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Strom
Stromverbrauch in Deutschland 2009

Strom Der Stromverbrauch von Industrie, Handel und Gewerbe sank infolge der gesamtwirtschaftlichen Lage von 327,7 Mrd. kWh im Vorjahr um rund 8 % auf 301,9 Mrd. kWh im Jahr 2009. Der Verbrauch im Verkehrssektor war ebenfalls stark rückläufig. Diesen starken Rückgang mäßigten der nur geringfügig gesunkene Stromverbrauch der privaten Haushalte (-0,2 % auf 139,2 Mrd. kWh) sowie der unveränderte Verbrauch der öffentlichen Einrichtungen und der Landwirtschaft.

Insgesamt ging der Brutto-Inlandsstromverbrauch in Deutschland 2009 um 32,2 Mrd. kWh bzw. um 5,2 % auf 582,5 Mrd. kWh zurück. Ein derart starker Verbrauchsrückgang war zumindest seit 1990 in keinem Jahr zu verzeichnen.

Quelle: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2009 (Hrsg. AGEB)

Elektrizitätswirtschaft

Die Bruttostromerzeugung in Deutschland sank 2009 deutlich um 6,3 % auf 596,8 Mrd. kWh unter das Vorjahresniveau. Nahezu alle Energieträger hatten einen Rückgang zu verzeichnen, lediglich einzelne der erneuerbaren Energien (Biomasse und Fotovoltaik) und Mineralprodukte erfuhren einen Zuwachs.

Die Kernkraftwerke lieferten im Jahr 2009 mit 134,9 Mrd. kWh 9,3 % weniger Strom als im Vorjahr. Am Jahresende waren 17.186 MW von insgesamt 20.470 MW Kernkraftleistung (netto) am Netz. Der Anteil der Kernkraft an der Bruttostromerzeugung Deutschlands sank 2009 auf 22,6 %.

Einen drastischen Rückgang verzeichnete die Verstromung von Steinkohle: Die Stromerzeugung auf Basis dieses Energieträgers ging um 12,5 % auf 109,0 Mrd. kWh zurück.

In den Braunkohlenkraftwerken wurde dagegen nur 2,8 % weniger Strom erzeugt als 2008. Insgesamt lieferte die Kohle 255,5 Mrd. kWh Strom. Damit stammten 42,8 % des Stroms in Deutschland aus Kohle.

Ebenfalls rückläufig war der Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung. Im Jahr 2009 wurden 77,0 Mrd. kWh Strom in erdgasbetriebenen Kraftwerken erzeugt. Der Anteil des Erdgases am Energieträgermix der Stromerzeugung betrug 12,9 %.

Die installierte Leistung der Windkraftwerke stieg im Jahr 2009 um etwa 1.870 MW auf rund 25.780 MW. Insgesamt waren zum Jahresende schätzungsweise 21.160 Windenergieanlagen in Betrieb. Die Stromerzeugung aus Windenergie sank trotz weiteren Zubaus um 6,9 % von 40,6 Mrd. kWh auf 37,8 Mrd. kWh. Dies lag am etwas schwächeren Windangebot im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008. Vor allem das 1. Quartal 2009 und der August waren deutlich schwächer und konnten durch die stärkeren Monate Mai, Juni und November nicht kompensiert werden.

Die Stromerzeugung in Wasserkraftwerken insgesamt ging um 7,5 % zurück. Einschließlich der Erzeugung in den Pumpspeicherwerken wurden 24,5 Mrd. kWh produziert. Davon stammten rund 19 Mrd. kWh aus erneuerbarer Erzeugung aus Laufwasserkraftwerken, Speicherkraftwerken und dem natürlichen Zulauf in Pumpspeicherwerken. Mit einem Minus von rund 7 % lag damit auch der Beitrag der regenerativen Wasserkraft deutlich unter den Vorjahreswerten.

Einen weiterhin hohen Zuwachs wies die Verstromung biogener Energieträger auf: 2009 betrug der Anteil des Stroms aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse mit 25 Mrd. kWh mehr als ein Viertel des in Deutschland produzierten Stroms aus regenerativen Energiequellen. Zuzüglich der anteiligen Erzeugung in Müllkraftwerken (aus biogenen Abfällen) wurden im Jahr 2009 in Deutschland 30 Mrd. kWh Strom aus Biomasse produziert. Der Beitrag der biogenen Energieträger zur Stromerzeugung insgesamt wuchs damit um 10,1 %.

Die Stromerzeugung aus Fotovoltaik legte weiter zu und trug mit 6,2 Mrd. kWh oder rund 1,0 % zur Bruttostromerzeugung bei. Insgesamt wurden im Jahr 2009 in Deutschland 93 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Energien produziert. Dieses Ergebnis lag nur wenig über dem Vorjahreswert. Gemessen an der insgesamt stärker gesunkenen Stromproduktion stieg der Anteil des Bruttoinlandsstromverbrauchs, der mit Strom aus Regenerativanlagen gedeckt wurde, von 15,1 % (2008) auf 16,0 % (2009).

Quelle: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2009(Hrsg. AGEB)

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