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Erneuerbare Energien in Deutschland 2010
Die erneuerbaren Energieträger umfassen eine breite Palette von Energiequellen, die neben der Wasser- und Windkraft eine Vielzahl weiterer erneuerbarer Energien enthält. Ihr Beitrag zum Primärenergieverbrauch wurde in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der "Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik" beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit teilweise geschätzt. Im Ergebnis nahm der Verbrauch aller erneuerbaren Energieträger im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % auf 1.320 PJ (45 Mio. t SKE) zu, womit sich deren Anteil am Primärenergieverbrauch von 8,9 % im Jahr 2009 auf 9,4 % im Jahr 2010 erhöht hat.
Besonders stark stieg der Einsatz von erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung, und zwar um 13,6 %. Dagegen fiel der Zuwachs bei den erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung mit 6,7 % deutlich schwächer aus. Dahinter zurück liegt noch die Entwicklung im Kraftstoffbereich, in dem die erneuerbaren Energien lediglich mit knapp 4 % zulegten.
Am Gesamtverbrauch der erneuerbaren Energien waren die Biomassen in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen 2010 mit mehr als 78 % beteiligt. Knapp 46 % der insgesamt genutzten Biomasse entfielen auf den Strombereich, etwa 42 % gingen in den Wärmesektor und der Rest von 12 % in den Kraftstoffbereich. Der Anteil der Windenergie betrug 10 % (im Strombereich rund 18 %) und derjenige der Wasserkraft mehr als 5 % (im Strombereich etwa 10 %). Der deutliche Rückgang der Stromerzeugung aus Windenergie im Jahr 2010 (mit einem Minus von 5,5 %) ist auf das geringere Windangebot, nicht aber auf rückläufige Kapazitäten zurückzuführen.
Mit 54 % beruhte der größte Teil des Beitrags der erneuerbaren Energien auf der Bereitstellung von elektrischer Energie, gefolgt von der Wärmebereitstellung mit einem Anteil von 36 % und der Bereitstellung von Kraftstoffen mit einem solchen von rund 10 %.
Bisher von untergeordneter Bedeutung sind bei den erneuerbaren Energien die Solarthermie und Geothermie.
Einen sprunghaften Zuwachs erfuhr die Photovoltaik, die an den erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung im Jahr 2010 immerhin schon mit 6 % beteiligt war, nachdem es 2009 erst 3,6 % gewesen sind. Der Anteil der Photovoltaik an der gesamten Stromerzeugung erreichte 2010 mit fast 2 % nahezu eine Verdoppelung gegenüber 2009.
Quelle: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2010 (Hrsg. AGEB)
Quelle: Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland (Hrsg. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)
Der Biomasse-Markt ist durch das EEG stark in Bewegung geraten. Die umweltfreundliche Energiegewinnung aus Holz wird zunehmend interessanter. Dies belegt eine Vielzahl mit Holz befeuerter Biomasse-Heizkraftwerke, die sich derzeit in der Planungs- oder Realisierungsphase befinden bzw. bereits in Betrieb sind. Dabei zeichnet sich ab, dass nicht die technische Realisierbarkeit solcher Anlagen, sondern die Bereitstellung der entsprechenden Brennstoffsortimente zu einem entscheidenden Schlüsselfaktor wird.
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