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) statt. Damit soll das EnEG aus dem Jahr 1976 geändert werden. Ziel ist, den Weg für die Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden frei zu machen. Die Bundesregierung hat damit die Grundlage dafür geschaffen, dass künftig für alle Häuser und Wohnungen, bei denen der Besitzer oder der Mieter wechselt, ein Energieausweis ausgestellt werden muss.


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12. April 05 - Spatenstich in Gmünd und St. Andrä
Mit dem Spatenstich in Gmünd (11.04.05) und St. Andrä (13.04.05) erfolgte der offizielle Baubeginn für zwei weitere Biomasse-Heizkraftwerke der BioMa Energie AG in Österreich. Die Projektkoordination wird wie u. a. schon die Konzeptentwicklung und die Genehmigungsplanung durch das Kompetenzentrum Energie und die eta Energieberatung ausgeführt.
Insgesamt werden damit pro Jahr weitere ca. 400.000 Srm naturbelassene Hackschnitzel für die umweltfreundliche Produktion von Wärme und Strom genutzt.


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14. März 05 - EnWG: Verhandlungen erfolgreich beendet
Zu der Novelle des EnWG erklärt Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen:

Die rot-grüne Koalition hat gestern Nacht die Verhandlungen zum EnWG und den vier Strom- bzw. Gas-Zugangs bzw. -Entgelt VO erfolgreich abgeschlossen. Dieses Gesetz ist eines der bedeutendsten Reformvorhaben dieser Legislaturperiode. Die Energiewirtschaft ist für jedes Industrieland essentiell. Wettbewerb macht Druck auf die Energiepreise und trägt insbesondere im Gassektor zur Versorgungssicherheit bei. Bislang stand Wettbewerb nur auf dem Papier. Der von der schwarz-gelben Regierung gewählte Weg zum Wettbewerb, der verhandelte Netzzugang, ist gescheitert.

Jetzt kommt der Paradigmenwechsel: Eine Wettbewerbsbehörde wird als starker Schiedsrichter die Preise und Netzzugangsregeln überwachen und Druck auf Kosteneffizienz machen. Mit ex ante Preisregulierung und Anreizregulierung wird ein modernes und schlankes Regulierungssystem installiert. Durch weitgehende Trennung von Netzbetrieb und Stromerzeugung bzw. Handel (Unbundling) reduzieren wir die Gefahr der Quersubventionierung.

Mehr Verbraucherschutz stärkt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt stärkt diese Novelle den Standort Deutschland. Die wichtigsten Neuerungen in Gesetz und Verordnung sind:
  • Alle Preiserhöhungen sollen ab sofort genehmigt werden müssen.
  • Innerhalb eines Jahres beginnt die Wettbewerbsbehörde mit einer Anreizregulierung.
  • Die Körperschaftssteuer wird nicht zusätzlich vor dem Zinssatz einbezogen. Mit der Anreizregulierung legt die Wettbewerbsbehörde einen neuen Zinssatz fest, der die Körperschaftssteuer vorher berücksichtigt, in seiner Höhe aber nicht festgelegt ist.
  • Die energieintensiven Unternehmen können dann reduzierte Netznutzungsentgelte bekommen, wenn sie durch ihr Abnahmeverhalten die Netzkosten reduzieren. Also nur verursachergerecht! Es ist sichergestellt, dass die Netzentgelte aller übrigen Netznutzer sich dadurch nicht wesentlich erhöhen.
  • Auch das Mess- und Zählwesen wird schrittweise liberalisiert.
  • Mit dem entry exit Modell bekommt auch der Gassektor ein einfaches Zugangsmodell, das Wettbewerb möglich macht.
  • Auch die Ferngasebene wird reguliert, kann allerdings bei Nachweis von Wettbewerb von der Kostenregulierung ausgenommen werden. Die Vergleichsregulierung bleibt.
  • Die Stromkennzeichnung wird deutlich ausgebaut.
  • Die Netzbetreiber werden regelmäßig kontrolliert, ob sie ausreichend investieren, um Versorgungsqualität und Modernisierung sicherzustellen.
  • Die Energieeffizienz wird als zentrales Ziel gestärkt.
  • Dezentrale Stromerzeugung wird verursachergerecht unterstützt.
  • KWK Anlagen werden von zuviel Berichtspflichten entlastet.
  • Biogas wird bei Engpässen vorrangig ins Netz eingespeist und insgesamt erleichtert.


