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Stromverbrauch in Deutschland 2008
Der Stromverbrauch von Industrie, Handel und Gewerbe stieg von 330,6 Mrd. kWh im Jahr 2007 auf 331,5 Mrd. kWh im Jahr 2008.
Diesem durch die vergleichsweise gute konjunkturelle Lage in den ersten drei Quartalen beeinflussten Anstieg stand ein Rückgang des Stromverbrauchs der privaten Haushalte um beinahe ein Prozent auf gut 139,5 Mrd. kWh gegenüber. Der Verbrauch im Verkehr wie in den öffentlichen Einrichtungen stieg leicht.
Insgesamt ging der Bruttostromverbrauch in Deutschland im Jahr 2008 um 0,3 % auf 616,6 Mrd. kWh zurück.
Quelle: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2008 (Hrsg. AGEB)
Elektrizitätswirtschaft
Die Bruttostromerzeugung der Kraftwerke in Deutschland lag im Jahr 2008 mit rund 639,1 Mrd. kWh über dem Vorjahresniveau. Neben der steigenden Verstromung von Erdgas stieg insbesondere der Beitrag der Kernenergie wieder an, was einen Rückgang bei der Stromerzeugung aus Stein- und Braunkohlen verursachte.
Die Kernkraftwerke lieferten im Jahr 2008 mit 148,8 Mrd. kWh knapp 6 % mehr Strom als im Vorjahr. Der Anteil der Kernkraft an der Bruttostromerzeugung Deutschlands stieg 2008 auf 23 % und lag mit der Braunkohle fast gleichauf.
Einen deutlichen Rückgang verzeichnete dementsprechend die Verstromung von Steinkohle. Die Stromerzeugung auf Basis dieses Energieträgers sank um 10 % auf 128,5 Mrd. kWh. In den Braunkohlenkraftwerken wurden 3 % weniger Strom erzeugt als 2007. Insgesamt lieferte die Kohle 278,5 Mrd. kWh Strom. Damit stammten gut 44 % des Stroms in Deutschland aus Kohle.
Die Bedeutung von Erdgas in der Stromerzeugung nahm weiter zu. Im Jahr 2008 wurden 83 Mrd. kWh Strom in erdgasbetriebenen Kraftwerken erzeugt. Der Anteil des Erdgases am Energieträgermix der Stromerzeugung stieg damit um 9 % auf 13 %.
Die installierte Leistung der Windkraftwerke erhöhte sich im Jahr 2008 um etwa 1.610 MW auf rund 23.900 MW. Insgesamt waren zum Jahresende schätzungsweise 23.300 Windenergieanlagen in Betrieb. Die Stromerzeugung aus Windenergie stieg trotz eines weiteren Zubaus nur um 1 % auf 40,2 Mrd. kWh. Dies lag am etwas schwächeren Winddargebot im Jahr 2008 gegenüber 2007.
Die Stromerzeugung in Wasserkraftwerken ging um knapp 4 % zurück. Einschließlich der Erzeugung in den Pumpspeicherwerken wurden 27 Mrd. kWh produziert.
Einen weiterhin hohen Zuwachs wies mit rund einem Viertel die Verstromung von biogenen Energieträgern auf. Einschließlich der anteiligen Erzeugung in Müllkraftwerken (aus biogenen Abfällen) wurden im Jahr 2008 in Deutschland 28 Mrd. kWh Strom aus Biomasse produziert. Der Beitrag der biogenen Energieträger wuchs damit um 17 %.
Die Stromerzeugung aus Photovoltaik legte weiter zu und trug mit rund 4 Mrd. kWh zur Bruttostromerzeugung bei.
Insgesamt wurden im Jahr 2008 in Deutschland 93 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Energien produziert. Dies entsprach einem Anteil von gut 15 % am gesamten Bruttostromverbrauch.
Quelle: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2008 (Hrsg. AGEB)
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