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Erdgas
Erdgasverbrauch in Deutschland 2009

Erdgas Der Erdgasverbrauch ging 2009 gegenüber dem Vorjahr um 5 % oder 5,2 Mio. t SKE auf 99,2 Mio. t SKE zurück. Die Verbrauchsentwicklung gestaltete sich im Jahresverlauf unterschiedlich. Im ersten Halbjahr 2009 war der Erdgasverbrauch - ungeachtet der im Vergleich zum Vorjahr etwas kühleren Witterung - aufgrund der negativen Konjunkturentwicklung vor allem durch die gesunkene Gasnachfrage der Industrie und der Kraftwerke beeinflusst. Zusammen mit dem hohen Gaspreisniveau führte dies zu einem Rückgang der Erdgasnachfrage von fast 12 %. Im zweiten Halbjahr 2009 war eine Erholung der Erdgasnachfrage mit Zuwächsen von mehr als 3 % zu verzeichnen. Die Durchschnittstemperatur war mit 9,33 Grad Celsius vergleichbar mit der des Vorjahres.

Die bisher erkennbaren Verbrauchstendenzen in den Verwendungssektoren des Erdgases stellen sich wie folgt dar:
  • Der Erdgasverbrauch der privaten Haushalte sowie der Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen (HuK-Sektor) erhöhte sich in Folge der deutlich niedrigeren Temperaturen im ersten Quartal 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 3 %. Der Bestand an Erdgasheizungen nahm weiter zu. Insgesamt waren am Jahresende 2009 rund 18,6 Mio. Wohnungen oder 48,7 % (2008: 48,5 %) des Bestands mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Bei den zum Bau genehmigten neuen Wohnungen lag die Erdgasheizung nach bisherigen Schätzungen bei einem Marktanteil von knapp 51 %. Dieser war damit wegen verschärften Wettbewerbs durch alternative Heizsysteme um gut 7 Prozentpunkte niedriger als noch ein Jahr zuvor (2008: 58,4 %).
  • Der industrielle Erdgasverbrauch ging vor dem Hintergrund der Konjunkturentwicklung um mehr als ein Zehntel zurück. Der Erdgaseinsatz in Kraftwerken sank ebenfalls um rund 11 % aufgrund der geringeren Stromnachfrage. Der Erdgasanteil an der gesamten Brutto-Stromerzeugung betrug weiterhin rund 13 %.

Das gesamte Erdgasaufkommen ging 2009 gegenüber dem Vorjahr um etwa 5 % auf 1.058 Mrd. kWh zurück. Die Erdgasimporte Deutschlands sanken um 4,9 %, die inländische Förderung um 6,5 %. Somit basierte das gesamte Erdgasaufkommen zu 13 % auf deutscher Förderung (2008: 14 %) und zu 87 % auf Einfuhren.

Die Struktur des Erdgasaufkommens nach Bezugsquellen veränderte sich im Jahr 2009: Wichtigstes Lieferland blieb Russland, allerdings nur noch mit einem Anteil von 32 % (2008: 37 %). Insbesondere zu Anfang des Jahres 2009 sanken die russischen Erdgasimporte aufgrund der Unterbrechung der Gaslieferungen über die ukrainische Transportroute im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich. Im Gegenzug erhöhten sich die Gasbezüge aus den anderen Importländern. Der Anteil Norwegens stieg um 3 Prozentpunkte auf 29 % und lag vor dem der Niederlande, der auf 20 % wuchs (2008: 19 %). Die restlichen 6 % verteilten sich auf Dänemark, Großbritannien und andere Länder (2008: 4 %).


Quelle: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2009 (Hrsg. AGEB)

Gasmarkt in Deutschland

Die Entwicklung der Importpreise für Erdgas folgt schon wegen der engen Ölpreisbindung weitgehend derjenigen für Rohöl. Dies allerdings mit einer mehr oder weniger langen zeitlichen Verschiebung. So gingen die Importpreise für Erdgas seit Ende 2008 bis zum August 2009 zunächst kräftig zurück, nahmen anschließend aber wieder spürbar zu. Insgesamt waren die Importpreise für Erdgas im Jahr 2009 um reichlich ein Fünftel niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wobei die Preise insbesondere im zweiten Halbjahr mit rund 40 % sehr viel niedriger ausfielen als in den entsprechenden Vorjahresmonaten.

Der Entwicklung der Importpreise folgten mehr oder weniger ausgeprägt auch die inländischen Abgabepreise. Gemessen am Index der Erzeugerpreise (Inlandsabsatz) haben sich die Erdgaspreise für alle Verbrauchergruppen seit Ende 2008 bis in das 4. Quartal 2009 hinein durchweg vermindert.

Quelle: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2009 (Hrsg. AGEB)

Theoretisch ist der Gasmarkt in Deutschland liberalisiert, aber momentan ist von einem freien Wettbewerb nur wenig zu spüren. Auch mit der Einführung der Regulierungsbehörde waren keine Preisstürze wie bei Telekommunikation oder Strom verbunden. Das neue Netzzugangsmodell ist weiterhin kompliziert und untransparent. Neuen Marktteilnehmern wird der Netzzugang nicht leicht gemacht. Trotz dieser Hindernisse können wir vielfach die Gasbezugskonditionen für unsere Kunden verbessern.

Die eta Energieberatung bietet unverbindliche und kostenlose Informationen hierzu an. [Produktblatt Tarifberatung]

Weitere Informationen erhalten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch mit uns bzw. unter folgenden Links:



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