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04. März 05 - Spatenstich für Heizkraftwerke-Pool in Österreich
Mit dem Spatenstich für das Biomasse-Heizkraftwerk in Ernsthofen erfolgte am 04.03.05 der Startschuss für ein Großprojekt zur Nutzung von naturbelassenen Holzsortimenten in Österreich. Insgesamt erhielten im letzten Jahr vier Heizkraftwerke der BioMa Energie AG, Salzburg, in der Größenordnung 5 MWel die behördliche Genehmigung. Dem Spatenstich in Ernsthofen wird zeitnah der Baubeginn an den weiteren Standorten folgen. Die weitere Projektkoordination wird wie u. a. schon die Konzeptentwicklung und die Genehmigungsplanung vom Kompetenzentrum Energie und der eta Energieberatung ausgeführt.


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04. März 05 - eta mit BMU/UBA auf der Enertec 2005
Die eta Energieberatung war gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt (BMU/UBA)vom 08. bis 11.03.2005 auf der Enertec, der internationalen Fachmesse für Energie, in Leipzig vertreten.
Auf dem gemeinsamen Messestand wurden aktuelle Projekte aus dem Bereich der effizienten und wirtschaftlichen
Energienutzung vorgestellt. Einen Hauptschwerpunkt bildete hierbei die Nutzung von Erneuerbaren Energien, insbesondere der Biomasse, als Beitrag zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele.
Beispielhaft war dabei das von der eta Energieberatung geplante Biomasse-Heizkraftwerk Pfaffenhofen. Die Anlage
gehört nach Meinung von Experten zu den Projekten mit dem "größten ökologischen Wert für die Bundesrepublik Deutschland". Im Vergleich zu 1990 verringerte die Stadt Pfaffenhofen dadurch ihre CO2-Emissionen um rund ein Drittel und hatte damit als erste deutsche Kommune das Klimaschutzziel der Bundesregierung erreicht.


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23. Februar 05 - 10 % der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ist im Jahr 2004 um fast ein Fünftel auf 9,3 % angewachsen. Dieses Ergebnis präsentierten die Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) und das Bundesumweltministerium anlässlich der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien am 22. Februar. Bezogen auf den gesamten Energieverbrauch ist der Anteil der erneuerbaren Energien von 3,1 auf 3,6 % gestiegen.

Diese Entwicklung ist auf einen deutlichen Zuwachs der Windenergie zurückzuführen. Die Windkraft hat im Jahr 2004 erstmals die Wasserkraft überholt. Sie trägt mittlerweile mit 44 % zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei, die der Anteil der Wasserkraft hat sich bei rund 38 % stabilisiert.

Eine besonders dynamische Entwicklung gab es bei den Solarstromanlagen. Mit einem Zubau von 300 MW sind nun insgesamt 700 MW photovoltaische Spitzenleistung installiert. Damit schaffte es Deutschland im Jahr 2004 vor dem Konkurrenten Japan zum Solarweltmeister. Auch die Stromerzeugung aus fester Biomasse und Biogas konnte einen starken Anstieg um rund 50 % verzeichnen.

Quelle: Aktuelle Nachrichten der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

Die aktuellen statistischen Daten und weitere Informationen zu erneuerbaren Energien finden Sie im Internet unter www.erneuerbare-energien.de


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15. Februar 05 - C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch erschienen
Kürzlich ist das C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch 2004/2005 "Nachwachsende Rohstoffe - Wirtschaftsfaktor Biomasse" erschien.
Auch die Jubiläumsausgabe zur 10-jährigen Auflage dient nach wie vor als unverzichtbares Nachschlagewerk im Bereich Erneuerbarer Energien. Neben aktuellen Beiträgen zu den Schwerpunkten Rohstoffe, Energiepolitik und Förderung
ist auch der Bereich "Technische Nutzung von Biomasse" erweitert worden. Das Thema Heizkraftwerke und Erzeugung von
Strom, Wärme und Kälte wurde hierbei umfangreich von der eta-Energieberatung dargestellt.

Das Jahrbuch "Nachwachsende Rohstoffe 2004/2005" ist für 19,95 € bei C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-300, Fax: -333, erhältlich.


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